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Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
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UNDP in Kürze

Gründung
1965

Hauptsitz
New York

Organe
Vertreter von 5 regionalen Gruppen. 12 Mitglieder seitens der WEOG (Western Europe and others Group, inklusive Schweiz); 24 Mitglieder der anderen regionalen Gruppen

Leitung
Helen Clark (NZ)

Vertretung 
in 166 Ländern

Personal 
rund 8’000 Mitarbeitende weltweit

Finanzierung
freiwillige Beiträge (reguläre und projektgebundene Beiträge der Geberländer sowie Beiträge der Empfängerländer zur Kofinanzierung der Projekte)

Budget 2009
rund 5.3 Mia. USD

Schweizer Beitrag 2011
54 Mio. CHF

Link 
www.undp.org

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen

Für die Schweiz ist das United Nations Development Programme (UNDP) seit Jahren einer der bedeutendsten Partner in der Entwicklungszusammenarbeit. Das UNDP spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele und bei den Reformbemühungen im UNO-System.

Die Hauptaufgaben des UNDP

undp.gifDas UNDP ist im Entwicklungsbereich die zentrale Planungs-, Finanzierungs- und Koordinierungsagentur des UNO-Systems. Das UNDP setzt sich für eine nachhaltige menschliche Entwicklung (Sustainable Human Development) ein, wobei die Armutsbekämpfung (wie bei der DEZA) oberste Priorität geniesst. Zu diesem Zweck unterstützt das UNDP in Partnerländern den Aufbau von Kapazitäten in folgenden vier übergeordneten Bereichen:

Seit dem Jahr 2000 führt das UNDP zudem die Kampagne zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs). Die Millenniumsziele sehen beispielsweise vor, bis zum Jahr 2015 extreme Armut und Hunger um mindestens die Hälfte zu reduzieren. Weitere Ziele beziehen sich auf die Sicherung der Grundschulbildung und die Gleichstellung der Geschlechter, die Verbesserung der Gesundheit, ökologische Nachhaltigkeit und Aufbau von weltweiten Partnerschaften. Das UNDP koordiniert die globalen sowie nationalen Anstrengungen zur Erreichung der Ziele und spielt dadurch eine zentrale Rolle im Umsetzungsprozess.

Das UNDP veröffentlicht weiter den jährlichen Bericht über die menschliche Entwicklung (Human Development Report, HDR). Dieser behandelt Fragen von globaler Bedeutung und beleuchtet die vielen Facetten der Entwicklung wie z.B. Lebenserwartung, Alphabetisierung, Schulbildung oder Armut. Der Bericht gilt als eine der wichtigsten Referenzen in der Entwicklungspolitik.

Das UNDP und die Schweiz

2011 unterstützte die Schweiz das United Nations Development Programme mit 54 Millionen Franken. Somit gehört die Schweiz zu den zehn wichtigsten Geberländern des UNDP. Mit seiner praktisch weltweiten Vertretung und seinem grossen Netzwerk stellt das UNDP eine wertvolle Ergänzung für die bilateralen Entwicklungsaktivitäten der Schweiz dar. So kann die Schweiz auch dort einen Beitrag leisten, wo sie selber nicht präsent ist. Zusätzlich zum allgemeinen jährlichen Beitrag der Schweiz findet in den Schwerpunktländern der DEZA eine direkte Zusammenarbeit zwischen den DEZA-Büros und dem UNDP statt.

Auch in administrativer und institutioneller Hinsicht leistet die Schweiz einen Beitrag. Die Schweiz ist als Mitglied der regionalen Gruppe WEOG (Western Europe and other Groups) sowohl Betrachter wie auch Mitglied des Exekutivrates. Diese Teilnahme richtet sich nach dem Rotationsprinzip der WEOG und ermöglicht es der Schweiz, sich regelmässig aktiv an der Planung und der Aufsicht der Tätigkeiten von UNDP zu beteiligen. Dabei ist eine aktive Mitwirkung an den Geschäften des Exekutivrates nicht vom Status der Mitgliedschaft abhängig.

Die Schweiz setzt sich im Rat dafür ein, dass das UNDP stärker im Bereich der guten Regierungsführung sowie der Krisenprävention und –bewältigung tätig wird. Nicht zuletzt auch Dank gezielten Rekrutierungsstrategien sind heute rund 20 Schweizerinnen und Schweizer für das UNDP tätig.

Weiterführende Informationen und Dokumente