
Im Jahr 2002 trat die Schweiz als 190. Land der UNO bei. Welche Schlussfolgerungen und Perspektiven zeigen sich 10 Jahre später?
Dossier
Die Zusammenarbeit der DEZA mit der UNO
Entwicklungspolitische und humanitäre Herausforderungen sind zunehmend auf globaler Ebene zu lösen; dabei spielen die UNO und ihre Organe eine zentrale Rolle. Die Schweiz gehört zu den wichtigsten Geberländern der UNO und wirkt seit ihrem Beitritt 2002 auch in den Hauptorganen der UNO mit.
| Die UNO und die Schweiz |
Die Schweiz ist seit September 2002 Vollmitglied der Vereinten Nationen. Dies ermöglicht ihr, die entwicklungspolitischen Anliegen in die Kernorgane (Generalversammlung, Wirtschafts- und Sozialrat) der UNO einzubringen, wo Weichenstellungen für die UNO-Unterorganisationen und für die gesamte internationale Entwicklungsammenarbeit erfolgen. Auf operativer Ebene unterstützt die DEZA eine beschränkte Zahl der rund 30 UNO-Entwicklungsfonds und –programme. Im Jahr 2010 beliefen sich die Beiträge der Schweiz auf insgesamt gut 170 Millionen Franken.
Die multilaterale Zusammenarbeit der DEZA mit der UNO hat zwei Schwerpunkte: die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe. Die wichtigsten Partner der DEZA sind dabei das UNO-Entwicklungsprogramm (United Nations Development Programme UNDP), der Bevölkerungsfonds (UN Population Fund UNFPA) sowie das Kinderhilfswerk (UN Children's Fund UNICEF). Wichtige Zusammenarbeiten bestehen auch mit dem UNO-Flüchtlingskommissariat (UN High Commissioner for Refugees UNHCR), dem Programm zu HIV/Aids (Joint UN Programme on HIV/Aids UNAIDS), dem Welternährungsprogramm (World Food Programme WFP) oder dem Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (Office for the Coordination of Humanitarian Affairs OCHA).
Die Zusammenarbeit mit der UNO ermöglicht es der Schweiz:
- sich an globalen Ansätzen zur Lösung globaler Probleme zu beteiligen,
- sich an gross angelegten Operationen zu beteiligen, um immer komplexer werdenden Notlagen vorzubeugen und sie zu bekämpfen
- ihre beschränkten Mittel wirkungsvoll auch durch multilaterale Zusammenarbeit einzusetzen,
- ihre reichen bilateralen Erfahrungen in die Gestaltung der weltweiten Entwicklungspolitik einzubringen,
- durch Mitbestimmung die UNO-Aktivitäten stärker auf die ärmsten Länder und ärmsten Bevölkerungsschichten auszurichten,
- ihre Solidarität mit den Opfern von Krisen und Katastrophen im Zusammenspiel mit den UNO-Organisationen zu beweisen.
Weiterführende Informationen und Dokumente
- Multilaterale Akzente / September 2012: UNO - zehn Jahre mitten im System
Bemühungen um Kohärenz
Download (PDF, 2659 KB) : [de] [fr] - Reform des Entwicklungssystems der UNO
Factsheet
Download (PDF, 747 KB) : [de] [en] [fr] -
United Nations
http://www.un.org/ -
The UN Works
http://www.un.org/works/ -
Die Schweiz und die Vereinten Nationen
Informationen auf der Website des EDAhttp://www.eda.admin.ch/eda/de/home/topics/intorg/un.html - Schweizer Delegation nimmt in New York an UNO-Session über Gewalt gegen Frauen und Mädchen teil
- 4. UNO-Konferenz über die am wenigsten entwickelten Länder
- Die Stimme der Schweizer Jugend an der UNO
- UN Global Compact Leaders Summit 2010, New York
- Schaffung einer neuen UNO-Agentur für Frauen
- Neue Berichte über Wirksamkeit von multilateralen Organisationen veröffentlicht
- ECOSOC 2006: Menschenwürdige Arbeit für alle