Bundesverwaltung admin.ch
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
DEZA – weltweit vor Ort

Besuchen Sie die Websites der Schweizer Kooperationsbüros.

Schweiz
Schweiz 
Suche:
Konkrete Projekte
Krise in Syrien: Tausende von Flüchtlingen im Irak und im Libanon

Irak, Jordanien, Syrien, Libanon

Website der DEZA in Irak, Jordanien, Syrien, Libanon: www.swiss-cooperation.admin.ch/middleeast

Krise in Syrien

Die Schweiz setzt bei ihrem Engagement rund um den Konflikt in Syrien drei Schwerpunkte.

Humanitäre Hilfe
Die Schweiz engagiert sich in der humanitären Hilfe zum Schutz und zur Unterstützung der Zivilbevölkerung in Syrien und der syrischen Flüchtlinge in den Nachbarstaaten. Das Engagement der DEZA beläuft sich auf 20 Mio. CHF. Die DEZA unterstützt verschiedene internationale Organisationen (IKRK, HCR, WFP, FAO, UNICEF, UNRWA) und führt eigene Projekte für syrische Flüchtlinge im Norden Libanons und in Jordanien durch.


Factsheet (en)

Bundesrat beantragt beim Parlament die humanitäre Hilfe zugunsten der syrischen Zivilbevölkerung um 5 Mio. CHF zu erhöhen, bewilligt 5.12.2012
Unterstützung syrischer Flüchtlinge in der Türkei, 19.11.2012
Unterstützung von libanesischen Gastfamilien
Wiederaufbau von Schulen in Jordanien

Via die Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA unterstützte die Schweiz zudem das Projekt eines Landspitals im Norden Syriens mit 55'000 USD für sanitäre Einrichtungen und Medikamente.

Für eine politische Lösung des Konflikts
Die Schweiz setzt sich für eine politische Lösung des Syrienkonflikts ein. Sie unterstützt die politische Mission des Sondergesandten der Arabischen Liga und der UNO. In diesem Zusammenhang unterstützt sie auch die Initiative «Day After» im Bereich Logistik. Die Initiative wurde von rund fünfzig syrischen Oppositionellen aus dem In- und Ausland lanciert, um Vision und Grundsätze für den politischen Übergang in Syrien zu entwickeln.

Kampf gegen die Straflosigkeit
Die Schweiz verlangte an der UNO-Generalversammlung und im UNO-Menschenrechtsrat mehrmals, der UNO-Sicherheitsrat müsse den Fall Syrien an den Internationalen Strafgerichtshof ICC weiterleiten. Die Urheber von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürften nicht ungestraft davonkommen.

Die Schweiz unterstützt deshalb auch die Ermittlungskommission des UNO-Menschenrechtsrats. Sie sprach sich für die Verlängerung des Mandats aus. Der Kommission gehört auch Carla Del Ponte an, ehemalige Bundesanwältin und Ex-Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda in Den Haag.

Medienmitteilungen des EDA zu den Aufständen in der arabischen Welt

Map Lenanon Syria JordanDEZA-Kooperationsstrategie für Irak, Jordanien, Libanon und Syrien 2010–2014

Die DEZA ist seit vielen Jahren im Nahen Osten präsent und führt Programme in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe im Irak, in Syrien, im Libanon und in Jordanien durch.

Es sollen verlässliche und friedliche Lebensbedingungen für verschiedene Gruppen geschaffen werden:

  • Flüchtlinge
  • intern Vertriebene
  • verletzliche Bevölkerungs- und Migrationsgruppen
  • Gemeinschaften, die einem besonderen Risiko durch Naturgefahren ausgesetzt sind.
Auch wenn im Allgemeinen eine Reduktion der Armut festzustellen ist, gibt es viele verletzliche Bevölkerungsgruppen in diesen Ländern. Die sozio-ökonomischen Folgen der Konflikte verschlimmern die Lage von Familien, vor allem von Frauen und Kindern. Dies gerade dort, wo es bereits eine gesetzliche und strukturelle Diskriminierung gibt. Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus Asien und Afrika leiden unter den prekären Lebensbedingungen und Benachteiligungen. In den Flüchtlingsgemeinschaften ist z.B. die Zahl der Arbeitslosen besonders hoch. Junge Menschen ohne Bildung und Ausbildung - und damit ohne die Möglichkeit am wirtschaftlichen und öffentlichen Leben teilzunehmen - stellen nicht nur für das wirtschaftliche Wachstum eines Landes eine Bedrohung dar, sondern auch für den demokratischen Wandel der Gesellschaft. Soziale und politische Spannungen bilden oft den Nährboden für religiös motivierten politischen Extremismus.

