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01.12.2011 - Pressemitteilung
Migration als Chance für die Entwicklung nutzen

Global Forum für Migration und Entwicklung

Hochrangige Persönlichkeiten sowie Vertreterinnen und Vertreter aus rund 160 Ländern treffen sich heute und morgen zu einer Konferenz in Genf, um sich mit den Chancen und Herausforderungen der Migration auseinanderzusetzen. Eröffnet wurde der Anlass von der Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes (EJPD), Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Das Treffen bildet den Abschluss des Schweizer Vorsitzes des Globalen Forums für Migration und Entwicklung (GFMD).

In ihrer Eröffnungsrede betonte Bundesrätin Simonetta Sommaruga, dass das Engagement der Schweiz auf globaler Ebene auch im nationalen Interesse der Schweiz liege. Um die Herausforderungen der Migration besser meistern zu können, plädierte sie für weltweite Partnerschaften und einen Dialog auf gleicher Augenhöhe. Dafür bilde das Globale Forum für Migration und Entwicklung ein ideales Gefäss. Migration dürfe nicht aus Not erfolgen, deshalb müssten die Menschen in ihren Heimatländern eine Perspektive haben. Sie erinnerte auch an die zentrale Bedeutung der Migration für die Entwicklung der Schweiz in der Vergangenheit und der Gegenwart.

Die Schweiz hatte unter der Leitung von Eduard Gnesa, Sonderbotschafter für internationale Migrationsfragen, in diesem Jahr den Vorsitz des GFMD inne. Unter dem Motto: „Taking Action on Migration and Development – Coherence, Capacity und Cooperation“ organisierte die Schweiz in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Staaten 14 regionale Arbeitstreffen in der ganzen Welt, welche der Vorbereitung dieser Abschlusskonferenz dienten. Im Zentrum des Schweizer Vorsitzes standen drei Themenbereiche: Die Mobilität von Arbeitskräften und die Nutzung dieses Potenzials für die Entwicklung, die Bekämpfung der irregulären Migration und die Integration der Migrationsthematik in die Entwicklungspolitiken auf nationaler und multilateraler Ebene.

Nun gelte es, so Botschafter Eduard Gnesa, das erworbene Wissen und die Erfahrungen zu vertiefen und anschliessend konsequent in die nationalen und globalen Migrations- und Entwicklungspolitiken einfliessen zu lassen.

Zum Schluss ihres GFMD-Vorsitzes zieht die Schweiz - getragen vom Bundesamt für Migration, der Politischen Direktion des EDA sowie der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA - eine positive Bilanz: Der Vorsitz bot ihr unter anderem die ausserordentliche Gelegenheit, den multilateralen Dialog über Migration und Entwicklung massgebend mitzugestalten. Es gelang ihr, die Zusammenarbeit mit Staaten, die für sie migrations- und entwicklungspolitisch von besonderem Interesse sind, zu vertiefen. Die Schweiz profilierte sich durch innovative Ansätze und bewährte Massnahmen.

Das Globale Forum für Migration und Entwicklung (GFMD) ist das einzige internationale Forum, das Staaten und Vertreter internationaler Organisationen auf globaler Ebene einlädt, gemeinsam über Fragen der Migration und Entwicklung zu reflektieren und Erfahrungen auszutauschen. Das GFMD nimmt Themen auf, die Herkunfts-, Transit- und Zielländern von Migration beschäftigen und sucht nach konstruktiven Lösungen. Das Forum wurde 2006 vom damaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen.

Für Fragen und Auskünfte:
EDA Information:
Silvia Müller, Kommunikationsbeauftragte, Tel. +41 (0)79 828 57 71
EJPD Information:
Agnès Schenker, Mediensprecherin, Tel. +41 (0)79 703 13 55

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