Südsudan
Website der DEZA in Südsudan: www.swiss-cooperation.admin.ch/southsudan
Am 9. Juli 2011 erklärte
die damalige halbautonome Region Südsudan die Unabhängigkeit und trennte sich von der Republik Sudan. Mit der Ausrufung der Republik Südsudan endete ein blutiger Konflikt, der über ein halbes
Jahrhundert dauerte. Gemäss den Vereinten Nationen kostete der Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden, der 2005 mit einem umfassenden Friedensvertrag (Comprehensive Peace Agreement, CPA)
beigelegt wurde, etwa 2 Millionen Menschen das Leben. In den sechs Jahren nach der Unterzeichnung des CPA konzentrierte sich die im Aufbau begriffene südsudanesische Regierung auf Friedensmassnahmen
und Staatenbildung sowie humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, um die Nahrungsmittelversorgung, die Sicherheit und die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen zu gewährleisten.
Die DEZA unterhält in Juba seit 2006 ein Programmbüro. Die Schweiz beteiligt sich mit Direktaktionen, bilateraler Projektunterstützung, multilateralen Beiträgen und der Entsendung von Experten an der Entwicklung dieser fragilen Region.
| Das bilaterale Engagement des Bundes | 2010 |
2011 |
2012* |
|---|---|---|---|
| DEZA | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | – | 0.47 | – |
| Humanitäre Hilfe | – | 4.28 | 7.16 |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | – | – | – |
| Total Engagement DEZA/SECO | – | 4.75 | 7.16 |
| Andere Bundesämter | |||
| Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA | – | 0.21 | 1.56 |
| Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) | – | 1.10 | 0.41 |
| Total andere Bundesämter | – | 1.31 | 1.97 |
| Total | – | 6.06 | 9.13 |
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ohne Programmbeiträge an NGOs
– = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
- Gouvernanz: Die DEZA unterstützt die Stiftung Hirondelle beim Betrieb von Radio Miraya. Der unabhängige Radiosender gilt im ganzen Land als Leitmedium für Nachrichten und Informationen. Als kritische Stimme der aufkeimenden Zivilgesellschaft trägt Miraya zur Entstehung eines demokratischen, friedlichen und stabilen Staates bei.
- Nahrungs- und Existenzsicherung: Mit Unterstützung der DEZA führt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) in der DEZA-Schwerpunktregion Northern Bahr el Ghazal das «Farmer Field School»-Projekt durch. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt zur Einführung eines ganzheitlichen Beratungssystems, das existenzgefährdete Bauernfamilien bei der Sicherung ihres Lebensunterhalts unterstützt und von Nahrungsmittelhilfe unabhängig macht.
Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte
- Grundversorgung: Wegen der Zerstörungen im Bürgerkrieg sind die Infrastruktur und die Grundversorgung im Südsudan im weltweiten Vergleich in einem sehr schlechten Zustand. Der Zugang zu grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen ist immer noch sehr begrenzt und für Millionen von Menschen sogar unerreichbar. Die öffentliche Verwaltung ist deshalb auf Unterstützung durch humanitäre Hilfswerke angewiesen. Die DEZA führt in Northern Bahr el Ghazal ein Wasserprojekt mit einem Budget von 5 Millionen Franken durch. Gemeinsam mit mehreren langjährigen Partnern leistet die Schweiz einen koordinierten Beitrag zu den Bemühungen, im Südsudan eine sichere Trinkwasser- und Sanitärversorgung und ein medizinisches Grundangebot zur Verfügung zu stellen. Zu den Partnern der Schweiz gehören Medair, Ärzte ohne Grenzen Schweiz (MSF-CH), das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und die UNO-Flüchtlingsorganisation (UNHCR).
- Nahrungs- und Existenzsicherung: Unregelmässige Regenfälle, kriegsvertriebene Südsudanesen, die aus dem Nordsudan zurückströmen, und häufige Ortsveränderungen wegen der anhaltenden Unsicherheit tragen alle zur sehr tiefen Nahrungssicherheit in Südsudan bei. Um die Nahrungssicherheit und den Lebensunterhalt aller Menschen in der Region zu gewährleisten, unterstützt die DEZA das Welternährungsprogramm (WFP), die grösste Akteurin im Bereich der Nahrungssicherheit, sowie internationale NGO wie Action Against Hunger (ACF-USA) bei der Versorgung mit Nahrungsmittelhilfe und der Förderung der im Aufbau begriffenen lokalen Nahrungsmittelproduktion.
- Schutz der Zivilbevölkerung: Der Südsudan ist eines der Schwerpunktländer der Schweiz für Massnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung. Nach einem fünfzigjährigen brutalen Krieg
mit tiefgreifenden ethnischen und politischen Verwerfungen und einer langjährigen Tradition gewaltsamer Viehdiebstähle, kombiniert mit anhaltenden Zusammenstössen zwischen aufständischen Milizen und
der neuen regulären Armee, bewegen wir uns in einer unsicheren Postkonfliktära, in der der Schutz der Zivilbevölkerung eine ständige Herausforderung bildet. Organisationen mit einem spezifischen
Schutzauftrag (IKRK, UNHCR, UNICEF) und das UNO-Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) werden von der DEZA mit Beiträgen unterstützt. Diese Organisationen verbessern den
humanitären Zugang und die Koordination und leisten unschätzbare Hilfe in diesen Konflikten. Mit ihrer Präsenz und ihrer Öffentlichkeitsarbeit helfen sie, die Zivilbevölkerung vor Gewalt zu
schützen.
Hintergrundinformationen Südsudan
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.. = keine Angaben Die Zahlen gelten für Sudan und Südsudan zusammen |
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Südsudan (Juba) |
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Swiss Cooperation Office South Sudan |
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| Telefon | +882 165 060 6232 |
| juba@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/southsudan |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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