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Nichtübertragbare Krankheiten – eine globale Herausforderung

Weltweit sterben drei von fünf Menschen an Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder chronischen Atemwegserkrankungen. Damit sind nichtübertragbare Krankheiten heute die häufigste Todesursache. Die meisten Todesfälle erfolgen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die auch von übertragbaren Krankheiten und anderen Krankheitsursachen betroffen sind. Der rasante Anstieg der nichtübertragbaren Krankheiten wirkt sich negativ auf die Anstrengungen zur Armutsreduktion aus.

Wissenswertes

Fast 80 % der weltweiten Todesfälle aufgrund von nichtübertragbaren Krankheiten kommen in Entwicklungs- und Schwellenländer vor.
Laut Prognosen werden nichtübertragbare Krankheiten bis 2030 die häufigste Todesursache in Afrika sein.

Die Ursachen der nichtübertragbaren Krankheiten betreffen nach Ansicht der DEZA viele Bereiche und erfordern daher einen Gesamtansatz, der soziale, wirtschaftliche und umweltbezogene Gesundheitsfaktoren berücksichtigt.

Nichtübertragbare Krankheiten sind zum Beispiel eine zusätzliche Belastung für die bereits schwachen Gesundheitssysteme und schaden der Wirtschaft, vor allem in den Entwicklungsländern. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt ein Anstieg der Prävalenzrate um 10 % bei den nichtübertragbaren Krankheiten zu einer Verringerung des Wirtschaftswachstums um 0,5 %. Da nichtübertragbare Krankheiten langfristige Therapien erfordern, belasten sie die Gesundheitssysteme auch lange.

Fokus der DEZA:

Stärkung der Gesundheitssysteme

Die DEZA hilft ihren Partnerländern, mehrheitlich Staaten mit niedrigem Einkommen, ihre Gesundheitssysteme zu stärken und die Basisgesundheitsdienste dabei zu unterstützen, mit dem sogenannten «Double Burden of Disease» fertig zu werden: Bewältigung der Auswirkungen nichtübertragbarer Krankheiten sowie der maternalen, perinatalen und ernährungsbedingten Krankheitsursachen. Die von der DEZA unterstützten Programme:

  • legen den Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention als kosteneffektivsten Ansatz;
  • fördern die allgemein zugängliche Früherkennung und Frühdiagnose als integralen Bestandteil der medizinischen Grundversorgung;
  • testen neue Technologien in abgelegenen Gebieten, beispielsweise Telemedizin bei Krebsdiagnosen;
  • betrachten psychische Störungen als nichtübertragbare Krankheiten und beziehen diesen stark vernachlässigten Bereich in die bilateralen Programme ein.

Unterstützung der WHO

Die hohen Kosten zahlreicher Therapien für nichtübertragbare Krankheiten, die Folgen des rasanten Kostenanstiegs bei den neuen Therapien und das für solche Behandlungen erforderliche langfristige Engagement sind eine grosse Herausforderung für Länder mit niedrigem Einkommen. Die DEZA unterstützt deshalb nachhaltige Mechanismen zur Gesundheitsfinanzierung.

Der Gesamtansatz der DEZA umfasst auch Finanzbeiträge an multilaterale Organisationen wie die WHO, die eine führende Rolle bei der Organisation und Koordination der internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten spielt.

Kontaktperson zum Thema: Andreas Loebell

Declaration of the preparation Conference in Moscow

WHO Global Status Report on Noncommunicable diseases 2010

WHO Action Plan on Noncommunicable diseases 2008-13

Weiterführende Informationen und Dokumente

Dokumente
  • Speech Martin Dahinden: Chronic diseases and (health) policy: a global challenge. Basel: 25.08.11
    Swiss Public Health Conference 2011
    Download (PDF, 66 KB) [en]  
  • Ist Globalisierung ansteckend? Was haben „Fortschrittskrankheiten“ in den ärmsten Ländern zu suchen?
    Rede Martin Dahinden, Direktor DEZA am 8. Symposium der schweizerischen Gesundheitszusammenarbeit, Basel, 10. November 2009
    Download (PDF, 39 KB) [de]  

Externe Links
Artikel und Pressemitteilungen