Förderung einer nachhaltigen lokalen Wirtschaft in Kuba
Vergrösserung des Angebots an lokal hergestellten, ökologischen Baumaterialien
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Das unter der Leitung des Zentrums für Forschung und Entwicklung im Bereich Bautechnik und -materialien (CIDEM) durchgeführte Projekt will durch die Förderung einer nachhaltigen lokalen Wirtschaft die Umweltbelastung vermindern. Die Bambusfabrik trug massgeblich zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Männern in verschiedenen Gemeinden Kubas bei. Die DEZA hat sich mit 59% an den Projektkosten beteiligt. Weitere Beiträge stammen von anderen Organisationen. CIDEM richtete seine Arbeit in den 1980er-Jahren neu aus als Reaktion auf den Zusammenbruch des sozialistischen Blocks und auf die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels, um der Krise im
zentralistisch organisierten Wohnbausektor zu begegnen. Die Grundidee von CIDEM beruhte auf einer industriellen Vorfertigung von Baumaterialien. as Forschungszentrum entwickelte für Gemeinden, die in
Regionen mit erhöhtem Naturkatastrophenrisiko liegen, ein neuartiges Produktions- und Vermarktungssystem für ökologische Baumaterialien. In der ersten Projektphase wurden die Bedingungen für die Entwicklung und Verbreitung dieser Methode geschaffen. Im Mittelpunkt stehen ökologische Materialien, die mit wenig Energie und häufig aus
rezyklierbaren Bauabfällen hergestellt werden. Diese Phase, die sich von 2000 bis 2005 erstreckte, wurde im Rahmen eines Süd-Süd-Projekts umgesetzt. Die verwendeten Maschinen und das Knowhow stammten aus Kuba und aus weiteren
lateinamerikanischen Ländern. CIDEM erhielt für seine Arbeit den «World Habitat Award» der Vereinten Nationen, der von der «Building and Social Housing Foundation» verliehen wird. Mit diesem Vertrauensbonus konnten sich das Zentrum und das Netzwerk, das die Aktivitäten begleitet, besser mit der wirtschaftlichen Situation Kubas (2009–2010) auseinandersetzen. Denn die
anhaltende Liquiditätskrise wirkte sich auch nachteilig auf das Projekt aus. Von den 2010 eingeleiteten Veränderungen des kubanischen Wirtschaftsmodells – Förderung der Arbeit auf eigene Rechnung,
Förderung von Genossenschaften in der Landwirtschaft und in anderen Sektoren, Dezentralisierung und Delegation von Kompetenzen an die Gemeinden usw. – profitierte auch das CIDEM-Projekt. Umsetzung auf Gemeindeebene Die zweite Projektphase konzentrierte sich hauptsächlich auf die nationale Verbreitung der in den drei Provinzen des Landes gewonnenen Erfahrungen während der Pilotphase. Weitere wichtige Schritte waren die Dezentralisierung im Bereich der Herstellung von ökologischem Baumaterial, der Einbezug der Bevölkerung und der lokalen Behörden sowie die Schaffung neuer
Arbeitsplätze.Heute werden folgende Produkte vermarktet: Möbel aus Bambus, handwerkliche Artikel, Brennmaterial für die Herstellung von Ziegelsteinen sowie Artikel für Holzarbeiten im
Wohnungsbau.
Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bevölkerung
Auswirkungen auf die Umwelt
Auswirkungen auf die Produktion
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Das Projekt in Kürze Thema Umwelt Land / Region Kuba Partner Zentrum für Forschung und Entwicklung im Bereich Bautechnik und -materialien (CIDEM) Landwirtschaftsministerium Kubas (MINAGRI) CIDEM erhielt für seine Arbeit den «World Habitat Award» Kubanische Kleinbauernvereinigung (ANAP) Integrale forstwirtschaftliche Betriebe (EFI) Nationale Vereinigung der Architekten und Bauingenieure Kubas (UNAICC) Universitäten der Provinzen Pinar del Río, Villa Clara, Granma und Santiago de Cuba Ausgangslage/ Hintergrundinformationen Die Wirtschaftskrise nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Blocks Ende der 1980er-Jahre stimulierte die Suche nach wirtschaftlich, ökologisch und sozial vertretbaren Alternativen für die Herstellung und Vermarktung von Baumaterial. Von den Veränderungen des kubanischen Wirtschaftsmodells profitiert nun auch das Projekt. Projektziel Verminderung der Umweltbelastung in verschiedenen Regionen des Landes durch eine nachhaltige lokale Wirtschaft. Verwendung von Bambus für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung in ländlichen und halbstädtischen Gemeinden. Zielgruppe 145000 Personen, 53 Gemeinden in 7 der 15 Provinzen des Landes Kosten CHF 1,79 Millionen Dauer 2005 - Juni 2011 Kontakt Fernando Martirena (CIDEM)f.martirena@enet.cu |
Weiterführende Informationen und Dokumente
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Ecosur: Red para el hábitat económico y ecológico
http://www.ecosur.org/ -
Universidad Central Marta Abreu de Villa Clara
http://www.uclv.edu.cu/ -
Asociación Cubana de Técnicos Agrícolas y Forestales
http://www.actaf.co.cu -
Unión Nacional de Arquitectos e Ingenieros de la Construcción de Cuba
http://www.unaicc.cu/ - Internationale Auszeichnung für ein kubanisches Institut, das von der DEZA unterstützt wird
- DEZA-Projekt in Kuba erhält internationale Auszeichnung
- Ziegel aus Bambusfasern und blaue Kartoffeln: Internationale Preise für DEZA-Projekte
- Kuba
Seit 1997 leistet die Schweiz in Kuba humanitäre Hilfe, insbesondere im medizinischen Bereich. Ende ...



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Dank den konkreten Ergebnissen dieses Projekts
genehmigte das Landwirtschaftsministerium Kubas das nationale Bambusprogramm, das nun landesweit umgesetzt wird. Bis 2014 sollen sich 80 Gemeinden aus 14 Provinzen an diesem Programm beteiligen und
insgesamt 20000 ha Bambus anpflanzen. Das Projekt hat auch verschiedene positive Auswirkungen auf die Umwelt: Wiederaufforstung, CO2-Bindung aus der Luft, Rückgewinnung von Böden und
Schutz der Wassereinzugsgebiete. Aufgrund dieser Erfolge nahm der Nationale Rat für Wassereinzugsgebiete die Wiederaufforstung mit Bambus in sein nationales Programm zur Rückgewinnung von
Wassereinzugsgebieten (bis 2010) auf.