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Bau von sturmsicheren Schulen in Myanmar 
Zurück zur Schule – in Gebäuden, die Schutz vor Naturkatastrophen bieten

Kinder auf der Veranda der Schule. [© DEZA]
Bis Mitte 2013 werden 40 solche Schulen für 7250 Kinder gebaut.

In dem vom Zyklon Nargis verwüsteten Irrawaddy-Delta in Myanmar wurde der Zugang zur formellen Bildung wieder hergestellt. Die ersten 30 ständigen Primarschulen mit Sturmunterkunft wurden fertiggestellt: Die Kinder können wieder zur Schule gehen, und die Gemeinden haben einen Zufluchtsort im Falle von Naturkatastrophen. Der Bau der restlichen 10 sturmsicheren Schulen wurde 2012 in Angriff genommen.

Im Mai 2008 verwüstete der Tropensturm Nargis weite Teile des tief gelegenen Irrawaddy-Deltas. Dabei wurden rund 140’000 Menschen getötet und über 2000 Schulen zerstört oder beschädigt. Etwa 2,5 Millionen Menschen benötigten Hilfe. Die Ernährungssicherheit der meisten Gemeinden in diesem Delta war schon vor dem Zyklon saisonalen Schwankungen unterworfen. Dank der Unterstützung der internationalen humanitären Gemeinschaft konnte Nothilfe geleistet und die Infrastruktur wieder instand gestellt werden. Der Wiederaufbau der Infrastruktur für die formelle Bildung erfordert jedoch längerfristige Unterstützung. 

Grafik des Projekts. [© DEZA]
Schulen bieten Schutz bei Naturkatastrophen.

Schulen als Schutzunterkünfte bei Wirbelstürmen
Das Projekt kombiniert Katastrophenvorsorge und Verbesserung der Grundbildung. Die sturmsicheren Schulen haben 2 Stockwerke: Der obere Stock mit Veranda und Klassenzimmern dient gleichzeitig als Schutzunterkunft der Gemeinde bei Naturkatastrophen. Der untere Stock kann für zusätzliche Klassenzimmer oder Gemeindeversammlungen genutzt werden. 

Jede Sturmunterkunft bietet Platz für 700 bis 1000 Personen und verfügt über eine Wasserversorgung mit Tanks und Trinkwasserfiltern. Es gibt getrennte Toiletten für Mädchen und Buben zum Schutz der Privatsphäre.

Die Gemeinden werden von Anfang an einbezogen, um ihre Eigenverantwortung zu stärken. Vor, während und nach dem Bau werden mehrere Sitzungen mit Dorf- und Schulgemeinden organisiert, wo über die Planung des Schulhofs, das Pflanzen von Bäumen und die Abfallentsorgung gesprochen wird. Die Gemeinschaften erhalten auch eine Ausbildung im Bereich Infrastrukturunterhalt, Katastrophenschutz sowie Gesundheit und Umweltschutz. Dadurch wird die langfristige Nachhaltigkeit des Projekts sichergestellt.

Eröffnung von 30 Schulen

Schulkinder nehmen an einem Kurs der DEZA teil. [© DEZA]
Das Projekt kombiniert Katastrophenvorsorge und Verbesserung der Grundbildung.
Bis zum Abschluss des Projekts Mitte 2013 werden 40 sturmsichere Schulen in wirbelsturm-, überschwemmungs- und erdbebengefährdeten ländlichen Gebieten gebaut. Die insgesamt 145 Schulzimmer bieten Platz für 7250 Kinder.

Lehrkräfte und Kinder schätzen das neue Lernumfeld. Erhebungen haben gezeigt, dass die Schulbesuchsquote in Gebieten, wo die Schulen instand gestellt wurden, 90% beträgt, während sie in Dörfern, die keine oder nur eine marginale Infrastruktur aufweisen, weiterhin bei 30 bis 50% liegt.

Das Projekt in Kürze

Bereich
Humanitäre Hilfe

Thema
Wiederaufbau/DDR
Land/Region
Myanmar, Irrawaddy-Delta
Partner
Ministerium für soziale Wohlfahrt und Umsiedlung, Ministerium für Grundbildung, EuropeAid, UNICEF
Ausgangslage/
Hintergrundinformation
Der Tropensturm Nargis vom Mai 2008 verwüstete weite Teile des tief gelegenen Irrawaddy-Deltas in Myanmar. Über 2000 Schulen wurden zerstört oder beschädigt, und rund 140'000 Menschen kamen ums Leben.
Projektziele
Wiederherstellung des Zugangs zur formellen Bildung durch den Bau von sturmsicheren Grundschulen, die den Gemeinden gleichzeitig Schutz vor Naturkatastrophen bieten. Bis Mitte 2013 werden 40 Schulen für 7250Kinder errichtet.

Zielgruppen
Frauen, Männer und Kinder in den vom Zyklon Nargis betroffenen Gemeinden
Kosten
Geschätzte Gesamtkosten: 9 Mio. USD plus 2,8 Mio. USD von EuropeAid und UNICEF
Laufzeit
1.5.2009 –1.6.2013
Kontakt
bangkok.yangon@sdc.net

Weiterführende Informationen und Dokumente