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Mali
Mobile Schulen in einem Konfliktkontext


Schülerinnen und Schüler von mobilen Schulen im Nigerdelta

Um den Kindern nomadischer Gemeinschaften im Norden Malis eine gute Ausbildung zu ermöglichen, unterstützt die DEZA die mobilen Schulen trotz der bewaffneten Konflikte auch weiterhin.

Über ihr Programm zur Förderung der Dezentralisierung in der Bildung unterstützt die DEZA die Bevölkerungsgruppen der Bozo, Peul und Tuarag mit mobilen Schulen, die so konzipiert sind, dass die Lehrkräfte mitsamt dem Mobiliar den Herdewanderungen folgen können.

Diese Gemeinschaften sind von den Auswirkungen des Konflikts im Norden des Landes direkt betroffen. Trotz des fragilen und unsicheren Kontexts unterstützt die DEZA die 25 mobilen Schulen für Nomaden im Nigerdelta auch weiterhin. Hier werden über 1200 Kinder (darunter 700 Mädchen) unterrichtet.

8 Schulen für Nomadenkinder in Mauretanien
Die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Norden Malis führten zu Tausenden Vertriebenen. Dazu gehören auch die Tuaregkinder der 8 mobilen Schulen, die von der DEZA unterstützt werden. Sie flüchteten mit ihren Angehörigen nach M'Berra in Mauretanien. Damit sie weiterhin in die Schule gehen können, engagierte das Programm Lehrkräfte und den Animator für soziale Mobilisierung, die selbst flüchten mussten.

Sie haben sich mit der Unterstützung der humanitären Organisationen und der Schulkomitees so organisiert, dass der Unterricht unter möglichst guten Bedingungen erteilt werden kann. Das Programm verfolgt die Entwicklung sehr aufmerksam, um die Lernaktivitäten der Kinder zu unterstützen und ihnen den Abschluss ihrer Schulbildung zu ermöglichen.

17 Nomadenschulen entlang dem Niger
Ausserdem gründete das Programm im Nigerdelta 17 mobile Schulen, wo die Kinder den Unterricht ohne allzu grosse Schwierigkeiten fortsetzen können. Mangels Unterstützung der Behörden des Bildungsministeriums setzt das Programm auf einen lokalen pädagogischen Berater, der die Schulen begleitet.

Damit die lokalen Akteure ihre Verantwortung im Bereich der Leitung der mobilen Schulen besser wahrnehmen können, plant das Programm zudem Kurse zu zentralen Erziehungsfragen, die sich an Elternvereinigungen und Mitglieder von Schulräten richten. Sie sollen es diesen ermöglichen, Initiativen vorzuschlagen, die auf die Bedürfnisse der Gemeinschaften zugeschnitten sind.

Das Projekt in Kürze

Bereich
Regionale Zusammenarbeit

Thema
Bildung, Mobilität, Konflikt
Land
Norden Malis
Partner
Centre International d’Expertises et de Formation (CIEF – GmbH)
NGO Delta Survie
Ausgangslage / Hintergrundinformation
In der politischen Krise, die Anfang März 2012 in Mali ausbrach, kommt den mobilen Schulen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Unterrichts zu.
Ziel des Projektes
Schaffung von mobilen Schulen, die auf die Bedürfnisse gewisser ethnischer Gruppen im Norden Malis zugeschnitten sind.
Zielgruppe
Nomadenvölker Bozo, Peul und Tuareg
Finanzieller Rahmen
Rund 3000 000 CHF

Laufzeit
1.1.2010 bis 13.12.2013
Kontakt
bamako@sdc.net

Weiterführende Informationen und Dokumente