Partner der Humanitären Hilfe
Die Humanitäre Hilfe des Bundes kann ihren Auftrag nur gemeinsam mit Partnern erfüllen. Sie bewegt sich im Rahmen des internationalen Hilfssystems, berücksichtigt dessen Regeln und gestaltet aufgrund eigener Erfahrungen Lernprozesse und Strategien auf internationaler Ebene aktiv mit. Sie unterstützt zudem ihre Partner dabei, die Aufgaben wirksam wahrzunehmen.
Die Koordination innerhalb der schweizerischen Bundesverwaltung gestaltet die Humanitäre Hilfe partnerschaftlich und aktiv, vor allem mit Akteuren der Friedens-, Sicherheits-, Migrations-, Menschenrechts-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Sie bringt ihre Erfahrungen für die umfassende Politikgestaltung in diesen Themenbereichen ein und gestaltet die multilaterale Strategie der DEZA mit.
Partnerschaften für humanitäre
Aktionen
Die Humanitäre Hilfe arbeitet zusammen mit Organisationen der Vereinten Nationen, staatlichen Akteuren, zwischenstaatlichen Organisationen, Rotkreuz- und
Rothalbmondgesellschaften (vor allem dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz IKRK), den schweizerischen Hilfswerken sowie internationalen und nationalen Nichtregierungsorganisationen.
Allianzen
Für spezifische Situationen bildet die Humanitäre Hilfe des Bundes Ad-hoc-Allianzen mit anderen Ländern und Organsationen. Damit stellt sie die Wirkung ihres Handelns sicher, fördert internationale
Hilfsanstrengungen und verstärkt die Möglichkeit, anwaltschaftlich für Opfer einzutreten und ihnen eine Stimme zu geben.
Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Privaten
Die Komplexität der Themen, die sich der Humanitären Hilfe stellen, verlangt eine enge Zusammenarbeit mit allen Kreisen, die Lösungsansätze bieten können. In öffentlichen Institutionen (z.B.
Universitäten und Spitäler) und Organisationen der Privatwirtschaft ist grosses Potenzial vorhanden, das durch Dialog, Partnerschaft und ergänzende Aktionen vermehrt einzubeziehen ist.
Zivil-militärische
Zusammenarbeit
Humanitäre Aktionen werden in erster Linie durch zivile Institutionen geleistet. Militärische Mittel werden dann unterstützend eingesetzt, wenn die zivilen Kräfte nicht
ausreichen (Subsidiarität). Die Zusammenarbeit ist soweit möglich vorgängig zu definieren und gemeinsam zu planen. Leitung und Verantwortung für die humanitären Aktionen bleiben jedoch immer in
ziviler Zuständigkeit.
Auf der Seite Internationale Institutionen finden Sie ausführlichere Informationen zu den humanitären Partnern der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere zu folgenden Internationale Organisationen:
UNO-Organisationen
-
UNO-Büro für Koordination humanitärer Angelegenheiten OCHA
- Welternährungsprogramm WFP
- UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR
- UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge UNRWA
- UNO-Kinderhilfswerk UNICEF
- Weltgesundheitsorganisation WHO
- Internationale Organisation für Migration IOM
Internationale Netzwerke
- The Active Learning Network for Accountability and Performance in Humanitarian Action ALNAP
Rotkreuz-Organisationen
- Internationales Kommitee vom Roten Kreuz IKRK
- Schweizerisches Rotes Kreuz SRK
- Internationale Vereinigung der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften IFRC
Schweizerische Nichtregierungsorganisationen
- Caritas
- Terre des Hommes
- Hilfswerk der evangelischen Kirchen der Schweiz HEKS
- Ärzte ohne Grenzen Schweiz MSF
- Medair
- Heilsarmee Schweiz