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Lehrkräfte für die Erwachsenenbildung
![]() In allen an diesem Projekt beteiligten Ländern – Burkina Faso, Benin, Niger, Togo, Mali, Haiti und die Demokratische Republik Kongo – sind Dezentralisierungsprozesse im Gange. In diesem Kontext werden verschiedenste Verantwortlichkeiten in so komplexen Bereichen wie Bildung und Gesundheit zu den neuen Gemeinden verlagert. Dies erfordert neue Kompetenzen auf lokaler Ebene. Dazu gehört insbesondere die Kapazität zur Schaffung von Bildungsprogrammen, die sich nicht auf das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen beschränken, sondern auch den gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Realitäten der betroffenen Gemeinschaften Rechnung tragen. Die DEZA entwickelt ein umfassendes, breit angelegtes Konzept zur Grundausbildung, das Menschen jeden Alters einschliesst. Die wichtigsten und dringlichsten Herausforderungen im Entwicklungsprozess können nicht allein von den Kindern gemeistert werden, die heute im Schulalter sind und Zugang zu Bildung haben. Dazu gehören HIV/AIDS und Gesundheit im Allgemeinen, Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, administrative und politische Dezentralisierung oder Zugang zu Informationen insbesondere über die neuen Technologien. Andere Bevölkerungsgruppen, insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, denen das formale Bildungssystem nicht offen stand, sind zur Bewältigung ihres Alltags unbedingt auf die Vermittlung von Wissen angewiesen. Nachdem die DEZA festgestellt hat, wie wichtig Bildung für Erwachsene ist und wie sehr es an kompetenten Personen mangelt, welche diese Aufgabe übernehmen könnten, hat sie sich in diesem Projekt zur Ausbildung von Lehrkräften für die Erwachsenenbildung engagiert. Die Teilnehmenden kommen aus mehreren Ländern der Region und Haiti, und sind in verschiedenen Berufsdisziplinen tätig (Gesundheit, Bildung, Alphabetisierung, lokale Entwicklung). Die DEZA hat an der Universität Ouagadougou einen Lehrgang Erwachsenenbildner/-in lanciert und unterstützt diesen nun. Dabei handelt es sich um einen Abschluss in Erwachsenenentwicklung und -bildung bzw. "Textpädagogik", ein methodischer und konzeptioneller Ansatz, der sich in Lateinamerika, Libanon, in der kongolesischen Provinz Kivu und in Haiti bewährt hat. Im Bestreben um ein nachhaltiges Projekt versucht die DEZA, diese beiden Ausbildungen an der Universität Ouagadougou institutionell zu verankern. Ziel ist es, dass diese Kurse von der Universität längerfristig übernommen und ergänzend in den Universitätslehrgang aufgenommen werden. |
Das Projekt in Kürze Bereich Regionale Zusammenarbeit Land / Region Ouagadougou, Burkina Faso Partner Es sind folgende Partner am Projekt beteiligt: Institut für Entwicklung und Bildung von Erwachsenen, Universität Ouagadougou, Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften der Universität Genf, Projekt für Entwicklung und Bildung von Erwachsenen der belgischen Zusammenarbeit, Programm Alpha der DEZA in Burkina, Vereinigung zur Förderung der nicht-formalen Bildung in Burkina, Enfants du Monde, HEKS. Ausgangslage/ Hintergrundinformationen In den vom Projekt betroffenen Ländern haben viele Erwachsene keinen Zugang zu formaler Bildung (kein Angebot, Armut oder Konflikte). Zudem gibt es kaum qualifizierte Erwachsenenbildner/-innen. Ziel des Projektes Durch die Stärkung der Reflexions- und Analysefähigkeiten der Teilnehmenden sollen Kompetenzen entwickelt werden, die es ermöglichen, zusammen mit den lokalen Partnern Ausbildungsprogramme zu schaffen, die sich mit den aktuellen Herausforderungen in der Entwicklung befassen. Zielgruppe Direkte Begünstigte des Projekts sind Personen, die an der Ausbildung an der Universität Ouagadougou teilnehmen. Die Studierenden kommen aus Burkina Faso, Benin, Niger, Togo, Mali, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo. Indirekte Begünstigte sind die Gemeinschaften, die sozioprofessionellen Vereinigungen und die Bauernorganisationen, denen sie Unterstützung bieten. Finanzieller Rahmen CHF 1'310'000 Laufzeit 01.09.2007-31.08.2010 Kontakt DEZA, Abteilung Westafrika |
