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Die Reduktion des Drucks auf die globalen Wasserressourcen, insbesondere in den Entwicklungsländern, ist ein wichtiger Faktor bei der Sicherung langfristiger Nachhaltigkeit. Unternehmen, die
sich zu einer nachhaltigen Entwicklung bekennen, haben die Verringerung ihres Wasserverbrauchs zu einem zentralen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie erklärt. Daher sind geeignete Methoden zur
Messung des Wasserverbrauchs zunehmend gefragt. Um den Druck auf die Wasserressourcen senken zu können, müssen Unternehmen zuerst einmal ihren «Wasserfussabdruck» kennen.
Der «Wasserfussabdruck» gibt an, wie viel Frischwasser während des Herstellungsprozesses eines Produkts (Gut oder Dienstleistung) benötigt wird. Dabei wird die Gesamtmenge des verbrauchten Wassers
(einschliesslich des Wasserverlusts durch Verdunstung) und/oder des verschmutzten Wassers gemessen. Der Wasserfussabdruck ist geografisch aufgeschlüsselt und umfasst nicht nur die verbrauchte und
verschmutzte Wassermenge, sondern zeigt auch Orte und den saisonalen Wasserverbrauch. Der Wasserfussabdruck eines Unternehmens enthält die gesamte Menge Frischwasser, die für den Betrieb des
Unternehmens erforderlich ist.
Öffentlich-private Partnerschaft mit Schweizer Unternehmen
DEZA ist sich der zunehmenden Bedeutung des Konzepts des Wasserfussabdrucks für Unternehmen, Regierungen und Bevölkerung bewusst. Sie ging deshalb eine öffentlich-private Partnerschaft
mit vier Schweizer Unternehmen ein, um deren Wasserfussabdruck in Kolumbien zu ermitteln. Durch die Messung des Wasserverbrauchs wird in der Fabrik und während des ganzen Produktionsprozesses bis hin
zur endgültigen Verwendung des Endprodukts verstärkt auf den sorgsamen Umgang mit Wasser geachtet. Die Unternehmen haben sich nicht nur vorgenommen, ihren Wasserfussabdruck zu reduzieren, sondern
unterstützen auch Aktivitäten und Projekte, welche die Bevölkerung für einen verantwortlichen Umgang mit Wasser sensibilisieren, dies hauptsächlich in den Gemeinschaften, die sich in der Umgebung
ihrer Anlagen befinden und von diesen betroffen sind.
ISO-Standard für den Wasserfussabdruck
Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist die Verringerung der Wasserfussabdrücke von Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten in Kolumbien durch die Weiterentwicklung eines umsetzbaren
«Wasserfussabdruck-Konzepts» und die Förderung dessen Anwendung und Integration in die öffentliche Politik. Es werden deshalb Resultate angestrebt, die es erlauben, das Konzept auf weitere
Unternehmen in Kolumbien und anderen lateinamerikanischen Staaten anzuwenden. Weitere Ziele sind der Austausch von guten Praktiken und die Unterstützung der Weiterentwicklung und der praktischen
Anwendung des «Wasserfussabdruck-Konzepts» in der ganzen Welt. Im Rahmen dieses Projekts leistet die DEZA einen finanziellen Beitrag an die Entwicklung einer ISO-Norm für den Wasserfussabdruck. Die Idee wurde von der Schweizerischen
Normen-Vereinigung vorgeschlagen und von den ISO-Mitgliedern genehmigt.
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Das Projekt in Kürze
Bereich Globale Zusammenarbeit
Thema Wassernutzung
Land / Region Kolumbien / global
Partner Clariant, Holcim, Nestlé, Syngenta
Andere Schlüsselakteure Quantis, Nationales Zentrum für umweltverträglichere Produktion (Kolumbien), Water Footprint Network
Ausgangslage / Hintergrundinformation Die Verringerung des Drucks auf die globalen Wasserressourcen ist von zentraler Bedeutung für die langfristige Nachhaltigkeit. Geeignete
Methoden zur Messung des Wasserverbrauchs von Unternehmen sind zunehmend gefragt.
Projektziel
• Reduktion und Kompensation der Wasserfussabdrücke von Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten in Kolumbien
• Beitrag zur Entwicklung einer ISO-Norm für den Wasserfussabdruck
Begünstigte Gemeinschaften in der Nähe der Unternehmen, Akteure entlang der Wertschöpfungskette der Unternehmen.
Budget der DEZA
CHF 450'000
Gesamtbudget
CHF 1'050'000
Dauer 01.01.2010 - 31.12.2012
Kontakt DEZA Sektion Wasserinitiativen
Schweizer Kooperationsbüro in
Bogotá |