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Konkrete Projekte

Einmalige Chance für 30'000 Vetiver-Produzenten
Vetiver

Im Mai 2012 startete die DEZA eine innovative Partnerschaft mit dem Schweizer Konzern Firmenich, einem der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Produktion von Aromen und Parfums. Kleine Bauernhöfe in Haiti produzieren rund 80 Prozent der Öl-Essenz Vetiver, die auf der ganzen Welt konsumiert wird (vorab in der Parfümerie, aber auch für Heilmittel). Der Zweck des Projekts ist es, Effizienz und Nachhaltigkeit aller Partner entlang der Verarbeitungskette zu verbessern. Zu Beginn des Projekts profitieren 1000 Landwirtinnen und Landwirte vom Projekt. Am Ende (um das Jahr 2020) sollen rund 30’000 Produzenten berücksichtigt werden.

Vetiver-Projekt

Die Verantwortung des Privatsektors

Die internationale Gemeinschaft und der Privatsektor haben verstanden, dass Letzterer eine wichtige Rolle spielt, wenn es um eine nachhaltige Umsetzung der Agenda von Rio geht. Immer häufiger werden die Unternehmen aufgefordert, verantwortungsvoll zu handeln und eine Wirtschaft zu unterstützen, die auf universellen Werten beruht. Das am Rande der UNO-Konferenz stattfindende «UN Global Compact Rio+20 Corporate Sustainability Forum» war eine gute Gelegenheit für den Privatsektor, sich mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Regierungen und der Zivilgesellschaft darüber auszutauschen, wie seine Rolle zur Förderung eines nachhaltigen Wachstums für alle aussehen soll.

Der «Global Compact» der Vereinten Nationen, ein wichtiger Partner der DEZA, organisierte ein Forum über den Begriff der Nachhaltigkeit in der Geschäftswelt. Es stand unter dem Titel «Innovation und Zusammenarbeit für eine Zukunft nach unseren Vorstellungen» und bietete Unternehmern und Investoren die Gelegenheit, mit Vertreterinnen und Vertretern von Regierungen, lokalen Behörden und der Zivilgesellschaft ins Gespräch zu kommen. Zu den zentralen Themen: Ernährungssicherheit, Energie und Wasser.

Starke Beteiligung der Schweiz
Die Schweiz, die durch DEZA-Direktor Martin Dahinden und den Leiter für Handelsförderung beim SECO, Hans-Peter Egler, vertreten war, äusserte sich zu zahlreichen Themen, darunter Ernährungssicherheit und Landwirtschaft, öffentlich-private Partnerschaften, Ressourceneffizienz und Bedeutung von Standards und Labels. Die DEZA stellte insbesondere Lösungen für innovative öffentlich-private Partnerschaften vor, die dank Mikroversicherungen Kleinproduzenten besser vor Wetterrisiken schützen sollen. Vertreter von grossen Firmen wie Swiss Re, Allianz Re oder Firmenich präsentierte konkrete Fälle.

Wie können die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen mit der Notwendigkeit einer nachhaltigen und gerechten Entwicklung in Einklang gebracht werden? Dies war eine der zentralen Fragen.

Über den «Global Compact» der UNO
Mit einer Teilnahme am «Global Compact» verpflichten sich die Unternehmen, ihre Aktivitäten und Strategien freiwillig auf zehn universell anerkannte Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten.

Der «Global Compact» der UNO ist die weltweit wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung: Er umfasst 8000 Mitglieder, darunter 6000Unternehmen, in 135Ländern. Der Global Compact, dessen oberstes Ziel die Förderung der sozialen Legitimität der Unternehmen und Märkte ist, trägt zur Entwicklung eines stabileren, gerechteren und offeneren Weltmarkts bei.

Die Unternehmen in der ganzen Welt sollen angehalten werden, die zehn Grundsätze des Pakts zu berücksichtigen, so dass sie durch ihr Handeln zur Unterstützung der übergeordneten Ziele der UNO, insbesondere zur Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele, beitragen.

Weiterführende Informationen und Dokumente