Berufsbildungsprogramm Peru
Erfolgsmodell für den Zugang zum Arbeitsmarkt
Projekt abgeschlossen
![]() Zwei Drittel der Bevölkerung Perus im erwerbsfähigen Alter sind arbeitslos oder unterbeschäftigt, ein Grund dafür ist die mangelhafte Berufsbildung. Dem DEZA Berufsbildungs-programm "Centro de Servicios para la Capacitación Laboral y el Desarrollo (CAPLAB)" in Peru ist es in kurzer Zeit gelungen, in Zusammenarbeit mit dem Arbeits- und Bildungsministerium, Ausbildungszentren und privaten Betrieben, ein auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtetes Berufsbildungsmodell für sozial benachteiligte Jugendliche und Frauen zu entwickeln. Jugendliche ohne Schulabschluss oder Frauen ohne Ausbildung besitzen in Peru kaum Perspektiven. Die einzige Möglichkeit, sich technische Kompetenzen anzueignen, ist der Besuch eines der 1000 Berufsbildungszentren des Erziehungsministeriums. Anders als private Schulen sind diese Institutionen gratis und die Aufnahme-bedingungen leicht zu erfüllen. Dadurch sind sie auch ärmeren Menschen zugänglich. Doch das Unterrichtsniveau ist tief und ihr Ruf bei den Arbeitgebern eher schlecht. Berufliche Qualifizierung für Jugendliche und Frauen Die Resultate des Erfolgsmodells CAPLABDie peruanische Regierung ist vom Erfolg des Modells überzeugt und ist im Begriff, es mit Unterstützung der DEZA in der nationalen Berufsbildungs- und Arbeitsmarktpolitik zu verankern. Metallverarbeitung, Schreinerei und Nahrungsmittel wurden inzwischen aufgebaut. Gesamthaft haben bereits 8000 Teilnehmer die Ausbildung absolviert. Rund die Hälfte davon fand sofort eine Beschäftigung in einem Betrieb. Ehemalige Absolventen kehren regelmäßig für eine berufsbegleitende Weiterbildung zurück. Erfolgsfaktoren sind beispielsweise die modular aufgebauten Lehrgänge, die der spezifischen Situation der sozial benachteiligten Jugendlichen Rechnung trägt. Auch die Lehrerfortbildung trägt zum Erfolg bei: annähernd 4700 Lehrkräfte wurden bisher aus- und weitergebildet und wenden das Modell CAPLAB erfolgreich an. Ein weitere wichtige Komponente des Programms ist die Förderung der Stellenvermittlung: 52 Stellenvermittlungsbüros, die nicht nur den Schülerinnen und Schülern der Berufsbildungszentren offen stehen, erleichtern den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Durch ein Franchising und das Weitergeben der Erfahrungen an neue Pilotregionen, auch in ländlichen Gebieten, ist die Zahl der Berufsbildungszentren die das erfolgreiche Modell einsetzen weiter im Steigen begriffen. Eine kürzlich erfolgte Wirkungsstudie hat nachgewiesen, dass mehr als die Hälfte der Absolventen der Ausbildungskurse von CAPLAB eine feste und auf sie zugeschnittene Beschäftigung in einem Betrieb findet (in der Vergleichgruppe waren es nur 20%) und sich rund 15% selbständig machen. Sie profitieren auch von besseren Arbeitsbedingungen wie höhere Löhne und soziale Sicherheiten, was sich positiv auf die Lebensbedingungen und -perspektiven ihrer Familien auswirkt. |
Das Projekt in Kürze Bereich Regionale Zusammenarbeit Land Peru Partner Erziehungsministerium, Arbeitsministerium Implementierende Organisation: Centro de Servicios para la Capacitación Laboral y el Desarrollo (CAPLAB) Projektziel Ziel des 1996 gestarteten Programms CAPLAB ist es einerseits, Jugendlichen und Frauen eine ihrer Lebenssituation angepasste berufliche Qualifizierung zu bieten. Andererseits muss die Berufsausbildung der Realität des Arbeitsmarktes und den Anforderungen der jeweiligen regionalen Wirtschaftsstruktur entsprechen. Zielgruppe Jugendliche und Frauen Dauer 1996 – 2008 Finanzieller Rahmen Ausgaben 2006-08: CHF 2,2 Mio (ohne Eigenleistungen der Partner) Kontakt DEZA , Abteilung Lateinamerika |
