
Dieses Computerspiel zeigt wie schwer es ist eine effiziente Wasserverteilung in Zentralasien sicherzustellen.
Spiel
Wasser für die Menschen – Wenn Wasser keine Selbstverständlichkeit ist
Jeden Tag sterben 6000 Kinder unter fünf Jahren wegen mangelnder Hygiene und verunreinigtem Wasser. Diese 6000 Todesfälle pro Tag wären vermeidbar. Zu den wichtigsten Ansatzpunkten gehören für die DEZA die Stärkung der institutionellen Kapazitäten und die Entwicklung der personellen Ressourcen. Sie unterstützt deshalb Projekte, die einen positiven Beitrag zu den nationalen und regionalen Strategien leisten und in Zusammenhang mit zwei Grundpfeilern der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung stehen: Trinkwasser und sanitäre Anlagen.
| • | Fehlendes Trinkwasser und mangelnde Hygiene sind allein für 80% der Krankheiten in den Entwicklungsländern verantwortlich. |
| • | 1,8 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Durchfall infolge von Wassermangel und ungenügender Hygiene. |
| • | 800 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu Trinkwasser; 1,7 Milliarden leben ohne regelmässige Trinkwasserversorgung und einfache sanitäre Anlagen. |
| • | 2,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung. |
Das siebte Millenniums-Entwicklungsziel sieht vor, dass bis 2015 die Zahl der Personen, die keinen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen haben, halbiert wird. Gelingt es der Weltgemeinschaft, dieses Ziel zu erreichen? Die Chancen sind noch intakt, die Lage wird aber immer schwieriger. Falls sich der aktuelle Trend fortsetzt, wird mehr als eine halbe Milliarde Menschen auch dann noch ohne ausreichende Wasser- und Abwasserversorgung leben.
Wenn wir die Abwärtsspirale wirklich umkehren wollen, müssen wir uns zweifellos beeilen. Die Ziele im Bereich von Trinkwasser und sanitären Anlagen sind nur realistisch, wenn Bevölkerung, öffentlicher Sektor und Privatwirtschaft mit vereinten Kräften darauf hinarbeiten. Derzeit ist jedoch nicht nur das 7. Millenniums-Entwicklungsziel in Gefahr, sondern auch die Vorgaben bezüglich Gesundheit, Bildung, Umwelt und Armut scheinen immer weiter in die Ferne zu rücken.
Gegen Verschwendung und Verschmutzung in anfälligen Gebieten
Aus diesem Grund verfolgen zahlreiche Projekte von NGOs, Gemeinschaften und lokalen Regierungen das Ziel, den Zugang zu
Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität zu verbessern und eine umweltgerechte Abwasser- und Abfallentsorgung sicherzustellen. Auf dem Weg zu diesem Ziel gilt es auch, die bereits existierende
Versorgung zu erhalten und zu verbessern. Wenn bestehende Trink- und Abwasseranlagen ungenügend unterhalten und schlecht geführt werden, führt dies zu Verschwendung und Verschmutzung in grossem
Umfang. Wasserknappheit und ein eingeschränkter, ungleich verteilter Zugang wiederum sind Auslöser von gesundheitlichen Problemen und Konflikten. In ländlichen Gebieten und Kleinstädten besteht eine
akute Wasser- und Abwasserproblematik, da die Versorgung schlecht funktioniert und die Bevölkerung äusserst arm ist.
| Im Fokus der DEZA: Nachfrage und Beteiligung der Privatwirtschaft
Die DEZA ist vor allem in ländlichen Gebieten und Kleinstädten tätig, aber im Rahmen von Pilotprojekten auch in einigen armen städtischen Gegenden. Sie geht dabei nach einem nachfrageorientierten Ansatz vor, was auf lokaler Ebene bedeutet, dass eng mit der Privatwirtschaft und den Behörden zusammengearbeitet wird, da nur so die Wasserversorgung sichergestellt werden kann. Nach der Festlegung eines klaren gesetzlichen Rahmens kann der Privatsektor ohne Risiken für die Nutzer aktiv werden. Die Kapazitäten des gesamten «Wassersektors» werden auf diese Weise gestärkt, was nicht nur mit zusätzlichen Einkünften, sondern auch mit einer stärkeren Dezentralisierung einhergeht. Die DEZA setzt sich ein für Rahmenbedingungen, welche die Beteiligung der Privatwirtschaft und namentlich der Kleinversorger erleichtern. Sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene beteiligt sich die DEZA am politischen Dialog zwischen Regierung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, nachhaltige Strategien und Aktionen in den Bereichen Trinkwasser, sanitäre Grundversorgung und Abfallentsorgung zu fördern. Die DEZA will mehr Einfluss nehmen, indem sie die Leitungsmitglieder ihrer Partner sowie wichtige Experten und Netze einbezieht. Beispiele sind das Water and Sanitation Program (WSP), der Water Supply and Sanitation Collaborative Council (WSSCC) und die Global Water Partnership (GWP). |
Kontaktpersonen zum Thema:
Thomas Zeller
François Muenger
Weiterführende Informationen und Dokumente
- Water 2015
Policy Principles and Strategic Guidelines for Integrated Water Resource Management
Download (PDF, 556 KB) : [en] - Sauberes Wasser in Zentralasien - Ein DEZA-Projekt leitet zur Selbsthilfe an
Central Asia Project Briefing
Download (PDF, 900 KB) : [de] [en] [fr] - How Water and Sanitation practices have improved in Bangladesh
Asia Brief - January 2012
Download (PDF, 305 KB) : [en] - Wasser 2015 - Kurzversion
Grundsätze und Leitlininen
Download (PDF, 292 KB) : [de] [en] [fr] [es]
Bestellen - A Human Rights-Based Approach to Water and Sanitation
Briefing Paper
Download (PDF, 475 KB) : [en] - Sanitation: a human rights imperative
Initiative from SDC, UN habitat, Cohre & Water Aid
Download (PDF, 1519 KB) : [en] - Wirkungsbericht: Schweizer Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor
Download (PDF, 659 KB) : [de] [en] [fr] [it]
Bestellen -
Schweizerische Kampagne für die sanitäre Grundversorgung
http://www.siedlungshygiene.ch/ - Das “Schweizer Taschenmesser” für sanitäre Grundversorgung und Wasser!
- 5. Weltwasserforum in Istanbul
- Die Schweiz will die Gleichgültigkeit wegspülen
- Solidarit’eau suisse: Nord-Süd-Partnerschaften, die Quellen zum Sprudeln bringen

