Bundesverwaltung admin.ch
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
DEZA – weltweit vor Ort

Besuchen Sie die Websites der Schweizer Kooperationsbüros.

Schweiz
Schweiz 
Suche:
Konkrete Projekte
Kooperationsstrategie


  • Kooperationsstrategie Peru 2009-2011
    Download (PDF, 4017 KB) [de]   [es]  

Peru

Website der DEZA in Peru: www.cooperacion-suiza.admin.ch/peru/

Peru ist seit 2011 nicht mehr Schwerpunktland der DEZA. Diese Seite wird deshalb nicht mehr aktualisiert.

PERU.GIFDie Schweiz engagiert sich seit 45 Jahren in Peru. Die heutige Schweizer Entwicklungszusammenarbeit umfasst Aktivitäten der DEZA und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Die DEZA konzentriert ihre Hilfe auf drei der ärmsten Gebiete im Hochland Perus, Cajamarca, Cusco und Apurimac.
Durch die Unterstützung der benachteiligten Bevölkerung in diesen Regionen und die Mitgestaltung von nationalen, sektoriellen und regionalen Politiken will die Schweiz einen Beitrag zur Verringerung der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten leisten. Wirtschaftlich hat Peru sein Wachstum der letzten Jahre auf hohem Niveau weiter gefestigt. Die dynamische Entwicklung droht aber die Gesellschaft weiter zu spalten – fast 40% der Bevölkerung leben in Armut - was den Druck auf die natürlichen Ressourcen verstärkt.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen Massnahmen zur Förderung der guten Regierungsführung und eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums, von natürlichem Ressourcenmanagement sowie humanitäre Hilfe.

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2011
Mio. CHF
2012
Mio. CHF
2013*
Mio. CHF
 
DEZA
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit 8.36 7.15 6.32
Humanitäre Hilfe 0.93 0.36
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 7.54 6.96 9.21
Total DEZA/SECO 16.83 14.47 15.53
 
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 0.01
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 0.12 0.08 0.08
Total andere Bundesämter 0.12 0.09 0.08
 
Kantone und Gemeinden 0.65 .. ..
 
Total 17.60 14.56 15.61
* geplant; Gesamtbetrag aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF

Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte

Die Entwicklung Perus ist in den letzten Jahren zunehmend von einer Kluft zwischen Wirtschaftswachstum und sozialer Ungleichheit geprägt. Die Armutsraten sind immer noch hoch, insbesondere in den ländlichen Gebieten: 36 % der Bevölkerung Perus leben in Armut, 16 % in extremer Armut. In der Andenregion betrifft die Armut manchmal bis zu 80% der Bevölkerung. Die herrschende Armut kann als unmittelbare Folge der historischen Benachteiligung breiter Teile der Bevölkerung gesehen werden, denen die Mitwirkung an Entscheiden sowie der Zugang zu Ausbildung, Gesundheit und produktiven Ressourcen verwehrt wurde. Der Raubbau an der Natur bedroht und zerstört zudem die natürlichen Lebensgrundlagen.
Seit einigen Jahren ist in Peru ein Dezentralisierungsprozess im Gang, der den Regionen mehr Kompetenzen und finanzielle Mittel gebracht hat. Die nötigen institutionellen Kapazitäten um diese Mittel effizient und zum Wohl der Armen einzusetzen sind jedoch erst im Aufbau begriffen.

Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit ist seit 1964 in Peru präsent und konzentriert sich seit den Anfängen auf die ländliche Entwicklung und richtet sich gezielt auf die Armutsbekämpfung aus. Dank ihrer langjährigen operativen Erfahrungen auf der Lokal- und Regionalebene kann die Schweiz die vorhandene wirtschaftliche und politische Dynamik positiv unterstützen. Sie bemüht sich, die Wirkung der eingesetzten Mittel durch einen Akzent auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen für eine soziale ausgewogene, nachhaltige und demokratische Entwicklung zu erhöhen.

Nach der Südbotschaft von 2008 wurde eine neue Schweizer Zusammenarbeitsstrategie (DEZA und SECO) für den Zeitraum 2009-2011 erarbeitet. Die Herausforderung dieser Strategie ist es, Peru – als Land mittleren Einkommens – darin zu unterstützen, das gute wirtschaftliche Wachstum mit Umverteilung und sozial ausgerichteten Regierungspolitiken auch auf die arme Bevölkerung zu übertragen. Zudem soll die Strategie bis Ende 2011 in Peru für einen harmonischen Übergang von den Instrumenten der Regionalen Zusammenarbeit der DEZA zu den Instrumenten der Globalen Zusammenarbeit der DEZA und des SECO sorgen (Themen «Wasser» und «Klimawandel»).

Die Aktivitäten der DEZA konzentrieren sich schwergewichtig in drei Regionen des Landes: Sierra Norte (Cajamarca), Sierra Sur (Cusco, Apurimac) sowie Lima und mittelgrosse Städte. Das Programm ist auf drei thematische Schwerpunkte fokussiert, welche die bisherigen Erfahrungen von DEZA und SECO sowie die komparativen Vorteile der Schweiz nutzen:


Hauptthemen: integriertes Management von natürlichen Ressourcen, öffentlich-private Partnerschaften bei Projekten im Bereich Wasser und sanitäre Grundversorgung, nachhaltige Nutzung der Artenvielfalt (Biodiversität), Anpassungen an den Klimawandel und Abbau der Treibhausgasemissionen.


Die DEZA will vor allem die eigenen Entwicklungsbestrebungen der peruanischen Bevölkerung fördern. Dazu arbeitet sie zusammen mit

Die Schweiz fördert die Vernetzung und Allianzen mit nationalen Partnern auf verschiedenen Ebenen und stimmt die Zusammenarbeit mit anderen bi- und multilateralen Gebern ab.


Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte

Die humanitären Bedürfnisse in Peru ergeben sich aus den sozioökonomischen Bedingungen, den begrenzten Landressourcen sowie der Landflucht. Zudem wird Peru regelmässig von Naturkatastrophen heimgesucht, insbesondere von Überschwemmungen («El Niño», ein Wetterphänomen) und Erdbeben. Das letzte schwere Erdbeben mit einer Stärke von 8,0 auf der Richterskala ereignete sich im August 2007, in der Region Ica/Pisco, im Süden des Landes.

In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaft zwar leicht erholt, und soziale Indikatoren wie die Kinder- oder die Müttersterblichkeit weisen positive Tendenzen auf. Besonders betroffen von chronischer Unterernährung sind gemäss einer Studie weiterhin peruanische Kinder unter fünf Jahren. Die Humanitäre Hilfe der Schweiz und das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (HH/SKH) der DEZA konzentrieren ihre Aktivitäten wie in den letzten Jahren auf die folgenden Bereiche:


Hintergrundinformationen Peru

Zahlen und Fakten
Fläche
Bevölkerung
Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr (seit 1990)
Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer
Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf
Bevölkerungsanteil mit weniger als 2 US$ pro Tag
1'285'220
29.400
1.1
76.6 / 71.4
..
6'017.9
12.7
km2
Mio.
%
Jahre
%
US$
%

Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank

Landeshintergrundinformationen der BBC


Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Peru (Lima)

Oficina de Cooperación Suiza en Perú
Av. Salaverry 3242
San Isidro
Lima 27 - Perú

Telefon +511 26 45001
Fax +511 26 41387
E-Mail lima@sdc.net
Website www.cooperacion-suiza.admin.ch/peru/

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.