Der Irak, Syrien, der Libanon und Jordanien sind ausserdem in hohem Mass Naturgefahren ausgesetzt, wie Überflutungen, Erdbeben oder Dürren. Dies bringt zusätzliche Gefährdungen der Region und der Bevölkerung mit sich. Die Wasserknappheit auf regionaler Ebene in den Griff zu bekommen bleibt eine grosse Herausforderung.

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2011
Mio. CHF
2012
Mio. CHF
2013*
Mio. CHF
 
DEZAa
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit 2.64 4.26
Humanitäre Hilfe 15.13 25.22 28.22
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 0.15 4.43
Total DEZA/SECO 17.77 29.63 32.65
 
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 0.45 1.07 1.59
Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) 0.04 0.15
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 0.06 0.07 0.07
Total andere Bundesämter 0.55 1.29 1.66
 
Kantone und Gemeinden 0.49 .. ..
 
Total 18.81 30.92 34.31
* geplant; Gesamtbetrag aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF


Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte

Die DEZA setzt ihre Strategie in folgenden drei Domänen um:

  • Basisversorgung und Sicherung der Lebensgrundlage («Basic Services and Livelihoods») von Flüchtlingen, intern Vertriebenen sowie verletzlichen Bevölkerungs- und Migrationsgruppen.
  • Schutz («Protection») von Flüchtlingen, intern Vertriebenen sowie verletzlichen Bevölkerungs- und Migrationsgruppen durch die Stärkung des internationalen humanitären Rechts und der internationalen Vereinbarungen. Für das Programm «Protection in the Region» arbeitet die DEZA in Syrien Hand in Hand mit der Politischen Direktion des EDA und mit dem Bundesamt für Migration des Justizdepartements.
  • Verminderung von Katastrophenrisiken («Disaster Risk Reduction»): Fähigkeiten aufbauen, um von Mensch, Natur und Technik verursachten Krisen besser zu bewältigen. Diese Bestrebungen schliessen beispielsweise auch den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser mit ein.

Die Aktivitäten der DEZA Programmbüros in Beirut und Damaskus werden durch das Kooperationsbüro in Amman koordiniert. Ebenso wird das Programm im Irak, wo die DEZA keine Vertretung hat, von Amman aus gesteuert. Das Büro in Damaskus ist wegen dem bewaffneten Konflikt vorübergehend geschlossen.


Hintergrundinformationen Irak, Syrien, Jordanien, Libanon

a Exklusive multilaterale Beiträge an das UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) von 6.1 Mio. Fr. im Jahr 2011 und von 3.8 Mio. Fr. im Jahr 2012.
Zahlen und Fakten
Irak
Jordanien
Syrien
Libanon
Fläche
Bevölkerung
Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr (seit 1990)
Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer
Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf
Bevölkerungsanteil mit weniger als 2US$
438’317
32.962
             2.9
      72.2 /65.9
   29.4 /14.0
    3'500.7
        
..
438’317
6.181
           
2.2
      74.9 /72.0
     10.8/4.2
     4'665.9

1.6
185'000
20.820

1.8
     77.5/74.3

23.1 /10.1
2'892.8

..
10'400
4.259

0.7
      74.8 /70.5

..
9'413.1

..
km2
Mio.

%
  Jahre

%
US$

%
Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank
.. = keine Angaben

Landeshintergrundinformationen der BBC (Irak)
Landeshintergrundinformationen der BBC (Syrien)
Landeshintergrundinformationen der BBC (Jordanien)
Landeshintergrundinformationen der BBC (Libanon)


Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Irak, Jordanien, Syrien, Libanon (Amman)

Swiss Cooperation office Lebanon
Beirut
Phone: +961 1 739 741
Fax: +961 1 739 742
Email: beirut@sdc.net

Swiss Regional Cooperation Office Jordan
Swefiyeh, Salah Toqan st. No.7
P.O.Box 830544 Amman 11183

Telefon +962 6 585 6020
Fax +962 6 581 5956
E-Mail amman@sdc.net
Website www.swiss-cooperation.admin.ch/middleeast

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.