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Grosse Seen: Rehabilitation von Frauen und Kindern, die Opfer des Krieges geworden sind

Konfliktprävention

Seit vielen Jahren ist die Region der Grossen Seen durch regionale Kriege und zahlreiche interne Konflikte gekennzeichnet. 2002 wurde die DEZA durch ein Netzwerk lokaler Partner über die Vergewaltigung von 2000 Frauen durch Kämpfer verschiedener Armeeeinheiten informiert. Unverzüglich unterstützte sie eine spontane Aktion von burundischen Frauen zugunsten von 500 vergewaltigten Glaubensschwestern. Die Hilfeleistungen umfassten die medizinische und psychosoziale Versorgung in Bujumbura.

Ein innovativer Ansatz
Angesichts der Tatsache, dass eine Rehabilitation der Opfer auf medizinischer, psychischer, sozialer, wirtschaftlicher und rechtlicher Ebene erfolgen muss, entschied sich die DEZA für einen Ansatz, der drei sektorielle Schwerpunkte umfasst:

  1. Medizinische Versorgung: Die DEZA ermöglicht den Transport von Opfern in die zuständigen Gesundheitszentren und kostenlose medizinische Konsultationen sowie freiwillige HIV-Tests.
  2. Unterstützung bei der psychosozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rehabilitation: Die DEZA unterstützt Soforthilfemassnahmen, indem sie sogenannte Maisons d‘écoute einrichtet oder die Ausbildung von Sozialarbeiterinnen und -arbeitern unterstützt.
  3.  Zeugenaussagen: Die DEZA fördert Untersuchungen zum Thema sexuelle Gewalt, veröffentlicht die Ergebnisse dieser Untersuchungen und führt Akteure zusammen, die sich mit dem Thema der sexuellen Gewalt auseinandersetzen.

Weiterführende Informationen und Dokumente