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Die Bedingungen der Kleinbauern in Lateinamerika verbessern
Projekt abgeschlossen


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Der Bund hat während vieler Jahre mit mehreren Programmen die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Zentralamerika unterstützt, mit dem Ziel, zu einer nachhaltigeren Nutzung der natürlichen Ressourcen und einer Verringerung der Armut beizutragen. Gestützt auf vorhandene Evaluationen wurde eine Schätzung der Gesamtwirkung vorgenommen, der zufolge jeder diesbezüglich in Zentralamerika investierte Franken mindestens 5 Franken wirtschaftlichen Nutzen erzeugt.

Rund ein Drittel der Bevölkerung Zentralamerikas lebt in ländlichen Gebieten und widmet sich hauptsächlich der Landwirtschaft. Kleinbäuerliche Strukturen überwiegen. Hauptprodukte sind Mais, Bohnen, Knollengewächse oder auch Gemüse. Seit den Anfängen der Entwicklungs-zusammenarbeit des Bundes in Zentralamerika unterstützt dieser die landwirtschaftliche Beratung und Forschung. Ausgerichtet wird letztere auf Kleinbauernfamilien, da diese zu den ärmsten Schichten der Gesellschaft gehören. Gerade bei Kleinbauern besteht ein grosses Potential zur Einkommenssteigerung – sofern sie ihre Produktion verbessern können, um dadurch einen erweiterten Markt-zugang zu erhalten.

Hauptziele der Beratung und Forschung sind die Sortenver-besserung für Mais, Bohnen und Kartoffeln, die Vermeidung von Nachernteverlusten sowie ein verstärkter Bodenschutz.

Die DEZA hat diese Anliegen in Zusammenarbeit mit relevanten Partnern aus dem Bereich der internationalen und nationalen Agrarforschung sowie kompetenten schweizerischen und lokalen Partnern im Bereich der landwirtschaftlichen Beratung umgesetzt.

Die Untersuchung zeigte für den Zeitraum von 1988 bis 2003 unter anderem folgende Resultate:

  • 260 neue, anbauerprobte Sorten (Mais, Bohnen, Kartoffeln) wurden entwickelt und grossflächig angebaut. Dabei wurden hunderte von Technikern und Agronomen ausgebildet.
  • Gegen 400'000 Metallsilos tragen in Kleinbetrieben zur sicheren Lagerung des Maises und einer deutlichen Reduktion von Nachernteverlusten bei. Rund 1500 Handwerker haben in Zentralamerika durch entsprechende Ausbildung die Fähigkeit erlangt, weitere Silos zu produzieren.
  • Bodenschutz: In Nicaragua haben gegen 100'000 Bauernbetriebe Bodenschutzmassnahmen eingeführt. Gleichzeitig sind 50 lokale Partnerorganisationen im Thema Bodenschutz ausgebildet worden.

Eine Kosten-Nutzen-Schätzung hat ergeben, dass jeder eingesetzte Franken aufgrund der verbesserten Sorten sowie des Ernte- und Bodenschutzes mindestens 5 Franken wirtschaftlichen Nutzen erzeugt hat. In der untersuchten Periode (15 Jahre) hat die DEZA rund 75 Millionen Franken eingesetzt, während die beteiligten Partner einen Betrag in gleicher Grössenordnung investiert haben. Die quantifizierbare Gesamtwirkung hat einen wirtschaftlichen Nutzen von geschätzten 850 Millionen Franken erreicht. Darin sind die weitreichenden und langfristigen Effekte der Ausbildungen nicht berücksichtigt.

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Das Projekt in Kürze

Bereich
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit


Land / Region
Zentralamerika


Partner
Internationale und nationale Agrarforschungsinstitute, schweizerische und lokale Beratungsorganisationen


Ausgangslage/
Hintergrundinformationen

Produktions- und Vermarktungsprobleme sowie die Bedrohung der ökologischen Nachhaltigkeit haben die Armut von Kleinbauernfamilien verschärft.


Ziel des Projektes
Förderung einer nachhaltigen kleinbäuerlichen Landwirtschaft

Zielgruppe
Kleinbäuerliche Bevölkerung in Zentralamerika


Finanzieller Rahmen
ca. 70 Mio.


Laufzeit
1977-2002


Kontakt
cosude.amlat@deza.admin.ch

Weiterführende Informationen und Dokumente