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  • Kooperationsstrategie Bosnien-Herzegowina 2013–2016
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Jugendbeschäftigung in Bosnien und Herzegowina: DEZA Projekte
Projektfilm (en)

Bosnien und Herzegowina

Website des Kooperationsbüros (DEZA) Bosnien und Herzegowina: www.swiss-cooperation.admin.ch/bosniaandherzegovina/

BOSNIIA_HERZEG.gif Die Schweiz unterstützt Bosnien und Herzegowinas Übergang zu einer demokratischen Gesellschaft mit freier Marktwirtschaft langfristig. Im Zentrum der schweizerischen Zusammenarbeit stehen die Unterstützung politischer Reformen, die wirtschaftliche Entwicklung und der Ausbau des Gesundheitssektors.

Bosnien und Herzegowina hat sich in den letzen 20 Jahren nach Kriegsende politisch und wirtschaftlich entwickelt und strebt nun den Beitritt zur Europäischen Union (EU) an. Seit dem Friedensabkommen von Dayton 1995 ist Bosnien und Herzegowina als Staat konzipiert, der aus zwei Teilstaaten und zehn Kantonen besteht. Anstelle des Zentralstaates dominieren aber die Teilstaaten «Republika Srpska» und «Föderation Bosnien und Herzegowina» die politische Arena. Dieser Umstand hemmt den politischen Fortschritt im Land und verzögert den angestrebten Beitritt zur EU.

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2011
Mio. CHF
2012
Mio. CHF
2013
Mio. CHF
 
DEZA
Zusammenarbeit mit Osteuropa und der GUS 8.47 8.73 10.52
Humanitäre Hilfe 0.09 0.11
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 8.31 2.73 3.01
Total DEZA/SECO 16.87 11.57 13.53
 
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 1.66 1.11 1.23
Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) 4.13 3.65 4.07
Bundesamt für Migration (BFM) 1.08 0.19 0.03
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 0.04 0.10 0.08
Total andere Bundesämter 6.91 5.05 5.41
 
Kantone und Gemeinden 0.33 0.64 ..
 
Total 24.11 17.26 18.94
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an schweizerische NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF

Gouvernanz
Bürgerinnen und Bürger nehmen ihre Zukunft in die Hand
Eine verbesserte Zusammenarbeit von nationalen und subnationalen Behörden und der vermehrte Einbezug der Zivilgesellschaft stärkt die politische Stabilität und trägt zur Dezentralisierung bei. Rund 1 Mio. Bürgerinnen und Bürger haben sich beispielsweise 2008–2012 an der Erarbeitung von Gemeindeentwicklungsplänen beteiligt und profitieren nun von der höheren Qualität lokaler Dienstleistungen.

Nebst Reformen im Justizbereich fördert die DEZA die ländliche und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die städtische Infrastruktur. So erhielten die 90‘000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Prijedor durch die Instandsetzung des städtischen Wasserversorgungssystems Zugang zu kontinuierlicher Trinkwasserversorgung.

Arbeit und Einkommen
Rund 1‘700 Arbeitsplätze für die junge Generation in Bosnien und Herzegowina
Zur Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen, unterstützt die Schweiz Reformprozesse im privaten und öffentlichen Sektor. Dies mittels Projekten zum Aufbau kleiner und mittlerer Unternehmen, zur Einkommens- und Investitionsförderung sowie im Bereich der Mikrofinanzierung.

Gleichzeitig wird die Arbeitsmarktfähigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in verschiedenen Projekten gestärkt. Durch Jugendbeschäftigungsprogramme in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und einer marktorientierten Vermittlung fanden 2008–2012 rund 1700 18–30 Jährige eine Anstellung. Das SECO fördert ebenfalls Investitionen, verbessert den Marktzugang und unterstützt den Aufbau der städtischen Basisinfrastruktur.

Gesundheit
300‘000 Menschen haben Zugang zu medizinischer Versorgung
Obwohl in den letzten zehn Jahren verschiedene Reformen im Gesundheitssektor erfolgten, blieb die Versorgung der Bevölkerung hinter der anderer Länder im Westbalkan zurück. Dank einem Projekt der DEZA erhielten 26% der Bevölkerung, vor allem im ländlichen Raum, verbesserten Zugang zur Gesundheitsversorgung in sogenannten «Familien-Medizin-Zentren». Rund 12‘000 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal bieten nun ungefähr 300‘000 Menschen qualitativ hochwertige medizinische Dienstleistungen in ihren Gemeinden.

Migrationszusammenarbeit und regionale Aktivitäten
Zusätzlich zu der Arbeit in den drei thematischen Schwerpunkten unterhält die Schweiz seit 2009 eine Migrationspartnerschaft mit Bosnien und Herzegowina. Im Rahmen der Strategie der internationalen Migrationszusammenarbeit (IMZ) 2012–2015 arbeitet die DEZA eng mit dem Bundesamt für Migration (BfM) zusammen.

Bosnien und Herzegowina ist ebenfalls an Regionalprogrammen in den Bereichen Forschung, Kultur und Polizeireform beteiligt, welche zur Verbesserung des Austausches zwischen der Schweiz und den Ländern Südosteuropas beitragen.


Multilaterale Zusammenarbeit
Die Schweiz unterstützt verschiedene, in Bosnien und Herzegowina tätige, multilaterale Akteure wie das «Office of the High Representative», die Weltbank und das UN Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und trägt weiter zur Harmonisierung von Geberaktivitäten bei.

Geschichte der Zusammenarbeit
Von der Not- und Wiederaufbauhilfe zur Transitionsunterstützung
Während und nach dem Krieg 1992–1995 leistete die Schweiz Not- und Wiederaufbauhilfe. Ab 1999 verlagerte sich der Fokus auf die langfristige Unterstützung marktwirtschaftlicher und demokratischer Reformen und die Versöhnungsarbeit zwischen den Ethnien (Bosniaken, Serben, Kroaten). Bemühungen zur Stabilisierung von Bosnien und Herzegowina wurden - nicht zuletzt wegen der grossen Zahl bosnischer Flüchtlinge - zu einer wichtigen Aufgabe der Schweizer Aussenpolitik.


Hintergrundinformationen Bosnien und Herzegowina

Zahlen und Fakten

Fläche

Bevölkerung

Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr 1990 - 2005

Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer

Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer

Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf

Bevölkerungsanteil mit weniger als 2 US$ pro Tag
51'210
3.752
-0.2
78.2 / 73.0
3.5 / 0.6
4'820.7
..
km2
Mio.
%
Jahre
%
US$
%

Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank

Landeshintergrundinformationen der BBC


Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Bosnien und Herzegowina (Sarajevo)

Swiss Cooperation Office Bosnia and Herzegovina
Embassy of Switzerland
Zmaja od Bosne 11
zgrada RBBH objekat B
71000 Sarajevo
Bosnia and Herzegovina

Telefon +387 332 54030
Fax +387 332 71500
E-Mail sarajevo@sdc.net
Website www.swiss-cooperation.admin.ch/bosniaandherzegovina/

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.