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Schweizer Engagement für Nordafrika konkret

Die folgenden Beispiele zeigen mit welcher Art von Projekten die Schweiz die Veränderungen in den nordafrikanischen Ländern seit einem Jahr begleitet und veranschaulichen den Stand der Programmentwicklung. Politische Direktion, Völkerrechtsdirektion und Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA, sowie das Bundesamt für Migration und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) engagieren sich in Nordafrika für einen erfolgreichen Übergang zur Demokratie und die Sicherung der Menschrechte, für wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie im Bereich von Migration und dem Schutz von Bedürftigen.



Freiwillige Rettungshelfer in marokkanischen Quartieren

Land/Region: Nordafrika (Tunesien, Marokko, Libyen, Ägypten)
Zuständige Organisation: DEZA

In einem Land wie Marokko, wo Naturereignisse schwere Schäden verursachen können, ist rasche Nothilfe entscheidend, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten. Um solche Situationen besser bewältigen zu können, setzen verschiedene marokkanische Städte auf ihre eigenen Einwohnerinnen und Einwohner, die das Rettungsdispositiv bei einer Katastrophe verstärken. Die DEZA unterstützt diesen Ansatz und beteiligt sich an der Ausbildung der freiwilligen Rettungshelferinnen und helfer.




Reform der Sicherheitskräfte als Teil der demokratischen Transition in Nordafrika

Land/Region: Nordafrika (Tunesien, Marokko, Libyen, Ägypten)
Zuständige Organisation: DEZA; Politische Direktion (EDA)

Die Volksaufstände in Nordafrika anfangs 2011 richteten sich nicht zuletzt auch gegen die Sicherheitskräfte, welche die diktatorischen Regimes in Ägypten, Libyen und Tunesien über Jahrzehnte stützten. Entsprechend ist die Neuorientierung der bewaffneten Staatsgewalten eine vordringliche Aufgabe im Hinblick auf eine erfolgreiche demokratische Transition.




Rückerstattung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte

Land/Region: Nordafrika (Tunesien, Libyen, Ägypten)
Zuständige Organisation: Direktion für Völkerrecht; Bundesamt für Justiz; Bundesanwaltschaft

Nachdem der Bundesrat Anfang 2011 umgehend auf die Umwälzungen in der arabischen Welt reagiert und Vermögenswerte gewisser politisch exponierter Personen aus Tunesien, Ägypten und Libyen gesperrt hat, geht es nun darum, die Herkunft dieser Gelder auf gerichtlichem Weg zu klären und unrechtmässig erworbene Vermögenswerte so rasch als möglich an die Herkunftsländer zurückzuerstatten.




Schaffung von Arbeitsplätzen in Fischzucht und -verkauf

Land/Region: Ägypten
Zuständige Organisation: DEZA

Das Projekt WorldFish zielt darauf ab, mit einem armutsmindernden Ansatz in fünf Gliedstaaten Ägyptens ca. 10'000 Stellen in der Wertschöpfungskette der Fischzucht (Aquakultur) zu schaffen. Dabei soll die tiefe Profitabilität durch ertragreichere Fischarten, verbesserte Fütterung und eine Zweitnutzung der Fischteiche für Landwirtschaft in den Wintermonaten verbessert werden.




Folterbekämpfung: Reformen in der Transition

Land/Region: Ägypten
Zuständige Organisation: Politische Direktion (EDA)

Die Bekämpfung der Folter ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt des Schweizerischen Engagements für Menschenrechte in Ägypten. Dieses hat zum Ziel, den Prozess hin zu einem stabilen politischen System, in dem grundlegende Rechte respektiert werden, zu unterstützen.




Stärkung des Sektors «Medizinische und aromatische Pflanzen»

Land/Region: Ägypten
Zuständige Organisation: SECO

Ziel dieses Projekts ist es, den ägyptischen Sektor der «Medizinal- und Aromapflanzen» (MAP) aufzuwerten, und zwar durch Schaffung eines Qualitäts- und Sicherheitssystems, Verbesserung der Sorten, Steigerung der Produktivität, Verminderung der Verluste und Modernisierung der Produktions- und Verarbeitungstechniken. Eine bessere Vermarktung und die Gründung von Exportkonsortien sollen zu höheren Verkaufserlösen und neuen Marktchancen führen.




