22.01.2005 - Pressemitteilung
Kobe Konferenz zur Katastrophenprävention: Schweiz spielte eine wichtige Rolle
In Kobe wurde am Samstag die Weltkonferenz zur Katastrophenprävention abgeschlossen. Die rund 4000 Delegierten und Experten verabschiedeten zwei wichtige Dokumente. Die Schweiz spielte eine bedeutende Rolle in der Vorbereitung der Konferenz und bei der Ausarbeitung der Grundlagentexte.
Die Vertreter von 168 Ländern und rund dreissig internationalen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen einigten sich nach fünftägigen Diskussionen auf einen Aktionsplan für die nächsten zehn Jahre. Das verabschiedete „Hyogo Framework for Action 2005-2015“ ist ein Referenzdokument für Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Naturkatastrophen. Der Aktionsplan wird ergänzt durch eine Schlussdeklaration, welche auf den engen Zusammenhang zwischen vorbeugenden Massnahmen und nachhaltiger Entwicklung und Armutsreduktion hinweist.
Der breite, für die beiden Dokumente erreichte Konsens ist ein Erfolg für die Schweizer Diplomatie, die sich bereits in der Vorbereitungsphase in Genf stark engagierte. Das Redaktionskommittee für die Grundlagendokumente wurde von Marco Ferrari, dem stellvertretenden Leiter der Humanitären Hilfe der DEZA, geleitet. Die politischen Verhandlungen mit Vertretern von 56 Ländern im Vorfeld der Konferenz ebneten den Weg zum Erfolg in Kobe.
Der Hyogo-Aktionsplan setzt sich zum Ziel bis 2015 die negativen Folgen von Naturkatastrophen auf die Bevölkerung substantiell zu reduzieren. Die verabschiedeten Massnahmen nehmen sowohl die Regierungen als auch internationale Institutionen sowie die Zivilgesellschaft auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene in die Pflicht. Bei der Präsentation des Dokuments in der Plenarsitzung zeigte sich Marco Ferrari mit dem Erreichten zufrieden: „Gewiss konnten nicht alle Anliegen aufgenommen werden, doch haben wir präzise und konkrete Massnahmen identifizieren können, welche zur Verhütung von Naturkatastrophen beitragen werden.“
Der auf zehn Jahre angelegte Aktionsplan ist die Weiterführung eines Prozesses, der mit der 1994 verabschiedeten Yokohama Strategie begonnen hat. Das Hyogo-Dokument benennt die Massnahmen konkreter und bezieht neue Themen und Handlungsfelder mit ein, die bisher nicht Gegenstand der Diskussionen waren. Er ist eine klare Aufforderung an die internationale Gemeinschaft nun konkrete, präzise und quantifizierbare Massnahmen zur Katastrophenprävention einzuleiten.
Für weitere Informationen:
Samstag; Meinrad Studer in Japan, 0081 80 10 08 98
Ab Sonntag: Jean-Philippe Jutzi, 079 292 08 49
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Weiterführende Informationen und Dokumente
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WCDR - World Conference on Disaster Reduction - Kobe, Japan
18-22 January 2005http://www.unisdr.org/wcdr/