Gründung
1967
Hauptsitz
New York
Hauptorgane
gemeinsamer UNDP- / UNFPA-Exekutivrat mit 36 Mitgliedern (24 Entwicklungs- und 12 Industrieländer)
Leitung
Rekha Thapa
Personal
994 Mitarbeitende
Finanzierung
freiwillige Beiträge 2012: 847 Mio. USD
Schweizer Beitrag (2012)
14,7 Mio. CHF (allgemeiner Beitrag)
Link
www.unfpa.org
Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen
Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund, UNFPA), der 1969 gegründet wurde, befasst sich innerhalb des UNO-Systems mit Bevölkerungsfragen. Der Fonds setzt sich für das Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit ein und stellt den Ländern demographische Daten zur Verfügung für die Ausarbeitung von Politiken und Programmen zur Armutsbekämpfung. Die Schweiz unterstützt seit 1973 die Arbeit von UNFPA im Rahmen der multilateralen Zusammenarbeit und wirkt bei multi-bilateralen Projekten mit.
| Die Hauptaufgaben des UNFPA |
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Der UNFPA arbeitet mit Regierungen und nicht-staatlichen Organisationen in über 140 Ländern zusammen. Der Fonds unterstützt Programme, die eine allgemeine Sensibilisierung fördern sowie Frauen, Männern und Jugendlichen in folgenden Bereichen helfen:
- Familienplanung und Empfängnisverhütung,
- Schwangerschaftsfürsorge, Geburtshilfe und Betreuung von Neugeborenen,
- Prävention und Behandlung von Geschlechtskrankheiten – einschliesslich HIV/AIDS,
- Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.
Der UNFPA engagiert sich mit seinen Aufklärungsarbeiten und Projekten insbesondere für die Umsetzung des 1994 an der UNO-Bevölkerungskonferenz in Kairo beschlossenen Aktionsprogramms. Dieses sieht u.a. vor, den Zugang der Entwicklungsländer zu Bildung, Einkommen, Gesundheitsdiensten und Verhütungsmitteln zu verbessern sowie die Lebenserwartung zu erhöhen. Die Umsetzung des Aktionsprogramms ist ein wichtiger Mosaikstein in den Bemühungen, die Millenniumsziele zu erreichen.
| Das UNFPA und die Schweiz |
Der UNFPA spielt aus Schweizer Sicht eine zentrale Rolle dabei, Entwicklungsländer in Fragen der Fortpflanzungsmedizin, der sexuellen Gesundheit und der Bevölkerungsentwicklung zu unterstützen. In kulturell sensiblen Bereichen wie der Familienplanung und Empfängnisverhütung ist die Akzeptanz gegenüber einer breit abgestützten Organisation wie dem UNFPA grösser als gegenüber einem einzelnen Land. Die Schweiz konzentriert sich in Bevölkerungsfragen deshalb auf die multilaterale Zusammenarbeit und unterstützt den UNFPA seit 1973.
Im Jahr 2010 leistete die Schweiz einen allgemeinen Beitrag von 14 Millionen Franken. Zusätzlich zu diesem allgemeinen Beitrag arbeitet die DEZA über ihre Ländervertretungen in mehreren Ländern direkt mit dem UNFPA zusammen. So unterstützt sie in Ruanda ein Erziehungs- und Sensibilisierungsprogramm des UNFPA, das die Gesundheit junger Menschen verbessern und Geschlechtskrankheiten sowie HIV-Infektionen reduzieren will.
Zudem beteiligt sich die Schweiz im Exekutivrat aktiv an der Führung und der Oberaufsicht des Fonds und dessen Geschäfts- und Programmtätigkeit. Sie thematisiert in ihren Interventionen insbesondere folgende Thematiken: Gender, HIV/Aids, sozio-kulturelles Umfeld und Verwaltungsfragen. Analog zum Rotationsmodus beim UNDP ist die Schweiz – vertreten durch die DEZA – pro Dreijahreszyklus zwei Jahre Mitglied des Exekutivrates (2008 und 2010) und ein Jahr Beobachter (2009).
Weiterführende Informationen und Dokumente
-
UNFPA - United Nations Population Fund
http://www.unfpa.org/ - Bericht über den Zustand der Weltbevölkerung 2011
