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Reis in der DVR Laos
Erfolgreicher Ausweg aus der Nahrungskrise
Projekt abgeschlossen

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In der DVR Laos bedeutet Selbstversorgung mit Reis Nahrungssicherheit. Dank langfristiger finanzieller Unterstützung durch die DEZA erhielten die Bauern in Laos die Möglichkeit, neue Reissorten anzubauen und den grundlegenden Nahrungsbedarf der Bevölkerung zu decken.


Reis ist in der DVR Laos das wichtigste Grundnahrungsmittel. Auf über 80% der Anbauflächen des Landes wächst Reis, und für rund 95% der Bevölkerung auf dem Land ist die Landwirtschaft die wichtigste Lebensgrundlage. In ländlichen Gebieten ist der Zugang zu Reis der bestimmende Faktor für den Wohlstand der Menschen.

Bis in die 1990er Jahre konnte mit der inländischen Reisproduktion nur etwa die Hälfte der Nachfrage gedeckt werden. Damals wandte sich die Regierung von Laos für Unterstützung im Bereich der Reisforschung ans Internationale Reisinstitut (IRRI) und an die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. Ziel des daraufhin lancierten Projekts war eine nachhaltige Selbstversorgung des Landes mit Reis.

Ein effizienteres nationales Reisforschungsprogramm, produktivere Reissorten und die Ausbildung von Forschungs- und Beratungsfachleuten sorgten dafür, dass das Ziel der Selbstversorgung mit Reis 2006 trotz des hohen Bevölkerungswachstums erreicht wurde.

Ein Schlüsselfaktor dieses Erfolgs war die langfristige finanzielle Unterstützung der DEZA für das Forschungs- und Ausbildungsprojekt LIRRTP (Lao-IRRI Rice Research and Training Project). Die Zusammenarbeit zwischen dem Nationalen Forschungsinstitut für Land- und Forstwirtschaft von Laos (NAFRI) und dem internationalen Reisforschungsinstitut (IRRI) auf den Philippinen ermöglichte es den lokalen Forschungs- und Beratungsinstitutionen, die notwendigen Kapazitäten zur Steigerung der Reisproduktion aufzubauen und sich auf diesem Gebiet als Kompetenzzentren zu etablieren. Die Produktionssteigerungen wurden dabei vor allem durch deutlich höhere Hektarerträge, die Einführung ergiebigerer Sorten und besserer Anbaumethoden sowie durch die Ausweitung der Anbauflächen erzielt.

Infrastrukturhilfe und Schulungen trugen dazu bei, dass das nationale Reisforschungsprogramm NRRP die notwendigen Kapazitäten und strategischen Werkzeuge zur Planung, Umsetzung und zum Monitoring des Reisforschungsprogramms aufbauen und die Ergebnisse Beratungsinstitutionen zur Umsetzung zur Verfügung stellen konnte.

Auf den Versuchsfeldern des IRRI werden neue Reissorten angebaut Erhalt der Artenvielfalt

Die Biodiversität von Reis ist in der VRP Laos so hoch wie an kaum einem anderen Ort auf der Welt. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt, wurde das IRRI-Lao-Projekt 1995 um die Komponente 'Erhalt und Schutz der Artenvielfalt des Reis-Genpools' erweitert. Die Mittel der DEZA dienten dazu, eine Reisgenbank anzulegen, Reis Landsorten in-situ bei Bauern zu erhalten, nationale Fachkräfte zu schulen und eine Gendatenbank zu entwickeln. Diese Komponenten sind für die Entwicklung schädlings- und wetterresistenter Sorten und für langfristige Ertragssteigerungen wesentlich.

Die Reisgenbank enthält 15'800 Saatgutproben einheimischer Landsorten, die von schätzungsweise 8'000 verschiedenen Reissorten stammen. Diese Ressourcen werden im Land und in der Gendatenbank des Internationalen Reisforschungsinstituts IRRI aufbewahrt.

Die Vielfalt an Reissorten ist von unschätzbarem Wert. Dass traditionelle einheimische Sorten gesammelt und erhalten werden, ist für künftige Generationen von Bauern von enormem Interesse, da sie in Zukunft mit neuen Herausforderungen wie einem steigenden Nahrungsbedarf und knapperen Wasserressourcen konfrontiert sein werden.

Körner verschiedener Reissorten Angebot und Nachfrage bei Reis: Die Zukunft bringt neue Herausforderungen

Die Schaffung einer dynamischen, stabilen und marktgerechten Landwirtschaft, die sowohl die Nahrungssicherheit als auch das Einkommen der Bevölkerung verbessert, ist für die VRP Laos eine ständige Herausforderung. Die Nachfrage nach Reis wird in Zukunft substanziell zunehmen, da das Bevölkerungswachstum mit 2,5% pro Jahr das höchste der Region ist.

Damit die Selbstversorgung langfristig gewährleistet ist und die steigende Nachfrage nach Reis infolge des Bevölkerungswachstums gedeckt werden kann, muss die Produktivität weiter verbessert werden.

In Anbetracht der Nahrungsmittelkrise ist es wichtig, dass die Bauern jederzeit Zugang zu verbesserten Reissorten und Bewirtschaftungsmethoden haben, die auch unter schwierigen Bedingungen für stabile Erträge sorgen.

blank Das Projekt in Kürze

Bereich
Sektion Ostasien

Land / Region
Volksrepublik Laos (VRP Laos), Regionen Vientiane und Luang Prabang
Partner
Internationales Reisforschungsinstitut IRRI (Durchführende Organisation);
Nationales Reisforschungsprogramm NRRP (Partner);
Nationales Forschungsinstitut für Land- und Forstwirtschaft NAFRI (Partner);
Ministerium für Land- und Forstwirtschaft: MAF (VRP Laos), Linienorgan

Einführung / Hintergrundinformationen
Reis ist in der VRP Laos das wichtigste Grundnahrungsmittel und der Reisanbau stellt für die Landbevölkerung die Lebensgrundlage dar. Für die Bekämpfung der Armut im Land sind Selbstversorgung und eine effiziente Reisforschung Schlüsselfaktoren.
Projektziel
Die Bauern in der VRP Laos profitieren alle von der Reisforschung des National Rice Research Programme und gelangen zu mehr Wohlstand.

Zielgruppe
Millionen Menschen in ländlichen Gegenden der VRP Laos

Finanzieller Rahmen
Gesamtbudget: von August 1990 bis Dezember 2007:
CHF 24'511'000

Dauer
1990 - 2007
(Ein Folgeprojekt für den Reisanbau in Bergregionen begann 2008)

Kontakt
DEZA, Sektion Ostasien

Wirkung im Land: Von 1990 bis 2004 stieg die nationale Reisproduktion von 1,5 auf 2,5 Mio. Tonnen, d.h. um mehr als 5% pro Jahr.
Wirkung für die Bauernfamilien: Fast ¾ der Haushalte, welche die modernen laotischen Sorten anbauten, waren Selbstversorger oder konnten Reis verkaufen.

Forschung:

Die Bauern wurden in alle Forschungsetappen einbezogen, von der Problemanalyse bis zur Entwicklung neuer Technologien. Dieses Vorgehen bewährte sich und sorgte dafür, dass die im Rahmen des Programms entwickelten Technologien tatsächlich bei den Bauern zum Einsatz kamen.



Weiterführende Informationen und Dokumente