Transformation der Mediationspraxis

Land/Region: Ägypten
Zuständige Organisation: SECO

Das Projekt wird von der International Finance Corporation (IFC) umgesetzt und soll Mediation als mögliche Methode zur Lösung von wirtschaftlichen und finanziellen Konflikten fördern.




Entfernung von Kriegsmaterialrückständen in Libyen

Land/Region: Libyen
Zuständige Organisation: Politische Direktion (EDA)

Die UNO hat in Libyen früh die Koordination der Bemühungen im Bereich der Entminung und der Entfernung explosiver Kriegsmaterialrückstände übernommen. Zusammen mit den nationalen Behörden und internationalen Nichtregierungsorganisationen werden die explosiven Kriegsmaterialrückstände, inklusive Minen, entschärft und entfernt.




Hilfe für 3‘600 aus Libyen geflüchtete Migrantinnen und Migranten

Land/Region: Libyen
Zuständige Organisation: DEZA; Bundesamt für Migration

Mangelnde Stabilität und anhaltende Gewalt führten im Frühling 2011 zur dramatischen Flucht von rund 14'000 Drittstaatsengehörigen aus Libyen. Viele von ihnen steckten im Grenzraum zu Tunesien, Ägypten, Algerien, Tschad und Niger fest. Die Schweiz unterstützte die Internationale Organisation für Migration finanziell und mit einem humanitären Experten, um die gestrandeten Personen möglichst rasch in ihre Heimatländer zurück zu bringen.


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Schaffung von Arbeitsplätzen in benachteiligten Regionen

Land/Region: Tunesien
Zuständige Organisation: DEZA

Mit dem Projekt I-SEMER (Schweizer Initiative für Beschäftigung und für ländliche Kleinst- und Kleinunternehmen) sollen über einen Zeitraum von drei Jahren 10‘000 Arbeitsplätze für junge Menschen in vier benachteiligten Bezirken Tunesiens geschaffen werden.




Unterstützung der ersten freien Wahlen nach dem Sturz von Ben Ali

Land/Region: Tunesien
Zuständige Organisation: DEZA; Politische Direktion (EDA)

Nach dem Ende der 23-jährigen Diktatur des Ben Ali-Regimes fanden in Tunesien am 23. Oktober 2011 die ersten freien Wahlen statt. Die Schweiz hat die Vorbereitung und Durchführung der Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung auf Anfrage von Tunesien intensiv begleitet.




Bau von zwei Abwasserreinigungsanlagen

Land/Region: Tunesien
Zuständige Organisation: SECO

Dank der Unterstützung des Baus von zwei Abwasserreinigungsanlagen in Thala und Feriana (Bezirk Kasserine) können 40 000 Menschen in den beiden Städten an das Abwassernetz angeschlossen werden.




Cleantech-Projekt

Land/Region: Tunesien
Zuständige Organisation: SECO

Das Projekt für saubere Produktion in Tunesien (PPPT) zielt darauf ab, tunesische Unternehmen auf die heutigen Umweltanforderungen vorzubereiten, einerseits durch eine nachhaltige Ressourcennutzung, andererseits durch einen Umwelttechnologietransfer zugunsten nationaler Fachleute und neue Ausbildungsgänge, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen können.


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Radio Gafsa: Vom «Staatssender» zum «service publique»

Land/Region: Tunesien
Zuständige Organisation: DEZA

Den bisher stark staatlich kontrollierten Medien in Tunesien fehlen Expertise und Erfahrung, um ihre wichtige Rolle in der Transition Richtung Demokratie wahrzunehmen. Die DEZA unterstützt ein Projekt von Fondation Hirondelle, welches den Umbau des staatlichen Regionalsenders «Radio Gafsa» in einen professionellen öffentlichen Informationskanal unterstützt.




Unterstützung für die Betreuung illegaler Migranten und Migrantinnen

Land/Region: Marokko
Zuständige Organisation: DEZA

Aufgrund der strengen Grenzkontrollen Europas bedeutet Marokko für viele Migrantinnen und Migranten die Endstation ihrer Reise. Das Zentrum der Caritas bietet psychologische Betreuung, sichert eine menschenwürdige Grundversorgung und plädiert für die gesellschaftliche und institutionelle Integration der Migranten.


Dossier zur Nordafrika-Strategie

Video: DEZA-Projekt in Tunesien