Indien
Website der DEZA in Indien: www.swiss-cooperation.admin.ch/india/
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit, seit 1961 in Indien aktiv, leistet einen Beitrag zur Armutsminderung und zu einer nachhaltigen und gerechten ländlichen Entwicklung. Neben der DEZA sind auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sowie rund 60 schweizerische Nichtregierungsorganisationen – zum Teil mit Unterstützung der DEZA – in Indien tätig. Seit 2006 richtet die DEZA ihr Entwicklungsprogramm mit Indien neu aus. Im Zentrum stehen nun die globalen Probleme Energie und Klimawandel.
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs .. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF |
Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte und Neuausrichtung
Die DEZA schliesst 2010 ihr bisheriges "klassisches" Programm zur Armutsbekämpung in Indien ab und startet, zusammen mit indischen Partnern, Projekte im Rahmen des Globalen Programms Klimawandel.
Diese werden ab 01.01.2011 durch die Einheit "Climate Change and Development" an der Schweizerischen Botschaft in Neu Delhi geleitet.
Die DEZA ist in Indien seit 1961 im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Mit ihren Programmen verbesserte sie in den vergangenen Jahrzehnten die Lebensbedingungen und stärkte die Rechte der
armen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen in mehreren Gliedstaaten. Dabei arbeitete sie in erster Linie mit lokalen Partnern zusammen, hauptsächlich mit Vertretern der Zivilgesellschaft und des
Privatsektors. Die während den letzten Jahrzehnten entwickelten Partnerschaften, Beziehungen und Fachwissen werden künftig auch dem Wissensmanagement und neuen Formen der Süd-Süd Zusammenarbeit
(beispielsweise zu Fragen der politisch-administrativen Dezentralisierung und lokalen Gouvernanz) zugute kommen.
Die Projekte im Rahmen des Globalen Programms Klimawandel basieren auf einer Reihe von Vorgaben:
1. Indien verfolgt das Ziel einer gerechten, nachhaltigen Entwicklung; dabei berücksichtig es Fragen des Klimawandels und übernimmt zunehmend Verantwortung für globale Probleme. Die
Zusammenarbeit der DEZA mit Indien im Bereich des Klimawandels fördert den Austausch und die Entwicklung von Fachwissen, das sowohl für Indien und weitere Länder des Südens wie auch für die Schweiz
von Interesse und Nutzen ist.
2. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf verschiedene Gebiete:
- Erneuerbare Energie und Energieeffizienz: Förderung des Zugangs zu Energie in ländlichen Gebieten (Elektrizität auf der Grundlage von Wasserkraft und Biomasse) und der effizienten Energienutzung in Gebäuden und KMUs.
- Anpassung an den Klimawandel: Unterstützung von Massnahmen zur Anpassung armer und gefährdeter Bevölkerungsgruppen an den Klimawandel und den Umgang mit Naturkatastrophen.
3. Sechs Grundsätze sollen die neuen Projekte prägen:
- Statt Entwicklungszusammenarbeit mit Ressourcentransfer von der Schweiz nach Indien findet Zusammenarbeit aufgrund von gegenseitigen Interessen sowie gemeinsamen Aktionen und Finanzierungen statt. Oberstes Ziel bleiben die Armutsbekämpfung und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.
- Erprobte Ansätze und Technologien sowie der nationale und internationale Politikdialog werden gefördert.
- Ein Kernstück des Programms bilden Wissensaustausch und Technologietransfer (auch mit der Privatwirtschaft). Dabei können Indien und die Schweiz auf viel Erfahrung zurückgreifen.
- Das Programm beruht auf einer Vielfalt von Akteuren aus der Privatwirtschaft, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft. Auch nationale, regionale und globale Netzwerke sind wichtig.
- Grundlage für das Programm bilden die komparativen Vorteile der DEZA resp. der Schweiz. Es werden Know-how, Produkte, Technologien und Kompetenzen aus der Schweiz mobilisiert, gefördert und gewinnbringend genutzt.
- Das Jahresbudget der DEZA wird substanziell von 17 Mio. CHF (2007) reduziert auf ca. 6 Mio. CHF.
Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte
Die Humanitäre Hilfe der DEZA interveniert in Indien mit dem Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) vor allem, wenn grosse Naturkatastrophen eine rasche und effiziente Unterstützung in
der Nothilfe erfordern, so zum Beispiel nach dem Wirbelsturm im Bundesstaat Orissa 1999 oder nach dem grossen Erdbeben in Gujarat im Januar 2001.
Seit 2008 besteht eine enge Zusammenarbeit mit der indischen Regierung im Bereich Katastrophenbewältigung, mit einem besonderen Augenmerk auf dem Ausbau der lokalen Kapazitäten zur Rettung und
Bergung von Verschütteten im Falle von Erdbeben (USAR, Urban Search and Rescue).
Hintergrundinformationen Indien
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Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank |
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Indien (New Delhi) |
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Embassy of Switzerland |
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| Telefon | +91 11 4995 9570 |
| Fax | +91 11 4995 9589 |
| delhi@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/india/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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