Peru
Website der DEZA in Peru: www.cooperacion-suiza.admin.ch/peru/
Peru ist seit 2011 nicht mehr Schwerpunktland der DEZA. Diese Seite wird deshalb nicht mehr aktualisiert.
Durch die Unterstützung der benachteiligten Bevölkerung in diesen Regionen und die Mitgestaltung von nationalen, sektoriellen und regionalen Politiken will die Schweiz einen Beitrag zur Verringerung der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten leisten. Wirtschaftlich hat Peru sein Wachstum der letzten Jahre auf hohem Niveau weiter gefestigt. Die dynamische Entwicklung droht aber die Gesellschaft weiter zu spalten – fast 40% der Bevölkerung leben in Armut - was den Druck auf die natürlichen Ressourcen verstärkt. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen Massnahmen zur Förderung der guten Regierungsführung und eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums, von natürlichem Ressourcenmanagement sowie humanitäre Hilfe.
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs .. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF |
Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
Die Entwicklung Perus ist in den letzten Jahren zunehmend von einer Kluft zwischen Wirtschaftswachstum und sozialer Ungleichheit geprägt. Die Armutsraten sind immer noch hoch, insbesondere in den
ländlichen Gebieten: 36 % der Bevölkerung Perus leben in Armut, 16 % in extremer Armut. In der Andenregion betrifft die Armut manchmal bis zu 80% der Bevölkerung. Die herrschende Armut kann als
unmittelbare Folge der historischen Benachteiligung breiter Teile der Bevölkerung gesehen werden, denen die Mitwirkung an Entscheiden sowie der Zugang zu Ausbildung, Gesundheit und produktiven
Ressourcen verwehrt wurde. Der Raubbau an der Natur bedroht und zerstört zudem die natürlichen Lebensgrundlagen.
Seit einigen Jahren ist in Peru ein Dezentralisierungsprozess im Gang, der den Regionen mehr Kompetenzen und finanzielle Mittel gebracht hat. Die nötigen institutionellen Kapazitäten um diese Mittel
effizient und zum Wohl der Armen einzusetzen sind jedoch erst im Aufbau begriffen.
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit ist seit 1964 in Peru präsent und konzentriert sich seit den Anfängen auf die ländliche Entwicklung und richtet sich gezielt auf die Armutsbekämpfung
aus. Dank ihrer langjährigen operativen Erfahrungen auf der Lokal- und Regionalebene kann die Schweiz die vorhandene wirtschaftliche und politische Dynamik positiv unterstützen. Sie bemüht sich, die
Wirkung der eingesetzten Mittel durch einen Akzent auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen für eine soziale ausgewogene, nachhaltige und demokratische Entwicklung zu erhöhen.
Nach der Südbotschaft von 2008 wurde eine neue Schweizer Zusammenarbeitsstrategie (DEZA und SECO) für den Zeitraum 2009-2011 erarbeitet. Die Herausforderung dieser Strategie ist es, Peru – als Land mittleren Einkommens – darin zu unterstützen, das gute wirtschaftliche Wachstum mit Umverteilung und sozial ausgerichteten Regierungspolitiken auch auf die arme Bevölkerung zu übertragen. Zudem soll die Strategie bis Ende 2011 in Peru für einen harmonischen Übergang von den Instrumenten der Regionalen Zusammenarbeit der DEZA zu den Instrumenten der Globalen Zusammenarbeit der DEZA und des SECO sorgen (Themen «Wasser» und «Klimawandel»).
Die Aktivitäten der DEZA konzentrieren sich schwergewichtig in drei Regionen des Landes: Sierra Norte (Cajamarca), Sierra Sur (Cusco, Apurimac) sowie Lima und mittelgrosse Städte. Das Programm ist
auf drei thematische Schwerpunkte fokussiert, welche die bisherigen Erfahrungen von DEZA und SECO sowie die komparativen Vorteile der Schweiz nutzen:
- Stärkung der demokratischen Institutionen: Förderung des Dialogs zwischen der Regierung und der Zivilgesellschaft, verbesserte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie
Unterstützung einer dezentralen, effektiven und sozial orientierten öffentlichen Verwaltung, die allen einen gleichberechtigten Zugang zur Grundversorgung und Justiz ermöglicht.
Hauptthemen: Dezentralisierung, Zugang zu Justiz, institutionelle Stärkung der Ombudsstelle, Konfliktprävention.
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Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums mit Ausrichtung auf die benachteiligten Bevölkerungsgruppen: Gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den Regionen ermöglicht die Schaffung von stabilen Arbeitsplätzen sowie eine Einkommensverbesserung der ärmeren Bevölkerungsgruppen (Pro Poor Growth) und einen verbesserten Zugang zu nationalen, regionalen und globalen Märkten.
