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Kooperationsstrategie

  • Kooperationsstrategie Bolivien 2013–2016
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Engagement der Schweiz in Lateinamerika

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40 Jahre Zusammenarbeit mit Bolivien
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit ist seit 40 Jahren in Bolivien aktiv und wird sehr geschätzt. Die Nr. 4/2009 von Eine Welt thematisiert den Andenstaat auf mehreren Seiten.

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Erfahrungsberichte aus Redaktionen
Die DEZA und die Schweizer Journalistenschule MAZ ermöglichen Schweizer Medienschaffenden Redaktionen in Ländern des Südens kennen zu lernen. In einem Blog erzählen die Journalisten und Fotografen von Ihren Erfahrungen in Bangladesch, Nepal, Laos, Bolivien und Tunesien.
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Bolivien

Website des Kooperationsbüros (DEZA) Bolivien: www.cooperacion-suiza.admin.ch/bolivia/

BOLIVIA.GIF

Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit in Bolivien konzentriert sich auf die Bereiche Dezentralisierung und Menschenrechte, Anpassung an den Klimawandel sowie Arbeit und Einkommen. Die wachsende Verstädterung Boliviens stellt neue Herausforderungen an die Entwicklungszusammenarbeit. Neben der Entwicklung der ländlichen Gebiete geht es deshalb neu auch um die Verbesserung der Versorgung im periurbanen Raum.

Seit 2005 verzeichnet Bolivien ein Wirtschafts- und Einkommenswachstum, das namentlich auf die Exporte von Erdgas, Erdöl und Bergbauerzeugnissen zurückzuführen ist. Die vom Staat durchgeführten Sozialprogramme zur Umverteilung der Einnahmen führten zu einer Verringerung der Armut. Trotzdem bleibt Bolivien das ärmste Land Südamerikas. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt nach wie vor unter der Armutsgrenze (2011). Ein Grossteil arbeitet unter sehr schwierigen Bedingungen im informellen Sektor.

Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass die zusätzlichen öffentlichen Mittel den am stärksten benachteiligten Menschen zugute kommen. Ländliche und periurbane Gebiete im Hochland und in den Andentälern stehen im Fokus der Bemühungen. Ihre Aktivitäten koordiniert die Schweiz mit anderen bilateralen Gebern sowie multilateralen Organisationen, die in Bolivien aktiv sind.

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2011
Mio. CHF
2012
Mio. CHF
2013
Mio. CHF
 
DEZA
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit 22.27 28.29 24.52
Humanitäre Hilfe 1.05 1.07 0.78
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Total DEZA/SECO 23.32 29.36 25.30
 
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 0.01
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 0.08 0.03 0.03
Total andere Bundesämter 0.09 0.03 0.03
 
Kantone und Gemeinden 0.60 0.99 ..
 
Total 24.01 30.38 25.33
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an schweizerische NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF

Dezentralisierung und Menschenrechte
Förderung von Autonomie und Mitwirkung auf kommunaler Ebene
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit leistet einen wertvollen Beitrag im erfolgreich verlaufenden Dezentralisierungsprozess in Bolivien. Konkret trägt die Schweiz zur Verbesserung der Qualität der und des Zugangs zu den kommunalen Dienstleistungen bei, namentlich im Bildungs- und Gesundheitswesen.

Die Rechte der Frauen fördert die Schweiz durch die Unterstützung von Frauen in politischen Ämtern auf Kommunalebene und die Verbesserung des Zugangs von Gewaltopfern zu einem umfassenden Gemeinderechtsdienst («Servicio Legal Integral Municipal» SLIM). Zwischen 2008 und 2012 wurde dieser Rechtsdienst in siebzehn Gemeinden unterstützt.

