
- Cooperation Strategy for the Occupied Palestinian Territory (oPt) 2010–2014
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Gaza und Westbank
Website der DEZA in Gaza und Westbank: www.swiss-cooperation.admin.ch/gazaandwestbank/
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| Das bilaterale Engagement des Bundes | 2010 |
2011 |
2012* |
|---|---|---|---|
| DEZAa | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | 11.99 | 13.81 | – |
| Humanitäre Hilfe | 7.43 | 7.33 | 13.00 |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | – | – | – |
| Total Engagement DEZA/SECO | 19.42 | 21.14 | 13.00 |
| Andere Bundesämter | |||
| Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA | 1.55 | 1.23 | – |
| Total andere Bundesämter | 1.55 | 1.23 | – |
| Total | 20.97 | 22.37 | 13.00 |
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ohne Programmbeiträge an NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
Als Folge der Reorganisation der DEZA wurde die Steuerung und Verwaltung aller DEZA Programme (Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe) in einer Organisationseinheit zusammengeführt. 2010 wird das DEZA Programm im OPT deshalb teilweise neu strukturiert werden.
- Sofort- und Nothilfe: Aufgrund der stetig zunehmenden humanitären Bedürfnisse werden im OPT weiterhin internationale Organisationen wie das Internationale Komitee des Roten Kreuzes IKRK, das Welternährungsprogramm WFP und die UNRWA, insbesondere in der Soforthilfe und im Zugang zur Grundversorgung, unterstützt.
- Wirtschaft und Einkommen: Zugunsten der Zivilbevölkerung werden einkommensfördernde Massnahmen und längerfristig ein Programm zur Wirtschafsförderung umgesetzt. So unterstützt die DEZA z.B. die Palestinian Farmers Union, die mit Genossenschaften von Olivenölbauern arbeitet.
- Menschenrechte und humanitäre Rechte: Ebenfalls setzt sich die DEZA anwaltschaftlich für die Einhaltung der Menschenrechte und des humanitären Rechtes ein. Dazu arbeitet sie mit dem UNO Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten OCHA, mit dem IKRK, der Weltgesundheitsorganisation WHO und mit Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen. Sie unterstützt zum Beispiel die Independent Commission for Human Rights, welche Menschenrechtsverletzungen in Gaza & Westbank untersucht und öffentliche Institutionen in Bezug auf Menschenrechte beobachtet. Dem OCHA wird neben finanziellen Mitteln auch ein Informations-Experte aus dem Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) zur Verfügung gestellt.
- Psychische Gesundheit: Ein weiterer Schwerpunkt wird weiterhin die psychische Gesundheit sein. Psychosoziale Beratung und gezielte Unterstützung von Familien mit Kindern stehen im Vordergrund, insbesondere im Rahmen des Wiederaufbauprozesses im Gazastreifen.
Humanitäre Krise in Gaza
Zum Jahreswechsel 2008/09 hat der Konflikt zwischen Israel und der Hamas, der 22 Tage dauerte, auf palästinensischer Seite über 1400 Tote und 5000 Verletzte gefordert, mehrheitlich Zivilpersonen. Auf israelischer Seite waren es 13 Tote und 182 Verletzte. Über 20 000 Wohnungen wurden zerstört oder beschädigt, die öffentliche Infrastruktur schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der neuste Gewaltausbruch hat die bereits katastrophale Lage für die Bevölkerung verschärft: die Nahrungsmittelsicherheit ist nicht gewährleistet, die medizinische Versorgung ist prekär, die Armut wächst. Obwohl über 80% der Menschen internationale Hilfe benötigt, ist der Zugang zum Gazastreifen selbst für humanitäre Organisationen limitiert.
- Nothilfe- und Überlebenshilfe: Im Januar 2009 hat die DEZA Hilfsgüter im Wert von 1 Mio. CHF nach Gaza transportiert und dort in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen an Bedürftige verteilt. Zudem wurden der UNRWA zusätzlich 3 Mio CHF zur Verfügung gestellt. Für das Welternährungsprogramm ist ein Logistik-Experte des SKH im Einsatz.
- Hilfe beim Neustart: Mit lokalen Partnern wird ein Early Recovery Programm umgesetzt. Dieses hat zum Ziel, den durch die Kampfhandlungen geschädigten Menschen beim Neustart zu unterstützen.
- Recovery und Rehabilitation: Durch ein Recovery und Rehabilitation Programm sollen Massnahmen getroffen werden, die den Übergang von der humanitären Hilfe in einen wirtschaftlichen Wiederaufbau ermöglichen soll.
Anlässlich der Krise in Gaza hat die DEZA zusätzlich 6.5 Mio CHF bereitgestellt.
Zielgruppen der DEZA im OPT sind:
- die Zivilbevölkerung in Gaza, Westbank und Ost-Jerusalem, die unter der israelischen Besetzung des OPT und dem Krieg im Gaza-Streifen leiden, insbesondere die 1.7 Millionen bei der UNRWA registrierte Palästina Flüchtlinge.
- BürgerInnen, die keinen oder kaum Zugang zu rechtsstaatlichen Institutionen haben und/oder sich für den Respekt der Menschenrechte und der Würde einsetzen.
In allen erwähnten Gruppen, sind Frauen und minderjährige Kinder besonders verletzliche Personen.
Partner der DEZA in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe sind:
- einzelne Fachministerien der Palästinensischen Autonomiebehörde
- internationale Organisationen wie UNRWA, WFP, WHO, UN-OCHA und das IKRK
- palästinensische Nichtregierungsorganisationen oder palästinensische Stiftungen, die in den Bereichen Menschenrechte, Umweltschutz oder wirtschaftliche und soziale Entwicklung aktiv sind;
- der palästinensische Privatsektor
Besondere Aufmerksamkeit kommt der Koordinierung und Harmonisierung der Arbeit der verschiedenen Akteure vor Ort zu.
Hintergrundinformationen Gaza & Westbank
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Quelle: World Development Indicators 2011 der Weltbank |
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Gaza und Westbank (Gaza & Westbank) |
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Swiss Cooperation Office Gaza & West Bank |
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| Telefon | +97 22 58 24194 |
| Fax | +97 22 58 23757 |
| gaza@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/gazaandwestbank/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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Die Schweiz engagiert sich
seit 1950 für die Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten vor allem durch das Uno-Hilfswerk United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East UNRWA. Rund 1,7 Mio. der
insgesamt 4,5 Mio. bei der UNRWA registrierten Flüchtlinge leben in Gaza & Westbank und machen dort rund 40% der Bevölkerung aus. 1994, ein Jahr nach Abschluss der Osloer Verträge, eröffnete die
DEZA in Jerusalem ein Kooperationsbüro, um ein Entwicklungsprogramm (Sonderprogramm Palästina) aufzubauen und umzusetzen. Das Engagement der DEZA folgt der Vision, im OPT (Occupied Palestinian
Territory) die Grundlagen für einen zukünftigen palästinensischen Staat zu schaffen, und hat zum Ziel, die Aussicht auf Frieden und die Lebensbedingungen in Gaza & Westbank zu verbessern, sowie
langfristig überlebensfähige Institutionen zu fördern.