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Überschwemmungen in Pakistan
Dank finanzieller Unterstützung den Winter überlebt

 DEZA-HA Cash-Projekt Swat-Tal - Verteilung von Checks in Shinko and Bela (UC Bashigram) Oktober – Januar 2010/11

Es war die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte Pakistans, die das Land im Sommer 2010 buchstäblich überschwemmte. Das Hochwasser erstreckte sich 1'500 km entlang des Indus und seiner Zuflüsse. Für die Unterbringung von Obdachlosen während des Winters lancierte die DEZA im Oktober 2010 ein Cash-Projekt im Swat-Tal. Rund 800 Familien erhielten eine finanzielle Überbrückungshilfe und konnten sich so über den Winter helfen.

In Pakistan lösten im Juli und August 2010 tagelange Monsunregen verheerende Überschwemmungen aus. Rund ein Fünftel des Landes und über 20 Millionen Menschen waren vom Hochwasser betroffen. 1700 Menschen verloren ihr Leben. Nach Schätzungen der UNO waren zum Zeitpunkt des höchsten Ausmasses der Überschwemmungen gegen 14 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nach den Soforthilfemassnahmen, die bis in den Oktober anhielten, konzentrierte die DEZA ihre Projekte auf die Überlebenshilfe über den Winter.

Zwei Meter Schnee und kein Dach über dem Kopf

Im Norden Pakistans herrschen im Winter Temperaturen weit unter Null Grad und es liegen ein bis zwei Meter Schnee. Im nordwestlich gelegenen Swat-Tal, das von den Überschwemmungen besonders stark betroffen war, lebten viele Menschen im Oktober 2010 immer noch in Zelten oder in anderen behelfsmässigen Unterkünften. Mit einem Cash-Projekt hat die DEZA ausgewählten Familien die alles verloren hatten über den Winter geholfen.

Wichtige Hilfe für Witwen und alleinerziehende Frauen

In Dorfversammlungen wurde erst eruiert, wer die Hilfe am meisten benötigt. Den Kriterien zufolge wurden Familien unterstützt, deren einziges Haus total zerstört wurde. Priorität erhielten Witwen und alleinerziehende Frauen. 60‘000 Rupien (650 Schweizer Franken) hat die DEZA je an 829 Familien ausbezahlt – das entspricht im Swat-Tal mehr als einem Jahresgehalt. Die Betroffenen bauten mit dem Geld winterfeste Unterkünfte, kauften Feuerholz, Koch- und Heizöfen, warme Decken, Kleider, Schuhe oder Medizin.

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Verteilung von Checks in Shinko und Bela.

Kurzfristige Hilfe mit langfristiger Wirkung

Dank dieser finanziellen Überbrückungshilfe, war es den Betroffenen möglich, ihre bisherigen existenzsichernden Tätigkeiten weiterzuführen. Hätten sie durch den nahenden Winter all ihre Kräfte für eine überlebenssichernde Überwinterung aufwenden müssen, wären ihre langfristigen Einkommensquellen versiegt. Somit wäre eine erhöhte Abhängigkeit der Hilfe von aussen auf längere Sicht entstanden. Es bestand auch die Gefahr, dass Betroffene Grund und Boden zu niedrigen Marktwerten verkaufen, um sich über den Winter zu retten.

Mitsprache und Transparenz

Geld zu verteilen ist nicht unproblematisch. Es gehörte zur Grundvoraussetzung des Cash-Projektes, die Dorfbevölkerung gut mit einzubeziehen. Diese kennt sich gut und die soziale Kontrolle funktioniert. Die von der DEZA und ihren lokalen Partnern vorbereitete Liste der Begünstigten wurde in Dorfversammlungen besprochen. Somit stand eine transparente Liste derjenigen zur Verfügung, welche die Hilfe am nötigsten hatten.

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Das Projekt in Kürze


Bereich
Humanitäre Hilfe
Thema
Cash / Überlebenshilfe
Land/Region
Pakistan – Swat-Tal
Partner
Intercooperation (Schweizer NGO)
NAME-DO (lokale Partnerorganisation)
Ausgangslage / Hintergrundinformationen
In Pakistan lösten im Sommer 2010 massive Monsunregen  zerstörerische Überschwemmungen aus. Das Swat-Tal im Nordwesten des Landes war besonders betroffen. Tausende von Menschen verloren ihr Obdach.
Projektziele
Projektziel
Finanzielle Unterstützung für betroffene Familien im Swat-Tal zur Deckung der Grundbedürfnisse (Unterkunft und Lebensunterhalt) über den Winter 2010/11. 
Zielgruppen
Familien, deren Haus durch die Überschwemmungen vollständig zerstört wurde,witwen und alleinerziehende Frauen.
Kosten
CHF 700‘000
Dauer
Oktober 2010 – März 2011
Kontakt
Abteilung Asien und Amerika
Humanitäre Hilfe und SKH

Weiterführende Informationen und Dokumente