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Jemen

YEMEN.GIFJemen steht vor grossen Herausforderungen: Flüchtlings- und Migrationsströme vom Horn von Afrika; Binnenvertriebene infolge des Konflikts im Norden und anderen Teilen des Landes; eine Separatistenbewegung im Süden des Landes mit Gewaltausschreitungen; Wassermangel und Dürre; Naturkatastrophen; weit verbreitete Armut und Unterbeschäftigung sowie eine sich zuspitzende Sicherheitslage wegen der Präsenz der Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel. Zudem hat sich der „Arabische Frühling“ auch auf den Jemen ausgewirkt und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt.

Angesichts des anhaltenden Flüchtlingsstroms und der fehlenden nationalen Ressourcen ist Jemen auf ausländische Hilfe angewiesen, um die Ankunft der verschiedenen Flüchtlingsströme bewältigen zu können. Die DEZA ist seit Februar 2011 in Sana‘a mit einem Programmbüro vertreten.
 

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2011
Mio. CHF
2012
Mio. CHF
2013*
Mio. CHF
DEZA
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit 0.60 -0.11
Humanitäre Hilfe 5.52 4.41 6.50
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Total DEZA/SECO 6.12 4.30 6.50
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 0.15 0.15
Bundesamt für Migration (BFM) 0.25 ..
Total andere Bundesämter 0.15 0.25 0.15
Total 6.27 4.55 6.65
* geplant; Gesamtbetrag aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
 

Schwerpunkte

Die seit einigen Jahren steigende Zahl der Flüchtlinge vom Horn von Afrika wird weiter zunehmen. Anders als in früheren Jahren kommen seit 2009 mehr Menschen aus Äthiopien als aus Somalia (2010: Verhältnis 2 zu 1). Trotzdem stammt der Grossteil der Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten im Jemen nach wie vor aus Somalia: Sie machen 50% der 300‘000 Personen aus, die vom UNO Flüchtlingshochkommissariat UNHCR offiziell registriert wurden (die effektiven Zahlen scheinen jedoch höher zu liegen).

Die Menschen flüchten vor dem seit 2004 anhaltenden Konflikt zwischen der jemenitischen Regierung und den schiitischen Houthi-Rebellen in der Provinz Saada im Norden Jemens. Aufgrund zunehmender gewalttätiger Zusammenstösse in verschiedenen anderen Teilen des Landes hat die Zahl der Binnenvertriebenen (IDPs) weiter zugenommen. Sie liegt nun gemäss Schätzungen des UNHCR bei 350‘000. Es fehlt an Unterkünften und Einrichtungen für die Vertriebenen, was zu zusätzlichen Spannungen zwischen diesen und der lokalen Bevölkerung führt. Trotz ihrer bereits schwierigen wirtschaftlichen Situation, nimmt die lokale Bevölkerung eine grosse Anzahl Vertriebene und Flüchtlinge auf.

Den wachsenden Herausforderungen für die internationale Zusammenarbeit im Jemen begegnet die Schweiz mit folgenden Massnahmen:

In den nächsten Jahren wird die DEZA in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Politischen Direktion des EDA sowie weiteren Bundesämtern Projekte und Organisationen im Jemen unterstützen. Vorgesehen ist unter anderem die Unterstützung von internationalen Organisationen durch die Bereitstellung von Fachleuten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe SKH und durch finanzielle Beiträge.


Hintergrundinformationen Jemen

Zahlen und Fakten
Fläche
Bevölkerung
Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr
Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer
Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer
Bruttonationaleinkommen BNE pro Kopf
Bevölkerungsanteil mit weniger als 2 US$ pro Tag
527'970
24.800
3.1
67.0 / 64.0
53.2 / 18.8
1'361.2
..
km2
Mio.
%
Jahre
%
US$
%

Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank

Landeshintergrundinformationen der BBC

 


Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Jemen (Sana'a)

Programme Office Sana’a
Street no. 18 / Building no. 26
Off Baghdad Street
Sana’a - Republic of Yemen

Telefon +967 1 450 204
E-Mail lorenza.rossi@sdc.net

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.