
Eine enge Partnerschaft seit über 50 Jahren
Käse, Hängebrücken, Strassenbau, Berufsbildung, Samenproduktion, Schutz der Menschenrechte und Förderung des Friedens und der Demokratie stehen für die Schwerpunktprogramme der Schweizer Entwicklungs-zusammenarbeit in Nepal während der letzten fünfzig Jahre.
Nepal
Website der DEZA in Nepal: www.swiss-cooperation.admin.ch/nepal/
| Das bilaterale Engagement des Bundes | 2009 |
2010 |
2011* |
|---|---|---|---|
| DEZA | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | 22.95 | 25.70 | 25.50 |
| Humanitäre Hilfe | 1.16 | 0.50 | 0.10 |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | – | – | – |
| Total Engagement DEZA/SECO | 24.11 | 26.20 | 25.60 |
| Andere Bundesämter | |||
| Eidg. Dep. für auswärtige Angelengenheiten EDA (Politische Abteilung IV und andere) | 1.14 | 0.97 | 1.43 |
| Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) | 0.35 | 0.68 | 0.60 |
| Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) | 0.01 | 0.02 | 0.02 |
| Total andere Bundesämter | 1.50 | 1.67 | 2.05 |
| Total | 25.61 | 27.87 | 27.65 |
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ohne Programmbeiträge an NGOs
– = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
Die Schweiz will in Nepal einen wirksamen Beitrag zur Erreichung ausgewählter UNO-Milleniumsziele und der Umsetzung der Armutsreduktionsstrategie leisten. Sie fördert dabei den Friedensprozess, die Demokratisierung und die Beteiligung benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Sie setzt ihre Instrumente koordiniert ein und harmonisiert ihre Aktivitäten mit anderen Entwicklungsagenturen.
Die Schweiz setzt sich vor allem in den folgenden Bereichen ein:
- Förderung des Friedensprozesses und der Rechtsstaatlichkeit: Unterstützung der Dezentralisierung; Demokratieförderung; Einhaltung der Menschenrechte; Abbau und Bewältigung von Konfliktpotential
und Unterstützung von friedensfördernden Aktivitäten.
Auch nach Abschaffung der Monarchie und Ausrufung der Republik im Juni 2008 und dem Rücktritt der maoistischen Regierung im Mai 2009 befindet sich Nepal weiterhin in einer fragilen politischen Situation. Die Erarbeitung einer neuen Verfassung, die geringe Rechtssicherheit und häufige Straffreiheit, die Integration der maoistischen Kämpfer oder der Besitz konfiszierter Ländereien sind nur einige der Herausforderungen, die es in naher Zukunft zu bewältigen gilt. Die DEZA fördert den Friedensprozess, indem sie unter anderem einen Beitrag an den Friedensfonds der Regierung leistet, Menschenrechtsorganisationen unterstützt und die betroffenen nepalesischen Akteure über mögliche föderalistische Strukturen informiert (inkl. Schweizer Modell). - Ländliche Infrastruktur: Rehabilitation und Unterhalt des nationalen Strassennetzes, Erschliessung ländlicher Distrikte mit Strassen, Bau und Unterhalt von Hängebrücken, ländliche Infrastruktur (Bewässerung, Markt).
- Berufsbildung: Zugang zu beruflicher Bildung für sozial Benachteiligte und die Vergrößerung ihrer Erwerbsmöglichkeiten sowohl im In- als auch im Ausland.
- Nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen: Gemeindeforstwirtschaft, nachhaltige Bodenbewirtschaftung, Erhaltung der Biodiversität, Erhöhung des Einkommens durch Vermarktung von land- und forstwirtschaftlichen Produkten.
- Gesundheit: Unterstützung von Distrikt- und Gemeindebehörden bei Dienstleistungen für die Bevölkerung.
Die DEZA trägt zur Harmonisierung und Koordination unter den Gebern bei und fördert dabei die Entwicklungsbestrebungen der nepalesischen Bevölkerung. Sie arbeitet zusammen mit:
- der nepalesischen Regierung, z. B. über die Ministerien für Transport, Bildung, Landwirtschaft und Forstwirtschaft;
- Distrikt- und Gemeindebehörden (soweit diese nach dem Konflikt wieder funktionsfähig sind);
- nepalesischen Nichtregierungsorganisationen;
- schweizerischen sowie internationalen Hilfswerken und Privatfirmen;
- internationalen Organisationen (Weltbank, asiatische Entwicklungsbank u.a.).
Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte
Trotz der Beendigung des Maoisten-Aufstandes und der Unterzeichnung des Friedensabkommens sind in Nepal die Folgen des 10-jährigen Konfliktes zwischen maoistischen Rebellen und der Regierung –
Vertreibungen, Zerstörung von Infrastrukturen und Destabilisierung des Landes – allgegenwärtig. Zudem leben noch immer etwa 90 000 Flüchtlinge aus Bhutan in Lagern, wobei sich hier eine positive
Entwicklung abzeichnet. Das Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) führte 2007 mit der Zustimmung der Regierung eine Zählung und Registrierung der Flüchtlinge durch. Bis
jetzt haben verschiedene Staaten (USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Norwegen, Dänemark und die Niederlande) über 25 000Flüchtlinge aus Bhutan aufgenommen (Stand Ende 2009). Im Weiteren ist Nepal
durch Naturkatastrophen gefährdet, insbesondere durch Überschwemmungen und Erdrutsche während dem Monsun, aber auch durch Dürren und Erdbeben.
Das Kooperationsbüro in Kathmandu beobachtet die humanitäre Lage und verwirklicht mit bilateralen Partnern und multilateralen Organisationen humanitäre Aktionen. Zur Unterstützung von Opfern des
Konflikts, Menschen, die von Naturkatastrophen betroffen sind, und Flüchtlingen aus Bhutan werden dem Kooperationsbüro (Kleinaktionen), internationalen Organisationen (WFP, IKRK) sowie NGO (Terre des
Hommes) Finanzbeiträge und je nach Bedarf auch Experten der Humanitären Hilfe und des SKH zur Verfügung gestellt.
Hintergrundinformationen
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| Quelle: World Development Indicators 2011 der Weltbank | ||||||||||||||||||||||||||||||
Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Nepal (Kathmandu) |
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Swiss Cooperation Office Nepal |
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| Telefon | +977 155 24927 |
| Fax | +977 155 25358 |
| kathmandu@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/nepal/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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