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19.04.2012 - Pressemitteilung
Frühjahrstagung 2012 von IWF und Weltbank

An der Frühjahrstagung 2012 von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank wird das ministerielle Steuerungsgremium des IWF über eine ausserordentliche Erhöhung der IWF-Mittel beraten. Die Schweiz ist bereit, im Rahmen einer konzertierten Aktion wichtiger Gläubigerländer einen substanziellen Beitrag an diese Massnahmen zur Stabilisierung des Finanzsystems zu leisten. Die weiteren Themen der Frühjahrstagung sind die Lage der Weltwirtschaft, die wirtschaftspolitische Überwachung des IWF sowie seine Gouvernanz. Die Hauptthemen im Entwicklungsausschuss sind der Einsatz des Privatsektors als Hebel für Entwicklung und die Notwendigkeit von sozialen Sicherheitsnetzen.

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf als Schweizer Delegationsleiterin, Bundesrat Johann Schneider-Ammann, und Thomas Jordan, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, nehmen am 20. und 21. April 2012 an der gemeinsamen Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbankgruppe in Washington teil.

Der IWF ist in seiner Prognose für das weltwirtschaftliche Wachstum zwar etwas weniger pessimistisch als noch vor einem halben Jahr, die Risiken bleiben aber erheblich. Zur Entspannung massgeblich beigetragen haben die Politikmassnahmen in der Eurozone, deren Entlastung aber grösstenteils nur vorübergehend wirken wird. Auch bleibt das Zusammenspiel der wirtschaftlichen Erholung und der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte in vielen Staaten eine Gratwanderung. Zudem geben steigende Ölpreise Anlass zur Sorge, wie auch die abflachende Dynamik in den grösseren Schwellenländern. Deshalb muss, allem voran, die Verschnaufpause in den Industrieländern dazu genutzt werden, um die notwendigen Strukturreformen durchzuführen, die eine ausgewogene und anhaltende Erholung sicherzustellen.

Um die Stabilisierung der Weltwirtschaft und der Lage auf den Finanzmärkten nachhaltig zu unterstützen, wird sich der Internationale Währungs- und Finanzausschuss (IMFC), das ministerielle Steuerungsgremium des IWF, mit einer zeitlich befristeten Erhöhung der Mittelausstattung des IWF befassen. Weil für die Schweizer Wirtschaft die Stabilisierung des internationalen Finanzsystems von grosser Bedeutung ist, ist der Bundesrat bereit, im Rahmen einer konzertierten Aktion wichtiger Gläubigerländer einen substanziellen Beitrag an die Aufstockung der IWF Mittel zu leisten, unter Vorbehalt einer Genehmigung durch die Eidgenössischen Räte.

Weitere Diskussionsthemen im IMFC sind die laufende Reform der IWF-Quoten und Gouvernanz sowie die Stärkung seiner wirtschaftspolitischen Überwachungsinstrumente.

Der Entwicklungsausschuss der Weltbankgruppe wird sich mit der Rolle des Privatsektors als Hebel für die wirtschaftliche Entwicklung und der Notwendigkeit von sozialen Sicherheitsnetzen befassen. Darüber hinaus wird er die Bedeutung von Schwankungen in Nahrungsmittelpreisen für Ernährungssicherheit und für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele thematisieren. Schliesslich wird er allgemeinen Bestand aufnehmen bei der Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele und bei der laufenden institutionellen Modernisierung der Weltbankgruppe.

Am Rande der Frühjahrstagung findet auch ein Treffen der Financial Action Task Force (FATF) auf ministerieller Ebene statt, an der das Mandat der FATF für 2012 – 2020 verabschiedet werden soll.

Desweiteren bietet die Tagung Gelegenheit für bilaterale Treffen.

Adresse für Rückfragen:

Mario Tuor, Leiter Kommunikation Staatssekretariat für internationale Finanzfragen, Tel. +41 31 322 46 16, mario.tuor@sif.admin.ch

Raymund Furrer, Leiter des Ressorts Multilaterale Zusammenarbeit, Staatssekretariat für Wirtschaft, Tel. +41 31 324 08 19, raymund.furrer@seco.admin.ch

Olivier Bürki , Leiter Abteilung Globale Institutionen, Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Tel. +41 31 322 86 09, olivier.buerki@eda.admin.ch

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