Hauptthemen: Förderung der Wettbewerbsfähigkeit durch Vernetzung der kleinen Unternehmen, Zugang zu nationalen und internationalen Märkten durch Erfüllung von internationalen Standards und Diversifizierung, Berufsbildung in ländlichen Gebieten, Verbesserung der ökonomischen Rahmenbedingungen und des Geschäftsumfelds, Zugang zu Finanzmitteln, Tourismusförderung.
- Stärkung der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen, Förderung der Zusammenarbeit von lokalen, regionalen und nationalen Akteuren um die Verletzlichkeit der Bevölkerung gegenüber Naturkatastrophen und dem Klimawandel zu mindern.
Hauptthemen: integriertes Management von natürlichen Ressourcen, öffentlich-private Partnerschaften bei Projekten im Bereich Wasser und sanitäre Grundversorgung, nachhaltige Nutzung der Artenvielfalt
(Biodiversität), Anpassungen an den Klimawandel und Abbau der Treibhausgasemissionen.
Die DEZA will vor allem die eigenen Entwicklungsbestrebungen der peruanischen Bevölkerung fördern. Dazu arbeitet sie zusammen mit
- der peruanischen Regierung, Gemeinden und Gemeindenetzwerken;
- peruanischen Nichtregierungsorganisationen;
- schweizerischen Hilfswerken und internationalen Organisationen wie der Weltbank.
Die Schweiz fördert die Vernetzung und Allianzen mit nationalen Partnern auf verschiedenen Ebenen und stimmt die Zusammenarbeit mit anderen bi- und multilateralen Gebern ab.
Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte
Die humanitären Bedürfnisse in Peru ergeben sich aus den sozioökonomischen Bedingungen, den begrenzten Landressourcen sowie der Landflucht. Zudem wird Peru regelmässig von Naturkatastrophen
heimgesucht, insbesondere von Überschwemmungen («El Niño», ein Wetterphänomen) und Erdbeben. Das letzte schwere Erdbeben mit einer Stärke von 8,0 auf der Richterskala ereignete sich im August 2007,
in der Region Ica/Pisco, im Süden des Landes.
In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaft zwar leicht erholt, und soziale Indikatoren wie die Kinder- oder die Müttersterblichkeit weisen positive Tendenzen auf. Besonders betroffen von
chronischer Unterernährung sind gemäss einer Studie weiterhin peruanische Kinder unter fünf Jahren. Die Humanitäre Hilfe der Schweiz und das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (HH/SKH) der
DEZA konzentrieren ihre Aktivitäten wie in den letzten Jahren auf die folgenden Bereiche:
- Disaster Risk Reduction in Zusammenhang mit Naturkatastrophen
Auch wenn die Humanitäre Hilfe des Bundes in den letzten Jahren diverse Nothilfe-Aktionen durchführte und damit punktuell zur Linderung der Not von Opfern von Naturkatastrophen (Erdbeben, Kältewellen) beitrug, so liegt deren Schwerpunkt heute in den Andenländern primär auf den Aspekten Vorsorge und Prävention. Dabei richtet die DEZA ihr Augenmerk auf die Zusammenarbeit mit staatlichen Akteuren für den Aufbau und die Stärkung lokaler Fähigkeiten, die Sensibilisierung für die Präventionsproblematik sowie «Best Practices». So werden beispielsweise im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben vom August 2007 erdbebensicherere Bauweisen in ländlichen Gebieten gefördert. Ausserdem unterstützt die DEZA den peruanischen Zivilschutz beim Bau von Trainingsanlagen für Retterteams sowie bei deren Ausbildung. - Substanzieller Beitrag zu Nahrungsmittelhilfe-Programmen: : Mit der Bereitstellung von Milchprodukten unterstützt die Schweiz ernährungssichernde Programme des
UNO-Welternährungsprogrammes (WFP), von Nichtregierungsorganisationen und kirchlichen Einrichtungen. Die Projekte der kirchlichen Organisationen werden von Caritas Schweiz koordiniert. Die Empfänger
der Hilfe sind meistens Schulkinder und hilfsbedürftige Gruppen.
- Seit Januar 2004 unterstützt ein Assistenz-Koordinator für die Humanitäre Hilfe, mit Sitz in La Paz, die DEZA Kooperationsbüros in Lima und La Paz bei der Umsetzung des regionalen Ansatzes im Bereich «Disaster Risk Reduction».
Hintergrundinformationen Peru
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Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank |
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Peru (Lima) |
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Oficina de Cooperación Suiza en Perú |
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| Telefon | +511 26 45001 |
| Fax | +511 26 41387 |
| lima@sdc.net | |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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