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Die Menschenrechte als wichtigste Waffe gegen die Armut

Menschenrechte_Perou_20006.jpgArmut bedeutet, keinen Zugang zur Grundversorgung zu haben, wie sie in den internationalen Abkommen festgelegt ist und von den meisten Staaten gewährleistet wird. Armut bedeutet somit eine Verletzung der Menschenrechte. Angesichts dieser Realität hat die Stärkung der Menschenrechte der Ärmsten und der Schutz der Menschenrechte in der internationalen Zusammenarbeit einen hohen Stellenwert.

Einige Menschenrechte als Beispiel:

  • Recht auf Leben, auf Freiheit und auf Sicherheit
  • Recht jedes Menschen auf einen ausreichenden Lebensstandard für sich und seine Familie, einschliesslich Nahrung, Kleider und Wohnung
  • Recht jedes Menschen auf den besten erreichbaren körperlichen und mentalen Gesundheitszustand
  • Recht auf Bildung
  • Recht, am kulturellen Leben teilzuhaben
  • Recht auf einen fairen Prozess und Schutz vor willkürlicher Verhaftung oder Inhaftierung.

Unterentwicklung und Armut haben viele Gesichter: Hunger, Krankheiten, Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Unsicherheit, fehlender Zugang zu Trinkwasser und Bildung. Aber auch Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, Alter, Sprache, ethnischer Herkunft oder Religion sind häufig. Die Folgen sind Ausgrenzung, Demütigung und Machtlosigkeit sowie Unsicherheit und Angst vor körperlicher Gewalt.

Der Kampf gegen die Armut muss daher in jedem Fall von zwei Seiten aus geführt werden: Einerseits müssen die Rechte der Ärmsten geltend gemacht und ihre Rolle als aktive BürgerInnen gestärkt werden; andererseits gilt es, die staatlichen Behörden bei der Einhaltung und beim Schutz der Menschenrechte zu unterstützen, und zwar in so vielfältigen Bereichen wie Schulbildung, Gesundheitswesen, Teilnahme an demokratischen Debatten oder Trinkwasserversorgung. Zur Umsetzung dieser Ziele verfolgt die DEZA eine sehr ähnliche Politik wie die UNO.

Im Fokus der DEZA: Rechte wie Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung, Gleichstellung der Geschlechter und Integration von Minderheiten

Vor Ort unterstützt die DEZA Projekte und Programme zur Förderung der zivilen und politischen Rechte, namentlich durch den Zugang zum Rechtssystem, die Demokratisierung und eine Öffnung der Medien. Sie engagiert sich für diese Fragen in so unterschiedlichen Ländern wie Peru, Bolivien, Ruanda, Niger, Bangladesch und Vietnam sowie in sensiblen Regionen wie Balkan, Südafrika, Zentralasien und Naher Osten.

Die DEZA setzt sich auch ein für die Gleichstellung von Frau und Mann, die gesellschaftliche Integration von Minderheiten, die Einhaltung der Rechte von Frauen und Kindern und das Empowerment von Randgruppen in ihrem Kampf gegen Diskriminierungen. Im Kampf gegen HIV/AIDS ruft die DEZA auch in Erinnerung, dass eine medizinische Grundversorgung zu den Menschenrechten gehört.

Auf internationaler Ebene engagiert sich die DEZA für einen stärkeren Einbezug des Menschenrechtsansatzes. In Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen behandelt sie die dringendsten Fragen: Integration der Minderheiten in die Strategien zur Armutsbekämpfung, Aspekte der Dezentralisierung und der Menschenrechte, Dimensionen der Globalisierung und der Menschenrechte oder soziale Gerechtigkeit.

Während oder nach Konflikten unterstützt die DEZA nationale Menschenrechtseinrichtungen, die Flüchtlingen und intern Vertriebenen Schutz bieten. In Afghanistan, Nepal oder Kolumbien zum Beispiel arbeitet die DEZA auch eng mit multilateralen Organisationen wie dem UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte oder dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge zusammen.

Kontaktpersonen zum Thema: Jean-François Cuénod

Weiterführende Informationen und Dokumente

Dokumente
  • DEZA-Menschenrechtspolitik
    Für ein Leben in Würde: Die Rechte der Armen fördern
    Download (PDF, 142 KB) [de]   [en]   [fr]   [it]   [es]  
    Bestellen
  • Evaluation 2004 - SDC’s Human Rights and Rule of Law Guidance Documents
    Influence, Effectiveness and Relevance within SDC
    Download (PDF, 799 KB) [en]  
  • Menschenrechte, Armutsreduktion und nachhaltige Entwicklung
    Die Arbeit der DEZA im Bereich Menschenrechte
    Download (PDF, 75 KB) [de]  
  • Interview with Mary Robinson, former UN High Commissioner for Human Rights
    Progress in the field of Human Rights
    Download (PDF, 45 KB) [en]  
  • Human Rights and Development: Learning from Experiences
    Report of the Capitalisation Conference, 2006
    Download (PDF, 1393 KB) [en]  
  • Interview mit Nataša Kandic, Serbische Menschenrechtlerin
    Aus Anlass der Traverse vom 11. Dezember 2007
    Download (PDF, 100 KB) [de]   [en]   [fr]  

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