- Tchad - Programme par Pays 2004 - 2009
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Tschad
Website der DEZA in Tschad: www.swiss-cooperation.admin.ch/tchad/
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Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
Die Strategie der DEZA konzentriert sich auf die grossen Linien der nationalen Armutsbekämpfungspolitik und die Strategien zur Förderung der vier wichtigsten Sektoren (Land- und Viehwirtschaft, Gesundheit, Grundausbildung). Über regionale Entwicklungsprogramme ist die DEZA in den wichtigsten Regionen des Landes und namentlich in Gegenden präsent, denen es besonders an Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und wirtschaftlicher Infrastruktur fehlt.
Mit dem Zusammenarbeitsprogramm der Schweiz im Tschad sollen die Kapazitäten der land- und viehwirtschaftlichen Familienbetriebe, der sozioberuflichen Vereinigungen, der ländlichen Gemeinschaften
und der dezentralisierten öffentlichen Dienste in drei Schwerpunktbereichen gestärkt werden.
- Ländliche Wirtschaft und Verbindungswege: Das Programm bietet Begleitung für die neu entstandene, prosperierende Wirtschaft in ländlichen Gegenden, indem wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltige Produktionssysteme gefördert werden. Ein weiteres Ziel ist die Bekämpfung der Bodenerosion und die Sanierung von Verkehrswegen auf dem Land, da dies eine Voraussetzung für intensivere Handelsbeziehungen und für den Zugang zur Grundversorgung im Bereich Gesundheit und Bildung ist.
- Erziehung und Bildung: Das Programm fördert die Entwicklung eines dezentralisierten, qualitativ soliden Bildungssystems, das dem wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld der Bevölkerung Rechnung trägt und das weitgehend von Gemeindestrukturen und Gemeinschaftsorganisationen geführt wird.
- Gesundheit: Prioritär ist eine bessere medizinische Grundversorgung. Das Gesundheitswesen soll ein grösseres Angebot und qualitativ bessere präventive und therapeutische Leistungen anbieten; die Gemeinden und lokale Gemeinschaften sollen eng einbezogen werden.
Die folgenden Grundsätze sind bei der Umsetzung dieses Programms massgebend:
- Partner mobilisieren und ihre eigenen Kapazitäten und Ressourcen ausbauen.
- Besseres Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen fördern, insbesondere den Zugang der Frauen zu Erziehung, Bildung und Dienstleistungen.
- Dialog und Abstimmung zwischen Gemeinschaften, lokalen Behörden und dezentralisierten staatlichen Stellen stärken, um die Dezentralisierung und Gouvernanz ausgewogen zu gestalten und eine nationale Debatte über die für die Regionen relevanten Entwicklungsfragen zu fördern.
Die Deza geniesst allgemein Anerkennung für ihr bevölkerungsnahes Engagement in ländlichen Gegenden, ihre Effizienz und ihre Vorreiterrolle im Bereich Dezentralisierung, zudem beteiligt sie sich
über das Kooperationsbüro am Dialog der politischen Organisationen mit der Regierung Tschads und den im Land aktiven Fach- und Finanzpartnern (UNDP, Weltbank, Europäische Union, USAID, Französische
Entwicklungsagentur, GTZ …). Durch einen regen Austausch möchte die DEZA den Hebeleffekt verstärken, den die Aktivitäten vor Ort auf die nationale Entwicklungsstrategie in den wichtigsten Sektoren
ausüben können.
Geografische Schwerpunkte
Die spezifischen Potenziale und Stärken der Regionen sollen zum Abbau der regionalen Ungleichheiten genutzt werden. Das Programm konzentriert sich auf drei Schwerpunktregionen:
- auf den Schwerpunkt Wadi-Oasen im Nordosten (Region Ennedi) und im Osten des Landes (Region Wadi Fira), mit Viehzucht und Gartenbau als Hauptaktivitäten;
- auf den Schwerpunkt Sahel im Zentrum (Region Batha) und im Westen des Landes (Region Kanem), mit Viehzucht als Hauptaktivität;
- auf den Schwerpunkt Sudan im Südosten (Region Logones) und im Süden des Landes (Regionen Mittelchari, Mandoul und Pandé), mit Tropenlandwirtschaft und Baumzucht als Hauptaktivität.
Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte
Seit 2003 sind rund 235 000 Personen vor der Gewalt in Darfur in den Ostens Tschads geflohen. Es handelt sich dabei um ein Gebiet in der Sahel-Sahara-Zone mit fragilem ökologischem Gleichgewicht. Die humanitäre Hilfe der Schweiz hat reagiert, indem sie seit 2004 Programme von IKRK, UNHCR und WFP mit finanziellen Beiträgen im Umfang von 3 bis 5,5 Millionen Franken pro Jahr unterstützt. Dem UNHCR wurden Experten zur Verfügung gestellt, die helfen, Flüchtlingslager zu erstellen und eine langfristig sinnvolle Nutzung der natürlichen Ressourcen und der Wasserversorgung zu gewährleisten, sowohl für die Flüchtlinge als auch für die lokale Bevölkerung.
Die humanitäre Lage im Tschad hat sich seit 2006 kontinuierlich verschlechtert. Verantwortlich waren Entwicklungen im Zusammenhang mit den Konflikten in Darfur, Zentralafrika und Tschad (
Informationen zu Sudan ). So haben
die Zusammenstösse zwischen der Armee (FACA) und der bewaffneten Opposition im Norden Zentralafrikas rund 48'000 Menschen zur Flucht in den Süden Tschads getrieben. Aber vor allem der interne
Konflikt zwischen den Regierungstruppen Tschads (ANT) und dem bewaffnetem Widerstand hat in der Zivilbevölkerung zahlreiche Verletzte gefordert. Die Zahl von 140'000 Intern Vertriebenen steigt
ständig weiter, insbesondere im Südosten des Landes. Die Schweiz hat diesen neuen humanitären Bedürfnissen mit Beiträgen zugunsten von MSF Schweiz, IKRK und WFP Rechnung getragen.
Am 28. Januar 2008 verschlimmerte sich die Lage abrupt. Bewaffnete Widerstandskämpfer hatten eine Offensive lanciert und waren bis nach Ndjamena vorgedrungen. Die humanitären Folgen dieser
Kampfhandlungen waren besonders schwerwiegend in Ndjamena und in Nordkamerun, wo über 20 000 Personen aus dem Tschad Zuflucht suchten. Die Schweiz beteiligte sich in der Folge am Aufbau von
Flüchtlingslagern und finanzierte humanitäre Einsätze im Gesundheitsbereich.
Die Lage ist weiterhin fragil. Die Darfur-Krise wirkt sich nach wie vor äusserst destabilisierend aus. Nebst der humanitären Katastrophe schürt sie gefährliche Spannungen mit dem benachbarten Sudan
und stellt eine Gefahr für die Stabilität der gesamten Subregion dar.
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Hintergrundinformationen Tschad
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| Quelle: World Development Indicators 2008 der Weltbank .. = keine Angaben |
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Tschad (N'Djamena) |
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Bureau de la Coopération Suisse au Tchad |
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| Telefon | +235 251 73 14 |
| Fax | +235 251 74 16 |
| ndjamena@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/tchad/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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