Bundesverwaltung admin.ch
Departement für auswärtige Angelegenheiten
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
DEZA – weltweit vor Ort

Besuchen Sie die Websites der Schweizer Kooperationsbüros.

Schweiz
Schweiz 
Suchen in:
 

Dossier zum internationalen Jahr der Kartoffel 2008 – archiviert Ende 2008
Mit der nahrhaften Knolle gegen Hunger und Armut

Die Kartoffel ist ein Grundnahrungsmittel für unzählige Menschen rund um den Erdball. In den Entwicklungsländern ist das Knollengewächs ein vielversprechendes Instrument im Kampf gegen Hunger und Armut. Die UNO hat die Kartoffel 2008 zum Thema gemacht. Die DEZA unterstützt den Kartoffelsektor seit den 70er-Jahren.


Internationales Jahr der Kartoffel
Im Kampf gegen Hunger und Armut gehört die Zukunft der Kartoffel
Die Kartoffel ist ein Grundnahrungsmittel für unzählige Menschen rund um den Erdball. Die nahrhafte Knolle wird mehr oder weniger überall angebaut, und in den Entwicklungsländern nehmen Produktion und Konsum kontinuierlich zu. Somit ist diese Nutzpflanze ein vielversprechendes Instrument im Kampf gegen Hunger und Armut. Dies hat die UNO dazu bewogen, die Kartoffel 2008 zum Thema zu machen. Die DEZA unterstützt den Sektor, der derzeit eine rasante Entwicklung durchmacht, seit den 70er-Jahren.

Ernährungssicherheit
Gewappnet vor Hunger dank Kartoffeln
Kartoffeln ergeben pro Flächeneinheit mehr Kalorien als jede andere Nutzpflanze. Sie enthalten wichtige Nährstoffe und bieten der Bevölkerung in ländlichen Anbaugebieten eine Einkommensquelle. Aus diesem Grund kann die Kartoffel bei der Bekämpfung von Hunger und Armut eine entscheidende Rolle spielen. Mit den Programmen der DEZA in Bhutan, Nepal und Nordkorea wurden denn auch beeindruckende Erfolge erzielt.

Einkommensförderung
Märkte und Einkommen erschliessen
Mit dem Anbau von Kartoffeln können Kleinbauern in Entwicklungsländern ihre Ernährungslage verbessern. Aber nicht nur: Die Knollenpflanze bietet ihnen gleichzeitig auch die Chance, eine Einkommensquelle zu finden oder ihre Einkünfte zu steigern, insbesondere durch den Anschluss an neue Absatzmärkte. Die Programme der DEZA in Bhutan, Peru und der Mongolei sind überzeugende Beispiele dafür.

Nachhaltige Landwirtschaft
Produktion, Konsum und Umwelt in fragilem Gleichgewicht
Mit der Optimierung landwirtschaftlicher Produktionssysteme durch geeignete Anbautechniken lässt sich die Produktivität nachhaltig steigern. Da Kartoffeln von zahlreichen Krankheiten befallen werden können, ist qualitativ gutes Saatgut wichtig, aber auch ein umfassendes Krankheitsmanagement, das für eine langfristig intakte Umwelt sorgt. Dies hat die DEZA dazu bewogen, gemeinsam mit dem Internationalen Kartoffelzentrum CIP einen Beitrag zum Ausbau der Kapazitäten von kleinen Bauernbetrieben zum Beispiel in Peru und Bolivien zu leisten.

Biodiversität und genetische Ressourcen
Die genetische Vielfalt bewahren und nutzen
Wenn gesundes Saatgut guter Qualität zur Verfügung steht, ist die Kartoffel für Kleinbauern in Entwicklungsländern eine vielversprechende Kulturpflanze. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die genetische Vielfalt der Kartoffel erhalten bleibt, nachhaltig genutzt wird und für die Kleinbauern zugänglich ist. Das von der DEZA unterstützte Internationale Kartoffelzentrum (CIP) spielt in diesem Bereich eine Schlüsselrolle.


Erdapfel Clip

Erdapfel
Eine Lebensgrundlage für die Menschheit


Weitere Videos

doss_pat_filme.jpg

Wissen Sie, dass die Kartoffel eines der weltweit wichtigsten Nahrungsmittel ist?

2008 - Warum ein internationales Jahr für die Kartoffel?

Einkommensförderung: Einheimische Kartoffelsorten erobern die Supermärkte

Einkommensförderung: Kartoffelboom in den Reisregionen

Biodiversität und genetische Ressourcen: Warum verschiedene Sorten so wichtig sind?

Kartoffelforschung: Wo liegen die grössten Herausforderungen rund um die Kartoffel?


netzwerke.jpg

Lokale Netze und Kapazitäten
Die grossen Probleme gemeinsam lösen
Vernetztes Arbeiten ist in der heutigen Welt unabdingbar. In Mittelamerika hat die Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Kartoffeln ein regionales Netzwerk für landwirtschaftliche Forschung aufgebaut, das von einem internationalen Zentrum unterstützt wird. Diese Zusammenarbeit dient inzwischen auch als Modell für die Schaffung ähnlicher Programme für Bohnen und Mais. Als Grundpfeiler ihres Engagements sieht die DEZA die Förderung lokaler Kapazitäten vor Ort.


netzwerke.jpg Kartoffelforschung
Technologie und Know-how im Dienste der Entwicklung
Die Kleinproduzenten von Kartoffeln in den Entwicklungsländern müssen Zugang zu den genetischen Ressourcen haben, um ihre Erträge steigern zu können. In der Forschung wird intensiv am Erhalt und am Einsatz der breiten Sortenpalette an Kartoffeln gearbeitet, namentlich beim Internationalen Kartoffelzentrum (CIP), einem langjährigen Partner der DEZA. Die DEZA engagiert sich auch für Lösungen, mit denen sich die Herausforderungen der Zukunft im Kartoffelsektor bewältigen lassen.

Tewolde Berhan Gebre Egziabher Interview mit Tewolde Berhan Gebre Egziabher
Rückbesinnung – ein Weg mit Zukunft
Der Biologe und Spezialist für Biodiversität Tewolde Berhan Gebre Egziabher hat sowohl in seiner Heimat Äthiopien wie auch bei der Gestaltung internationaler Instrumente zum Schutz der Biodiversität wichtige Meilensteine erreicht. Seine Zukunftsprognosen sind eine Absage an aktuelle Paradigmen in der Agro-Industrie.

Bolivianische Gemälde
«Die Kartoffel, ein Schatz der Anden»
Der bolivanische Künstler Marmani Marmani hat eine Reihe von Bildern gemalt, welche den kulturellen, historischen und wirtschaftlichen Wert dieser noblen Knolle hervorheben und all jenen Menschen Tribut zollen, welche die Kartoffel konservieren und kultivieren.

Links zu nützlichen Internetseiten
Kartoffeln - Wussten sie das?

  • China ist der weltweit grösste Kartoffelproduzent (2006 70,3 Mio. Tonnen, d.h. über 20 Prozent der Weltproduktion): Die Kartoffeln sind sowohl Grundnahrungsmittel als auch Einkommensquelle, vor allem für Bauernfamilien in Berggebieten mit kargem Boden.
  • Die Kartoffel stammt ursprünglich aus Südamerika, heute liegt dieser Kontinent dagegen in der Rangliste der Kartoffelproduzenten an letzter Stelle.