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Projektübersicht

Renovation von Schulen in Nordjordanien
Syrische Flüchtlingskinder besuchen den Unterricht in kinderfreundlichen Schulen

Fotomontage: Beschädigte Fassade und kaputte Fenster und Fliesen links, renovierte Fassade und saniertes Klassenzimmer rechts.
Vor und nach den Sanierungsarbeiten. (© DEZA)

Etwa 6000 Kinder, darunter syrische Flüchtlingskinder, profitieren von der Renovation von acht Schulgebäuden in Jordanien. Mit diesem Projekt unterstützen die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein das Programm der jordanischen Regierung für den Schulunterhalt und sorgen dafür, dass syrische und jordanische Schulkinder ein kinderfreundliches Umfeld vorfinden.

In Jordanien leben rund 280’000 syrische Flüchtlinge. Mindestens die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben zu Hause und auf der Flucht Schreckliches erlebt, gehen seit Monaten nicht mehr in die Schule, haben den normalen Lebensrhythmus und die normale Tagesstruktur verloren.

In Zusammenarbeit mit dem jordanischen Erziehungsministerium renoviert die DEZA acht Schulen in der Nähe des Flüchtlingslagers Saatari in Nordjordanien. Das Projekt wird von der liechtensteinischen Regierung mitfinanziert. Gleichzeitig unterstützt die DEZA das Ministerium bei der Entwicklung eines Programms für den Schulunterhalt und stellt dringend benötigtes Mobiliar zur Verfügung.

Die DEZA sieht sich in Jordanien mit zwei Problemen konfrontiert:

  1. Viele der nach Jordanien geflohenen Menschen leiden wirtschaftliche Not, richten sich aber auf einen längeren Aufenthalt ein. Sie haben keine Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr und müssen Geld für den Lebensunterhalt verdienen. Laut UNICEF nimmt mit zunehmendem Druck auf die Familien auch die Kinderarbeit zu. Kinder arbeiten, statt den Schulunterricht zu besuchen, obwohl sie freien Zugang zu jordanischen Schulen haben. .
  2. Viele jordanische Schulen sind kaum mehr für den normalen Unterricht geeignet, da sie als Flüchtlingsunterkünfte genutzt wurden oder werden.

Zwei Schülerinnen in blauer Uniform im Klassenzimmer.
Schülerinnen verschieben die Pulte, damit der Boden des Klassenzimmers gereinigt werden kann. (© DEZA)

«Alles ist so schön und neu»
Die DEZA renoviert daher im Norden Jordaniens, wo sich sehr viele Flüchtlinge aufhalten, acht Schulgebäude: Sie werden wieder möbliert und kinderfreundlich hergerichtet. Nach der Renovation können rund 6000 syrische und jordanische Schüler und Schülerinnen (41% der Schulpflichtigen sind Mädchen) wieder zur Schule gehen. Buschra, ein Flüchtlingsmädchen aus Daraa, einer Stadt im Südwesten Syriens nahe an der jordanischen Grenze, freut sich über die neue Schule: «Ich bin glücklich, wieder in die Schule gehen zu können. Alles ist so schön und neu!»

Das verbesserte Umfeld soll ihnen das Lernen erleichtern und schulische Fortschritte ermöglichen. Schultaschen und Schreibmaterial wurden gratis abgegeben, um die Familienbudgets zu entlasten und der Kinderarbeit vorzubeugen. 

Sanierte Schule in Ramtha, November 2012.
Sanierte Schule in Ramtha, November 2012. (© DEZA)

Unterstützung durch die Schweiz und Liechtenstein
Mahmud Chatib, Leiter einer Knabenschule in Ramtha, sagt: «Die Schule wurde umfassend renoviert. Die Zentralheizung, die elektrischen Leitungen und die sanitären Einrichtungen wurden instandgesetzt. Diese Arbeiten haben das allgemeine Klima an der Schule verbessert. Wir haben auch eine Sensibilisierungskampagne gestartet, um die Schüler am Unterhalt ihrer Schule zu beteiligen. Wir machen das ja für sie, damit sie sich wohl fühlen.»

Mit diesem Projekt unterstützen die DEZA, UNICEF und das Fürstentum Liechtenstein gleichzeitig auch das Unterhaltsprogramm der jordanischen Regierung für Schulen. Das Budget von 300'000 CHF wurde aufgrund von Erfahrungen der DEZA in ähnlichen Situationen berechnet.

Vor Ort wird das Projekt vom jordanischen Erziehungsministerium in enger Zusammenarbeit mit dem DEZA-Büro in Amman umgesetzt.


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Das Projekt in Kürze

Bereich
Humanitäre Hilfe

Thema
Rehabilitation von Schulen
Flüchtlingshilfe
Land/Region
Naher u.Mittlerer Osten/Jordanien
Partner
Das jordanische Erziehungsministerium

Ausgangslage
Zu den Zielen der DEZA in der Region gehören «Schutz» und «Basisdienstleistungen», sowie Lebensgrundlagen für verletzliche Bevölkerungsgruppen wie Flüchtlinge oder Binnenvertriebene. Durch die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre Rechte besser wahrzunehmen und sich in der Umgebung, in der sie Schutz gesucht haben, besser zurechtzufinden. 
Projektziele
  • Schaffung eines gesunden, kinderfreundlichen und schülergerechten Lernumfelds für 6000jordanische und syrische Kinder in 8 Schulen im Norden Jordaniens (Ramtha und Mafraq)
  • Förderung der Einschulung von syrischen Flüchtlingskindern

Zielgruppen
Jordanische und syrische Schülerinnen und Schüler und ihre Familien
Jordanisches Erziehungsministerium
Kosten
300'000 CHF
Dauer
1.6.2012 to 31.3.2013
Kontakt
SDC regional cooperation office in Jordan

Weiterführende Informationen und Dokumente