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«Eine Welt» zum Thema Wirksamkeit

Eine Welt 3/2012
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Grundlagen zur Verbesserung der Wirksamkeit

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Ausgehend von den Millenniumsentwicklungszielen (MDG) überprüfen zahlreiche Länder den Einsatz ihrer Hilfsgelder, um den Entwicklungsbeitrag zu optimieren. Mit den MDG hat die internationale Gemeinschaft zum ersten Mal klar definiert, welche Resultate sie konkret innerhalb von 15 Jahren erreichen will.

Seit Ende der 1990er-Jahre wird national und international intensiv über die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe diskutiert. Dabei geht es vorab um die Frage, ob und wie die durch Steuergelder finanzierte Hilfe die weltweite Armut effektiv und nachhaltig reduziert.

Im Jahr 2000 wurden unter der Federführung der UNO die MDG verabschiedet. Sie bilden den ersten globalen Ansatz zur Bewältigung der grossen Herausforderungen im Entwicklungsbereich. Die MDG definieren nicht nur ehrgeizige Ziele, sondern auch konkrete Indikatoren zur Messung der Ergebnisse. Mit weiteren Abkommen bekräftigte die internationale Gemeinschaft ihren Willen, bei der Vergabe und beim Einsatz der Hilfe neue Wege zu gehen: Die Erklärung von Paris (2005) und das Aktionsprogramm von Accra (2008) wurden von 150 Ländern und internationalen Organisationen verabschiedet. Ziel ist es, die Koordination und die Verteilung der Aufgaben zwischen den Gebern zu verbessern und die Empfänger von öffentlicher Hilfe stärker in die Pflicht zu nehmen.

Ende 2011 fand in Busan das vierte hochrangige Forum zur Wirksamkeit der Entwicklungshilfe statt. Dabei zogen die Unterzeichnerstaaten der Pariser Erklärung und des Aktionsprogramms von Accra (AAA) Bilanz ihres Engagements. Ausserdem einigte sich die internationale Gemeinschaft auf einen gemeinsamen Rahmen, der alle Akteure der Entwicklungszusammenarbeit umfasst: traditionelle Geber, Süd-Süd-Kooperationen, Schwellenländer, Zivilgesellschaft und private Stiftungen. Mit der Erklärung von Busan wurden die Grundlagen für eine neue globale Partnerschaft für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit geschaffen.

Als engagierte Akteurin der internationalen Zusammenarbeit hat die DEZA ihre Entwicklungstätigkeit auf die MDG ausgerichtet, ihre Methoden und Instrumente überprüft und die bilateralen und multilateralen Programme wo nötig angepasst.

Neue Methoden zur Messung der Wirksamkeit

Neu wird die Wirksamkeit eines Projekts nicht mehr nur an einem einzelnen Ergebnis – etwa der Zahl ausgehobener Brunnen in einem Dorf – gemessen, sondern es wird die gesamte Wirkungskette für die Entwicklung berücksichtigt: besserer Zugang zu Trinkwasser, bessere allgemeine Hygiene, positiver Einfluss auf die öffentliche Gesundheit usw.

Wie andere Länder konzentriert sich die Schweiz nicht nur auf die Resultate der einzelnen Projekte, sondern stellt auch die Frage nach dem Einfluss auf die Entwicklung im weiteren Sinn – und zwar in Koordination mit den zuständigen Behörden und den übrigen Entwicklungsakteuren.

Weiterführende Informationen und Dokumente