Ausbildungsfonds für Roma
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Besonders kritisch ist die Situation der Roma im Bildungsbereich, der für sie nach wie vor sehr schwer zugänglich ist. Häufig werden Roma-Kinder in Schulen für geistig und körperlich Behinderte oder in spezielle Schulen mit tieferen Qualitätsstandards eingeteilt. Dies schmälert ihre Zukunftschancen. Man schätzt, dass der Anteil der Roma-Kinder, die Sonderschulen besuchen, in Mazedonien bei 60-70%, in Montenegro bei 80% und in Serbien bei 50-80% liegt. Sehr viele Kinder absolvieren lediglich die Primarstufe, und nur 20-25% besuchen eine nachobligatorische Ausbildung. Der Anteil der Roma, die eine Hochschule oder eine andere höhere Ausbildung absolvieren, ist vernachlässigbar (weniger als 1%). Im politischen und gesellschaftlichen Kontext der Transitionsländer kann die Ausbildung jedoch eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung von Toleranzwerten spielen und ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen den Bevölkerungen und den Roma-Minderheiten ermöglichen. Aus diesem Grund beteiligt sich die DEZA am Ausbildungsfonds für Roma. Sie unterstützt damit Aktivitäten in fünf Ländern: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Kosovo und Serbien. Die Tätigkeit des Fonds stützt sich auf eine vertiefte Analyse der Weltbank zur Situation sowie auf die Anliegen der Roma-Minderheiten in verschiedenen Ländern der Region. Der Fonds dient als Finanzinstrument sowie als Informations- und Strategieplattform und nicht als durchführende Organisation. Die Ressourcen werden zur Stärkung der nationalen Roma-Strategien in den einzelnen Ländern eingesetzt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Reform der Bildungssysteme und auf der Erweiterung bestehender Projekte, die gute Ergebnisse erzielt haben. Zu diesen Leitlinien gehört der Einbezug der Roma in sämtliche Entscheidungs- und Umsetzungsetappen. Bei der Mittelvergabe wird der Bildungsbegriff in einem weiten Sinn interpretiert. Dies ermöglicht es, formale Bildung ebenso zu fördern wie nicht-formale Bildung und Kompetenzbildung, für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Mit den Ressourcen des Fonds sollen ergänzend zu den Anstrengungen der betroffenen Länder in diesem Bereich Projekte mit folgenden Zielen entwickelt und unterstützt werden:
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Das Projekt in Kürze Land / Region Albanien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Kosovo, Serbien Partner Roma Education Fund; diverse lokale NGO. Beteiligte Organisationen Nationale Partner zur Umsetzung der Projekte sind die für die Ausbildung von Minderheiten zuständigen Ministerien und verschiedene NGO. Ausgangslage/ Hintergrundinformationen Im Juli 2003 fand in Budapest eine regionale Konferenz zur Situation der Roma-Minderheiten in einem erweiterten Europa statt. «Roma in an Expanding Europe: Challenges for the Future». Bei dieser Konferenz wurde eine Bestandesaufnahme zur Situation der Zigeunerminderheiten gemacht und 2005-2015 zum Jahrzehnt der Integration der Roma erklärt. Ein wichtiger Bestandteil dieses Jahrzehnts ist die Schaffung eines Ausbildungsfonds für Roma-Kinder. Ziel des Projektes Mit ihrem Beitrag an den Fonds will die DEZA die grosse Kluft zwischen Roma-Minderheiten und der übrigen Bevölkerung in Osteuropa in Bezug auf den Bildungsstand verringern. Dieses Ziel ist ein Beitrag zur Durchbrechung des Teufelskreises der Armut, in dem diese Bevölkerungsgruppe gefangen ist. Zielgruppe Roma-Minderheiten in Osteuropa Finanzieller Rahmen Budget Phase 5: CHF 1'566'000 Budget total: CHF 4'407'000 Dauer Laufzeit Phase 5: 2010 - 2011 Laufzeit Projekt: 2004 - 2011 Kontakt DEZA Abteilung Westbalkan |
