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Kulturförderung im Kaukasus
Neues Leben für Filmschaffen
Projekt abgeschlossen
![]() Mit dem Projekt „Avanti“ hat die DEZA dem Filmschaffen im Südkaukasus neues Leben eingehaucht. Die 47 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, die das Projekt seit 2003 ermöglicht hat, stimulieren das Kulturschaffen in der Region. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war das traditionsreiche südkaukasische Filmschaffen praktisch zum Erliegen gekommen. Staatliche Fördergelder blieben aus, institutionelle Kapazitäten gingen verloren, während gleichzeitig die technischen Anforderungen an die Filmproduktion stiegen. Um dem
Filmschaffen im Südkaukasus wieder auf die Beine zu helfen und die multikulturelle Identität der Region zu stärken, lancierte die DEZA zusammen mit der in Lausanne ansässigen Stiftung Focal das
Projekt "Avanti": Junge Filmschaffende aus der Region wurden vom Verfassen des Drehbuchs bis hin zur Nachbearbeitung des geschnittenen Filmmaterials fachlich begleitet und kompetent geschult. Auch
Rechtsfragen, die für das Filmgeschäft unter marktwirtschaftlichen Bedingungen relevant sind (Copyright etc.), standen auf dem Kursprogramm. Das Projekt „Avanti“ ermöglichte die Realisierung von über
47 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen in Georgien, Armenien und Aserbaidschan.Vielfältige Filmproduktion Tako Tatishvili, Direktorin der Filmorganisation IFA-SC ("Independent Filmmakers Association - South Caucasus") ist mit der geleisteten Arbeit sehr zufrieden: "Die Tatsache, dass wir heute neue Trainingsprogramme für Filmschaffende im Südkaukasus durchführen und stolz darauf sein können, im Filmbereich auf zwischenstaatlicher Ebene zusammenzuarbeiten, verdanken wir der Initiative von Focal." Für Denis Rabaglia, Schweizer Filmschaffender und Berater des Projektes Avanti, sind die realisierten Filme so vielseitig wie der Südkaukasus selber. Einen Einblick in diese Vielfalt ermöglicht die von Focal produzierte DVD SHORT FILMS COLLECTION FROM SOUTH CAUCASUS. Sie enthält zwei Komödien und ein persönliches Drama aus Georgien, einen Experimentalfilm aus Aserbaidschan sowie eine Kriegsparabel aus Armenien. 2008 werden im
Rahmen von „Avanti“ zudem drei Spielfilme fertig gestellt, wovon mindestens einer auch in die Schweizer Kinos kommt: Der Streifen CHNCHIK des Armeniers Aram Shahbazyan erzählt eine dunkle Fabel über
ein buckliges Mädchen vom Lande. Ebenfalls aus Armenien stammt das Werk BONDED PARALLELS von Hovhannes Galstyan. Dieses Oeuvre thematisiert eine vielschichtig angelegte Reise, welche sich räumlich
zwischen Armenien und Norwegen und zeitlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit abspielt. Der aserbaidschanische Film THE 40TH DOOR von Elchin Musa Oglu schliesslich schildert den von Gewalt
geprägten Alltag eines Strassenkindes in Baku.Gründung einer unabhängigen Filmorganisation sichert Nachhaltigkeit Im Juni 2007 übertrug die Stiftung Focal ihre Aufgaben an die im Mai 2005 gegründete Filmorganisation IFA-SC ("Independent Filmmakers Association - South Caucasus"). Dies geschah im Rahmen einer internationalen Filmkonferenz in Tiflis, an welcher über 150 Filmschaffende teilnahmen. Für Lorenzo Amberg, Schweizer Botschafter in Tiflis ist die Gründung der IFA-SC eine Erfolgsgeschichte: “Die Zusammenarbeit der Schweiz mit Georgien, Armenien und Aserbaidschan im Bereich des Filmschaffens ist das Flaggschiff unserer kulturellen Beziehungen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildung von Institutionen und zur Durchführung regionaler Projekte." Die DEZA wird die Aktivitäten der IFA-SC noch bis ins Jahr 2009 finanziell unterstützen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stimulierung qualitativ hochwertiger Filmproduktion im Südkaukasus und zur Verstärkung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region. |
Das Projekt in Kürze Bereich Zusammenarbeit mit Osteuropa Land Südkaukasus Partner Filmmakers' Association South Caucasus (IFA-SC), Kultusministerien von Armenien, Aserbaidschan und Georgien Projektziel Förderung des kulturellen Austausch und damit auch Stärkung der multikulturellen Identität des Südkaukasus. Zielgruppe Unabhängige Filmschaffende im Südkaukasus Dauer 1. Juli 2007 - 30. Juni 2009 (Phase 5) Phasen 1-4: 1. Oktober 2002 - 30. Juni 2007 Finanzieller Rahmen CHF 645'000 (aktuelle Projektphase) Kontakt DEZA Sektion GUS Freiburgstrasse 130 3003 Bern Tel: +41 31 322 55 89 E-Mail: gus_oza@deza.admin.ch |
Weiterführende Informationen und Dokumente
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Focal Avanti
A program to support the South Caucasian film community on creative, legeal and technical levelshttp://www.focal.ch/avanti/

Um dem
Filmschaffen im Südkaukasus wieder auf die Beine zu helfen und die multikulturelle Identität der Region zu stärken, lancierte die DEZA zusammen mit der in Lausanne ansässigen Stiftung Focal das
Projekt "Avanti": Junge Filmschaffende aus der Region wurden vom Verfassen des Drehbuchs bis hin zur Nachbearbeitung des geschnittenen Filmmaterials fachlich begleitet und kompetent geschult. Auch
Rechtsfragen, die für das Filmgeschäft unter marktwirtschaftlichen Bedingungen relevant sind (Copyright etc.), standen auf dem Kursprogramm. Das Projekt „Avanti“ ermöglichte die Realisierung von über
47 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen in Georgien, Armenien und Aserbaidschan.
2008 werden im
Rahmen von „Avanti“ zudem drei Spielfilme fertig gestellt, wovon mindestens einer auch in die Schweizer Kinos kommt: Der Streifen CHNCHIK des Armeniers Aram Shahbazyan erzählt eine dunkle Fabel über
ein buckliges Mädchen vom Lande. Ebenfalls aus Armenien stammt das Werk BONDED PARALLELS von Hovhannes Galstyan. Dieses Oeuvre thematisiert eine vielschichtig angelegte Reise, welche sich räumlich
zwischen Armenien und Norwegen und zeitlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit abspielt. Der aserbaidschanische Film THE 40TH DOOR von Elchin Musa Oglu schliesslich schildert den von Gewalt
geprägten Alltag eines Strassenkindes in Baku.