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Spiel System Blue

Dieses Computerspiel zeigt wie schwer es ist eine effiziente Wasserverteilung in Zentralasien sicherzustellen.

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Wasser für die Nahrungsmittelproduktion - Wasser gegen Hunger und für die Erde

Energie

Ohne Wasser können keine Nahrungsmittel hergestellt werden. Die Nahrungssicherheit führt zwingend über die Bereitstellung von genügend Wasser für die Landwirtschaft. Leider wird das vorhandene Wasser in der Landwirtschaft jedoch noch wenig effizient eingesetzt. Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel belasten zudem die Umwelt und die Konsumenten. Daher legt die DEZA den Schwerpunkt auf die Optimierung der landwirtschaftlichen Methoden und den Schutz von wasserproduzierenden Ökosystemen.

Wissenswertes

«Wir wünschen uns Trinkwasser, von dem wir nicht krank werden, und Wasser für den Gemüseanbau. Heute haben wir zwar Zugang zu Trinkwasser, aber noch nicht genügend Wasser für den Gemüseanbau. Hier ist der Zugang der Frauen zu Boden kein grosses Problem. Wir, die Frauen, wir können von unserem Einkommen leben, wir helfen wenn nötig unseren Ehemännern, wir kümmern uns um unsere Kinder und wir bezahlen die Schule mit den Einkünften aus dem Gemüseanbau. Wir werden in Zukunft noch effizienter produzieren können.»

Korotoumou Kante, Bäuerin aus Mali, Sekretärin CAFO (Koordination der Vereinigungen und NGOs von Frauen)

Die Wasserbewirtschaftung ist für die Umsetzung des ersten Millenniums-Entwicklungsziels – Halbierung von extremer Armut und Hunger bis 2015 – entscheidend. Rund 800 Millionen Menschen in ländlichen Gegenden sind heute betroffen. Bis 2025 wird durch das Zusammenspiel von wachsender Weltbevölkerung und veränderten Ernährungsgewohnheiten die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und daher auch nach Wasser steigen. Dann werden 3 Milliarden Menschen in 14 Ländern unter Wassermangel leiden.

Angesichts der sich beschleunigenden Ressourcenverknappung müssen dringend gemeinsame Strategien zur Nutzung und Bewirtschaftung des Wassers entwickelt werden. So sollte es auch in Entwicklungsländern selbstverständlich sein, dass Sektoren, die grosse Wassermengen verbrauchen und daraus einen Nutzen ziehen, etwa die Landwirtschaft in halbstädtischen Gebieten und die Industrie, für dieses Wasser ebenso wie für andere Produktionsressourcen einen gerechten Preis zahlen.

Nahrungsmittelproduktion und Ressourcenschutz in Einklang bringen
Entscheidend ist deshalb, dass Produktion und Schutz in Ländern, in denen die natürlichen Ressourcen Grundvoraussetzung für Wirtschaftswachstum sind, in Einklang gebracht werden können. Mit den Einnahmen und den richtigen Massnahmen lassen sich die landwirtschaftlichen Methoden verbessern und die wasserproduzierenden Ökosysteme schützen.

Ein französisches Sprichwort sagt, dass es die vielen kleinen Bäche sind, die einen grossen Strom ausmachen. Die Erfahrung hat denn auch gezeigt, dass der Grundwasserspiegel bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Einzugsgebiete und sinnvolleren Bewässerungsmethoden innerhalb von weniger als fünf Jahren wieder wesentlich ansteigt. Die Produktivität pro Wassereinheit lässt sich so verdrei- oder vervierfachen, und wenn aus der Landwirtschaft keine Schadstoffe mehr ins Wasser gelangen, bleibt auch für andere Bereiche noch qualitativ gutes Wasser übrig.

Im Fokus der DEZA: Wassernutzung und -bewirtschaftung optimieren

Durch die Arbeit mit kleinen Betrieben und bestimmten Bevölkerungsgruppen trägt die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit dazu bei, dass die Armut in ländlichen Gegenden, wo 80% der unterernährten Menschen der Welt leben, zurückgeht.

  • Die DEZA engagiert sich stark in trockenen Gebieten und fördert dort eine nachhaltige Landwirtschaft mit Regenwasser, namentlich mit Massnahmen zur Bodenabdeckung, welche die Wasserverdunstung verringern.
  • Auch Kleinbewässerungssysteme, die sich an den Voraussetzungen und der Nachfrage vor Ort orientieren, wie zum Beispiel Wasser-Recyclingsysteme, werden gefördert. Solche Methoden haben den Vorteil, dass sie für Kleinbauern erschwinglich und in einem System mit Selbstversorgung sinnvoll sind.
  • Die DEZA unterstützt auch landwirtschaftliche Forschung zum Thema Wasser und Organisationen von Wassernutzern in ländlichen und halbstädtischen Regionen durch Wissensvermittlung. Die in konkreten Programmen und Projekten gesammelten Erfahrungen leisten einen Beitrag zum nationalen und internationalen Dialog über Wasserpolitik, der sehr wichtig ist und zwischen Staaten, Privatwirtschaft und Gesellschaft geführt werden muss.


Kontaktperson zum Thema: Thomas Zeller

Weiterführende Informationen und Dokumente