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05.11.2007 - Artikel
Landwirtschaft: Zentral für die Armutsbekämpfung

Der "World Development Report 2008" der Weltbank

Der neueste Weltentwicklungsbericht der Weltbank fordert höhere Investitionen in die Landwirtschaft von Entwicklungsländern. Nur wenn der Agrarsektor in den Mittelpunkt der Entwicklungsagenda rücke, lasse sich das erste Millenniums-Entwicklungsziel erreichen: die Halbierung von extremer Armut und Hunger bis 2015.

Wirtschaftswachstum vermindert die Armut in Entwicklungsländern. Weitaus am meisten profitieren die Ärmsten, wenn das Wachstum im Landwirtschaftssektor erfolgt. Dies hält der "World Development Report 2008: Agriculture for Development" der Weltbank fest, zu dessen Erarbeitung die DEZA finanziell und inhaltlich beigetragen hat.

Gemäss Bericht leben weltweit 75 Prozent der Armen in ländlichen Gebieten. Doch nur vier Prozent der globalen öffentlichen Entwicklungshilfe fliessen in Projekte im Bereich der Landwirtschaft. Und auch die Staaten selber geben beispielsweise in Subsahara-Afrika nur vier Prozent ihrer Ausgaben für eine leistungsfähigere Landwirtschaft aus, obwohl der Sektor 65 Prozent der Arbeitskräfte beschäftigt.

Leistungsfähige Landwirtschaft und Zugang zu Märkten
Ein Umdenken ist nötig: Der Bericht verlangt zum einen Massnahmen in den Entwicklungsländern selber. So sei die Produktivität bei der Herstellung von Grundnahrungsmitteln zu erhöhen. Kleinbauern sollten Zugang zu den wachstums- und umsatzstarken Märkten für Gartenbau-, Geflügelzucht-, Aquakultur- und Molkereierzeugnisse erhalten. Und auf dem Land müssten Arbeitsplätze in Wirtschaftszweigen abseits der Landwirtschaft entstehen. Der Präsident der Weltbankgruppe, Robert B. Zoellick, fordert zum anderen auch globale Reformen, indem Länder "marktverzerrende Subventionen abbauen und die Märkte öffnen".

Die Weltbank wird ihre Investitionen im Bereich der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung entsprechend dem Bericht weiter erhöhen. Auch die DEZA misst dem Thema eine hohe Bedeutung bei. So unterstützt sie jährlich Projekte im Umfang von 120 – 150 Millionen Franken im Bereich "Landwirtschaft und ländliche Entwicklung" – einem der zehn DEZA-Schwerpunktthemen.

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