Das Erdbeben in Haiti

Das Erdbeben in Haiti 2010 machte fast 1,5 Millionen Menschen obdachlos. Die Humanitäre Hilfe des Bundes führte die grösste Soforthilfeaktion ihrer Geschichte durch. 150
Schweizer Expertinnen und Experten verarzteten u.a. über 800 Frauen und Kinder und richteten rund 50 Trinkwasserstellen ein, die täglich bis zu 50‘000 Personen mit Trinkwasser versorgen. Heute
engagiert sich die Humanitäre Hilfe im Wiederaufbau: In 2011 wurde mit dem Bau von zwei Pilotschulen in Petit-Goâve für 1000 Kinder begonnen.
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Prävention

Die Risikoverminderung bei Naturkatastrophen rückt immer stärker in den Fokus der Entwicklungszusammenarbeit. Die Humanitäre Hilfe des Bundes investierte zwischen 2006 und 2010 jährlich über CHF 10
Millionen in die Katastrophenvorsorge, beispielsweise in flut- und erdbebensichere Bauten. Damit konnten Schäden in der Grössenordnung von schätzungsweise CHF 40–70 Millionen verhindert
werden.
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Humanitäre Hilfe

Die Humanitäre Hilfe führt 2013–2016 ihre Aktivitäten in Katastrophenvorsorge und -schutz, Nothilfe und Wiederaufbau weiter. Sie trägt zur Bewältigung der humanitären Folgen von Klimaveränderungen, Ernährungskrisen, Wasserknappheit, Umweltveränderungen, nuklearen Unfällen und Migration bei.
Stärkere Akzente werden bei der Prävention und Krisenresistenz, bei Anwaltschaft und Opferschutz sowie bei der internationalen Vernetzung gesetzt.
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Die Zahl der Katastrophen nimmt zu |
Bewährte Instrumente
Die Humanitäre Hilfe setzt ihre bewährten Instrumente wie Soforteinsatzteams und Rettungskette ein. Sie verstärkt ihre Präsenz im Feld, führt noch mehr direkte Aktionen mit eigenem Personal durch und
stellt – auch zu Gunsten der UNO-Organisationen – mehr Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) zur Verfügung. Sie intensiviert ihr
internationales Engagement im Rahmen der UNO und führt die bewährte Rotkreuz-Tradition der Schweiz weiter, indem sie die Aktionen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) massgeblich
finanziert.
Die Humanitäre Hilfe des Bundes berücksichtigt bei der Wahl der Einsatzgebiete das Ausmass der Krise sowie die Möglichkeiten der Schweiz, rasch und wirksam zu Linderung von Not beitragen zu können. Sie ist der humanitären Tradition der Schweiz verpflichtet und wird unabhängig von politischen Bedingungen geleistet.
Rahmendkredit
Die Schweiz setzt in den Jahren 2013–2016 insgesamt CHF 2 Milliarden (oder 17,8% der gesamten Mittel) für die Humanitäre Hilfe ein: Ein Drittel für bilaterale
Programme (direkte Aktionen des SKH sowie für Beiträge an schweizerische, internationale und lokale Organisationen); zwei Drittel für multilaterale Beiträge, d.h. für UNO-Organisationen (wie WFP,
UNHCR, OCHA, UNICEF) und das IRKK.