Zur Verbesserung des Zugangs von benachteiligten Gruppen zur Justiz unterstützt die Schweiz beispielsweise die Bemühungen der Regierung zur Einrichtung alternativer Konfliktbeilegungsmechanismen. Die nationale Behörde für die amtliche Verteidigung («Servicio national de defensa pública»), deren Aufgabe der Schutz der Rechte der Angeklagten umfasst, ist ebenso Leistungsempfänger wie die Bürgerbeauftragtenstelle («Defensoría del pueblo»), deren Auftrag der Schutz der Menschenrechte ist.

Anpassung an den Klimawandel
Risikoprävention und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit verfügt über reiche Erfahrung was den Umgang mit natürlichen Ressourcen anbelangt. Die nachhaltige Nutzung der Böden und eine integrale Bewirtschaftung der Wassereinzugsgebiete stehen im Zentrum der Bemühungen.

Das Projekt zur Verringerung des Katastrophenrisikos («Disaster Risk Reduction» DRR) hilft Bolivien bei der Bewältigung der Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die Bevölkerung, die Infrastruktur und die Wirtschaft. Bis 2013 haben bereits 24 Gemeinden Mittel für die DRR in ihren Jahresbudgets vorgesehen.

In den Städten stellt die Umweltverschmutzung eine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner dar. Besonders stark betroffen sind die ärmsten Bevölkerungsgruppen, Frauen und Kinder. Ab 2014 verstärkt die Schweiz ihre Bemühungen, mittelgrosse Städte bei der Bewältigung ihrer Umweltprobleme zu unterstützen.

Arbeit und Einkommen
Erhöhung der Produktivität und wirtschaftliche Diversifizierung
Zur Förderung der Wirtschaftsentwicklung in ländlichen Gebieten erhielten bis 2013 rund 20`000 Produzenten Zugang zu Finanzdienstleistungen und anderen Diensten, dank denen sie die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung ihrer Güter und Dienstleistungen verbessern konnten.

Die DEZA konzentriert sich auf die Optimierung von Wertschöpfungsketten ausgewählter Produkte. Insbesondere die öffentlich-private Zusammenarbeit entlang dieser Wertschöpfungsketten wird erfolgreich mittels speziell dafür geschaffenen Plattformen verbessert. Bis 2013 konnten über 8000 Produzenten für eine aktive Mitwirkung mobilisiert werden.

Im Bereich Fach- und Berufsausbildung bildete die DEZA zwischen 2009 und 2013 über 10000 Personen aus und führte für fast 5000 Personen kurze Schulungen durch, um ihre Chancen auf eine Anstellung, eine selbständige Erwerbstätigkeit und Einkommensmöglichkeiten zu verbessern.

Geschichte der Zusammenarbeit
Geschätztes Engagement dank langjähriger Bemühungen
Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit geniesst für ihr langjähriges und erfolgreiches Engagement in Bolivien hohes Ansehen. Seit 1969 ist die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit in Bolivien aktiv, seit 1981 ist Bolivien Schwerpunktland der DEZA. Angesichts der Verstädterung Boliviens konzentriert sich die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit seit 2013 nicht mehr nur auf die Entwicklung in ländlichen Gebieten, sondern auch auf die Verbesserung der Versorgung im periurbanen Raum.


Hintergrundinformationen Bolivien

Zahlen und Fakten
Fläche
Bevölkerung
Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr (seit 1990)
Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer
Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf
Bevölkerungsanteil mit weniger als 2 US$ pro Tag
1,098,580
10.088
1.6
68.9 / 64.4
13.2 / 4.2
2'374.0
..
km2
Mio.
%
Jahre
%
US$
%

Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank

Landeshintergrundinformationen der BBC


Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Bolivien (La Paz)

Oficina de Cooperación Suiza en Bolivia
Casilla # 4679
Calle 13 No. 455
Esq. Av. 14 de Septiembre, Obrajes
La Paz - Bolivia

Telefon +591 227 51001
Fax +591 221 40884
E-Mail lapaz@sdc.net
Website www.cooperacion-suiza.admin.ch/bolivia/

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.